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Romane

Augustus

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Über das Buch

Das neue Meisterwerk von John Williams
Verbündete, Gegner, Feinde – ein Herrscherleben in all seinen Facetten


Octavian ist neunzehn, sensibel, wissbegierig und will Gelehrter werden. Doch als Großneffe und Adoptivsohn Julius Cäsars fällt ihm nach dessen Ermordung ein gewaltiges Erbe zu: Ihm, der von schwächlicher Konstitution, aber enormer Willenskraft ist, wird es durch Glück, List, Intelligenz und Entschlossenheit gelingen, das riesige Römische Reich in eine Epoche des Wohlstands und Friedens zu führen. Die besten deutschsprachigen Schauspielerstimmen lassen in fiktiven Briefen, Erinnerungen und Senatsprotokollen die Person eines gottgleichen Herrschers lebendig werden. Am Ende aber, von Frau und Tochter entfremdet, sieht er dem Tod so ungeschützt entgegen wie jeder andere Mensch auch.

Zu hören sind Christian Redl, Hanns Zischler, Jens Wawrczeck, Corinna Kirchhoff, Ulrich Noethen, Felix von Manteuffel u. a.

(Laufzeit: 14h 11)

Editionen (4)

ISBN9783844524383
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum26.09.16

Rezensionen & Bewertungen

33 Bewertungen

5 Rezensionen

3,9

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  • fred.k
    fred.k

    106 Follower

    3,5

    Durchaus Interessantes, fiktives Werk über den ersten römischen Kaiser. Ich war überrascht zu sehen, dass der komplette Roman in Briefform gehalten ist, von einer handvoll Leuten aus dem Umkreis Augustus. Der Kaiser selber kommt erst ganz am Ende des Buches zu Wort, sodass vieles von dem, was wir lesen, lediglich die Perspektiven anderer Menschen über die titelgebende Figur sind. Ich empfand das als durchaus interessantes Stilmittel, allerdings hat sich der Roman an einigen Stellen in die Länge gezogen, an anderen ubersprang er sehr viel. Insgesamt liest er sich dadurch nicht ganz so rund wie ein Roman im Volltext. Außerdem hab ich durch das Stilmittel "Brief" und die Art, wie diese verfasst wurden, Flashbacks in meinen eigenen Lateinunterricht bekommen - was ich als gutes Zeichen werte, denn so scheint Autor Die Atmosphäre genau richtig eingefangen zu haben.

    5. März 2025

  • hansdampf
    hansdampf

    199 Follower

    3,0

    Römische Geschichtsstunde: Was geschah nach dem Mord an Julius Cäsar, wie sah die Rache aus, wie reagierte die römische High Society, wer mit wem ... Halt ein bisschen Yellow Press. Für den der's mag ...

    13. Nov. 2023

  • romeiki86
    romeiki86

    8 Follower

    5,0

    Ich lese Augustus nun schon zum dritten Mal – und bin immer noch baff. Es gibt Bücher, die beeindrucken beim ersten Lesen, doch dieses hier wächst mit jedem Durchgang. Von mir gibt es deshalb 5 von 5 Sternen. John Williams, bekannt unter anderem durch Stoner und Butcher’s Crossing, beweist auch hier einmal mehr, dass er ein Meister der literarischen Form ist. Seine Fähigkeit, Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern sie lebendig zu machen, ist schlicht überwältigend. Wie schon in seinen anderen Werken hat man beim Lesen das Gefühl, nicht nur Figuren zu begegnen, sondern echten Menschen – mit all ihrer Widersprüchlichkeit, Größe und Verletzlichkeit. Augustus ist kein klassischer historischer Roman. Williams wählt eine raffinierte Form: einen Briefroman, bestehend aus Tagebuchauszügen, offiziellen Dokumenten und Briefen fiktiver und historischer Figuren. Dadurch entsteht ein vielstimmiges Porträt eines Mannes, der nicht nur der erste römische Kaiser war, sondern auch ein Mensch mit Zweifeln, Idealen und tragischen Verlusten. Gerade dieser vielschichtige Zugang macht das Buch so besonders – es ist keine heroische Glorifizierung, sondern eine tiefgründige, fast philosophische Auseinandersetzung mit Macht, Pflicht, Freundschaft und Einsamkeit. Was mich beeindruckt ist, wie Williams es schafft, Figuren aus einer über 2000 Jahre alten Geschichte so lebendig zu machen, dass man fast meint, sie würden einem gegenüber sitzen. Es ist Literatur, die nicht nur unterhält, sondern einen fordert – und verändert. Hätte HBO damals bei der Produktion ihrer Serie Rome dieses Buch als Grundlage genommen, es wäre wohl nicht nur die teuerste, sondern auch die beste historische Serie aller Zeiten geworden. Augustus bietet alles: Drama, Intrige, Tiefe – aber eben auch eine seltene Form der Würde und Nachdenklichkeit, die man in der modernen Erzählweise oft vermisst. Allein schon wegen der historischen Dimension – wegen Cäsar, wegen Augustus – sollte man dieses Buch lesen. Doch was Augustus wirklich besonders macht, ist nicht nur die Geschichte selbst, sondern die Art, wie sie erzählt wird. Und das kann eben nur John Williams. Ein literarischer Schatz.

    13. Mai 2025

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über John Williams

John Williams wurde 1922 in Texas geboren. Während des Zweiten Weltkrieges meldete er sich als Freiwilliger des Army Air Corps und verbrachte zweieinhalb Jahre in Indien und Burma. In dieser Zeit begann er seinen ersten Roman „Nothing But the Night“, der 1948 veröffentlicht wurde.Darauf folgte das Studium der englischen Literatur an der University of Denver. Er erhielt nach Abschluss seines Masters einen Lehrauftrag an der University of Missouri, wo er 1954 im Fach Englische Literatur promovierte. Anschließend kehrte Williams bis zu seiner Emeritierung 1985 als Assistenzprofessor an seine alte Universität zurück. Er verfasste insgesamt zwei Gedichtbände und vier Romane. „Augustus“, sein letzter Roman, wurde 1973 mit dem National Book Award ausgezeichnet. John Williams starb 1994 in Arkansas.

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