Blick ins Buch

Eure Heimat Ist Unser Albtraum

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Über das Buch

Das Sind Die Stimmen, Die Wir Hören Müssen. Damit Es In Diesem Land Nicht Noch Finsterer Wird. Margarete Stokowski Wie Fühlt Es Sich An, Tagtäglich Als Bedrohung Wahrgenommen Zu Werden? Wie Viel Vertrauen Besteht Nach Dem Nsu-skandal Noch In Die Sicherheitsbehörden? Was Bedeutet Es, Sich Bei Jeder Krise Im Namen Des Gesamten Heimatlandes Oder Der Religionszugehörigkeit Der Eltern Rechtfertigen Zu Müssen? Und Wie Wirkt Sich Rassismus Auf Die Sexualität Aus? Dieses Buch Ist Ein Manifest Gegen Heimat – Einem Völkisch Verklärten Konzept, Gegen Dessen Normalisierung Sich 13 Autor_innen Wehren. Zum Einjährigen Bestehen Des Sogenannten Heimatministeriums Sammeln Fatma Aydemir Und Hengameh Yaghoobifarah Schonungslose Perspektiven Von Denker_innen, Die Rassismus Und Antisemitismus Erfahren. In Persönlichen Essays Geben Sie Einblick In Ihren Alltag Und Halten Deutschland Den Spiegel Vor: Einem Land, Das Sich Als Vorbildliche Demokratie Begreift Und Gleichzeitig Einen Teil Seiner Mitglieder Als Anders Markiert, Kaum Schützt Oder Wertschätzt. Mit Beiträgen Von Sasha Marianna Salzmann, Sharon Dodua Otoo, Max Czollek, Mithu Sanyal, Olga Grjasnowa Uvm.

Editionen (4)

ISBN9783843720427
VerlagUllstein Buchverlage
Erscheinungsdatum31.12.19
Seitenzahl182

Rezensionen & Bewertungen

383 Bewertungen

57 Rezensionen

4,5

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  • tatjana.dog
    tatjana.dog

    117 Follower

    3,5

    „Aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Kämpfen, die du führen kannst.“

    Ich war mir tatsächlich lange unsicher, wie ich das Hörbuch bewerten soll. Ohne Sterne, mit 5 Sternen aus Prinzip oder so, wie ich wirklich empfinde. Hab mich für letzteres entschieden. Inhalt: Es ginge hier viel zu weit, als dass ich einfach auf all die Essays eingehe. Obwohl, und das stört mich selbst sogar, ich mich an die wenigsten noch einfach so erinnern kann. Vielleicht wenn ich wieder reinhöre, ja, sonst eben nein. Und das tut mir auch etwas leid, denn die Essays waren in ihrer Gänze echt gut und kamen alle auf den Punkt. Aber grob: Es wurden diverse Punkte zum Thema Rassismus angesprochen. Manche hat man einfach irgendwie auf dem Schirm, manche bleiben sonst im Verborgenen. Man erfährt auch hin und wieder etwas von den einzelnen Lebensgeschichten oder von Szenarien in denen Frauenfeindlichkeit sich mit Rassismus zusätzlich kreuzt. Ich kann aber leider nur 3,5 Sterne vergeben, da für mich irgendwie etwas gefehlt hat, bzw. ich einfach nichts daraus mitnehmen kann. Vielleicht hätte ich dazu aber auch noch aufmerksamer zuhören müssen, denn für Währenddessen ist es eben logischerweise nichts.

    „Aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Kämpfen, die du führen kannst.“

    24. Dez. 2024

  • blingcatbling
    blingcatbling

    85 Follower

    4,5

    Empfehlenswert

    Inhaltlich gut und ich finde die Perspektive wichtig, aber der Stil vieler aneinander gerechter Essays ist nicht so einfach zu lesen für mich. Dennoch würde ich es jederzeit weiterempfehlen.

    21. Jan. 2026

  • tom.blabal
    tom.blabal

    189 Follower

    4,0

    Heimat oder Albtraum

    Als Reaktion auf die Umbenennung des Innenministeriums im Jahr 2018 zum „Ministerium für Inneres, Bau und Heimat“ entstand dieser Essayband. Für viele Menschen in Deutschland, die nicht dem Bild des normweißen deutschen cis Mannes entsprechen, ist der Begriff „Heimat“ leider vorbelastet. Besonders seit der NS-Zeit ist er ideologisch geprägt. Im Vorwort heißt es: „Heimat“ hat in Deutschland nie einen realen Ort, sondern immer schon die Sehnsucht nach einem bestimmten Ideal beschrieben: einer homogenen, christlichen weißen Gesellschaft, in der Männer das Sagen haben, Frauen sich vor allem ums Kinderkriegen kümmern und andere Lebensrealitäten schlicht nicht vorkommen. 14 deutschsprachige Autor:innen kommen in diesem Buch zu Wort. Man lernt sehr viel aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und ich als weißer cis Mann bin froh, dieses Buch gelesen und diese Stimmen gehört zu haben. Manche Texte sind emotional, andere eher theoretisch, aber jede für sich ist eine Stimme für mehr Zusammenhalt und gegen Spaltung sowie rechte Ideologien. Ein Essay, der mich besonders berührt hat, stammt von Sharon Dodua Otoo und heißt „Liebe“. Er besteht aus einem offenen Gespräch mit ihrem 19-jährigen Sohn, in dem sie beschreibt, wie sie ihn immer wieder auf rassistische Erfahrungen vorbereitet hat. Er sagt: „Ich wollte mich für meine politische Rüstung bedanken. Doch es ist ein Dilemma für mich, weil mir nie der Segen der Unwissenheit erhalten blieb.“ Auch sagt er: „Ich hatte nicht darüber nachgedacht, dass ich als schwarzer Teenager für meine Lehrer:innen viel beängstigender war als ein weißer Teenager.“ Und an einer Stelle heißt es: „Es ist absolut gesellschaftlich akzeptiert, wenn bestimmte Männer wütend sind. Sie dürfen und werden sogar ermutigt, aggressiv zu sein, denn dieses Verhalten gilt als besonders männlich und als Zeichen der Stärke. Je lauter weiße cis hetero Männer werden, desto mehr Recht bekommen sie.“ Ich denke, in diesem Essayband findet vermutlich jede:r einen Teil, der inspiriert und auf den man aufbauen kann. Ich habe 14 Tage lang jeden Tag einen Essay gelesen, damit mehr hängen bleibt und die Texte auch wirklich wirken können. Und ich merke jetzt schon, dass ich einige davon definitiv nochmal genauer lesen und Revue passieren lassen werde. Außerdem geben die verschiedenen Texte viele Anstöße, sich weiter mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen. Das Thema ist und bleibt aktuell, mehr denn je. Auch wenn der Zusatz „Heimat“ seit 2021 nicht mehr Teil des Innenministeriums ist, spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. Den Zusatz hat inzwischen wohl das Ministerium für Landwirtschaft übernommen. 😅 ------ "Diskriminierung, Ausgrenzung und Zerstörung finden in einem Spannungsfeld von drei Parteien statt: die Angegriffenen, die die Angreifenden und (ganz wichtig) die Personen die sich nicht zu der angegriffenen Person bekennt und sich nicht schützend vor sie stellt."

    1. Apr. 2026

3 von 57 Rezensionen

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