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Lyrik & Dramen

Prinz Friedrich von Homburg

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Über das Buch

Heinrich von Kleist: Prinz Friedrich von Homburg. Ein Schauspiel Entstanden um 1809/10, Erstdruck in: Schriften, Berlin (Reimer) 1821. Uraufführung am 3.10.1821 in Wien. Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Heinrich von Kleist: Werke und Briefe in vier Bänden. Herausgegeben von Siegfried Streller in Zusammenarbeit mit Peter Goldammer und Wolfgang Barthel, Anita Golz, Rudolf Loch, Berlin und Weimar: Aufbau, 1978. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Anthony van Dyck, Portrait eines jungen Generals, 1627. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Über den Autor: 1777 in Frankfurt an der Oder als Offizierssohn geboren, tritt Bernd Wilhelm Heinrich von Kleist 1792 selbst in den Militärdienst und nimmt am Rheinfeldzug gegen die französische Republik teil. Zum Leutnant befördert, quittiert er 1799 den Militärdienst und studiert Rechtswissenschaften in Frankfurt an der Oder. Die Lektüre von Kants Schriften lässt sein rationalistisches Weltbild zerbrechen und löst eine Lebenskrise aus. Nach zahlreichen Reisen lebt er längere Zeit in Paris und in der Schweiz, wo u.a. sein populärstes Stück 'Der zerbrochene Krug' entsteht. Nach Stationen in Leipzig und Dresden und Weimar tritt er in Berlin in den preußischen Staatsdienst ein. Mit dem militärischen Zusammenbruch Preußens gerät Kleist 1806 in mehrmonatige französische Gefangenschaft. 1808 beginnt er mit der Herausgabe der Monatsschrift 'Phöbus. Ein Journal für die Kunst'. Die Uraufführung des 'zerbrochenen Kruges' in einer Bearbeitung von Goethe am Hoftheater in Weimar wird zu einem Misserfolg. Kleist begeistert sich für die patriotischen Schriften von Ernst Moritz Arndt, scheitert mit dem Plan, unter dem Namen 'Germania' eine politische Wochenzeitschrift mit nationaler Tendenz in Österreich herauszugeben und wird 1810 Herausgeber der Tageszeitung 'Berliner Abendblätter', die im März 1811 eingestellt wird. Nach Jahren von wiederkehrender Krankheit und Misserfolgen, in denen er mehrfach Selbstmordabsichten äußert, nimmt sich Heinrich von Kleist am 21.11.1811 gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel, die er ein paar Tage zuvor kennengelernt hatte, am Kleinen Wannsee bei Berlin das Leben.

Editionen (21)

ISBN9783843016735
VerlagHenricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin
Erscheinungsdatum22.04.16
Seitenzahl108

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

2 Rezensionen

2,5

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  • bookswithchristina
    bookswithchristina

    153 Follower

    4,0

    Pflicht, Ehre, Loyalität, individuelle Freiheit und die Konsequenzen von Befehlsverweigerung.

    Heinrich von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" ist ein tiefgründiges Drama, das zeitlose Fragen über die Natur von Ehre, Gehorsam und individueller Freiheit aufwirft. Der Prinz repräsentiert die Komplexität des menschlichen Geistes, gefangen zwischen persönlicher Ambition und den Anforderungen der Gesellschaft. Das Stück ist nicht nur eine militärische Tragödie, sondern auch eine psychologische Erkundung menschlicher Reife und moralischer Verantwortung. In diesem Drama wird deutlich, dass wahre Ehre nicht nur in persönlichen Errungenschaften, sondern auch in der Anerkennung der eigenen Verantwortung und der Akzeptanz von Konsequenzen liegt.

    14. Okt. 2024

  • zweifel
    zweifel

    3 Follower

    4,0

    Zwar, eine Sonne, sagt man, scheint dort auch Und über buntre Felder noch, als hier: Ich glaub’s; nur Schade, dass das Auge modert, Das diese Herrlichkeit erblicken soll.

    23. Jan. 2024

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