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Prinz Friedrich von Homburg

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Über das Buch

Heinrich von Kleists in den Jahren 1809-1811 geschriebenem Schauspiel "Prinz Friedrich von Homburg" liegt ein bedeutendes Ereignis der preußischen Geschichte zugrunde: der Sieg des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm über die schwedische Armee in der Schlacht von Fehrbellin im Jahr 1675. Jedoch veränderte Kleist die Ereignisse und Charaktere der Personen. Wegen der ideologisch untragbaren Szene, die den Prinzen von Homburg, der einen Befehl missachtet, in nackter Todesangst kurz vor seiner Hinrichtung zeigt, konnte das Stück lange Zeit nicht aufgeführt werden (Uraufführung erst 1821). Hinter der Geschichte um Staatsräson, um die Herrschaft des Gesetzes anstelle von Willkür, um individuelle Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung liegt die somnambule Welt des Prinzen, aus der heraus er zu seinen intuitiven Entscheidungen in der Wirklichkeit angetrieben wird. Das auffälligste Strukturmerkmal des Schauspiels ist die Rahmung der eigentlichen Handlung durch parallel gebaute Anfangs- und Schlussszenen, in denen der Prinz das Geschehen im Traum erlebt. Text aus Reclams Universal-Bibliothek mit Verszählung der gedruckten Ausgabe.

Editionen (21)

ISBN9783159600093
VerlagReclam, Philipp
Erscheinungsdatum30.10.12
Seitenzahl116

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

2 Rezensionen

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  • bookswithchristina
    bookswithchristina

    153 Follower

    4,0

    Pflicht, Ehre, Loyalität, individuelle Freiheit und die Konsequenzen von Befehlsverweigerung.

    Heinrich von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" ist ein tiefgründiges Drama, das zeitlose Fragen über die Natur von Ehre, Gehorsam und individueller Freiheit aufwirft. Der Prinz repräsentiert die Komplexität des menschlichen Geistes, gefangen zwischen persönlicher Ambition und den Anforderungen der Gesellschaft. Das Stück ist nicht nur eine militärische Tragödie, sondern auch eine psychologische Erkundung menschlicher Reife und moralischer Verantwortung. In diesem Drama wird deutlich, dass wahre Ehre nicht nur in persönlichen Errungenschaften, sondern auch in der Anerkennung der eigenen Verantwortung und der Akzeptanz von Konsequenzen liegt.

    14. Okt. 2024

  • zweifel
    zweifel

    3 Follower

    4,0

    Zwar, eine Sonne, sagt man, scheint dort auch Und über buntre Felder noch, als hier: Ich glaub’s; nur Schade, dass das Auge modert, Das diese Herrlichkeit erblicken soll.

    23. Jan. 2024

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