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Prinz Friedrich von Homburg

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Über das Buch

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Ein Außenseiter als Held. Blinder Gehorsam in einem feudalistischen Staat. »Prinz Friedrich von Homburg« ist kontrovers. Bismarck befand, der Prinz sei »ein schwaches Rohr - mit seiner Todesfurcht«, eines preußischen Soldaten unwürdig. Die Nazis haben seine Unterwerfung unter das Gesetz als Sieg der Gnadenlosigkeit über die Gnade umgebogen. In den 1970er Jahren wird Kleist selbst zum Prinzen, der als Dichter »seine großen Sehnsüchte und Wunschbilder gegen die herrschenden engen Lebensbedingungen durchsetzt und schließlich, wie im Wunder, ihre paradiesische Erfüllung erlebt« (Botho Strauß).

Editionen (21)

ISBN9783104019703
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum21.10.11
Seitenzahl100

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

2 Rezensionen

2,5

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  • bookswithchristina
    bookswithchristina

    153 Follower

    4,0

    Pflicht, Ehre, Loyalität, individuelle Freiheit und die Konsequenzen von Befehlsverweigerung.

    Heinrich von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" ist ein tiefgründiges Drama, das zeitlose Fragen über die Natur von Ehre, Gehorsam und individueller Freiheit aufwirft. Der Prinz repräsentiert die Komplexität des menschlichen Geistes, gefangen zwischen persönlicher Ambition und den Anforderungen der Gesellschaft. Das Stück ist nicht nur eine militärische Tragödie, sondern auch eine psychologische Erkundung menschlicher Reife und moralischer Verantwortung. In diesem Drama wird deutlich, dass wahre Ehre nicht nur in persönlichen Errungenschaften, sondern auch in der Anerkennung der eigenen Verantwortung und der Akzeptanz von Konsequenzen liegt.

    14. Okt. 2024

  • zweifel
    zweifel

    3 Follower

    4,0

    Zwar, eine Sonne, sagt man, scheint dort auch Und über buntre Felder noch, als hier: Ich glaub’s; nur Schade, dass das Auge modert, Das diese Herrlichkeit erblicken soll.

    23. Jan. 2024

Autorin / Autor

Über Heinrich von Kleist

Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810 bis 1811 war er Herausgeber der ›Berliner Abendblätter‹, zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord.

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