Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Grashalme

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Über das Buch

Walt Whitman: Grashalme. (Auswahl)Erstdruck der ersten Version (anonym im Selbstverlag): Brooklyn, New York 1855. Die Ausgabe wurde in den folgenden 8 Auflagen immer wieder erweitert. Die endgültige Version der Sammlung erschien als Ausgabe letzter Hand: Philadelphia (David McKay) 1891/92. Der Text der hier vorliegenden Auswahl folgt der Übers. v. Wilhelm Schölermann.Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors.Herausgegeben von Karl-Maria Guth.Berlin 2016.Textgrundlage ist die Ausgabe:Whitman, Walt: Grashalme. Übers. v. Wilhelm Schölermann, Leipzig: Eugen Diederichs, 1904Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt.Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Thomas Eakins, Porträt von Walt Whitman, 1887-88.Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.

Editionen (17)

ISBN9783843015431
VerlagHofenberg
Erscheinungsdatum09.04.16
Seitenzahl116

Rezensionen & Bewertungen

28 Bewertungen

5 Rezensionen

3,7

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  • missesther
    missesther

    84 Follower

    5,0

    Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn mehr Menschen Walt Whitman lesen würden.

    Was für ein Dichter! Obwohl das Prädikat „Romantisch“, mit dem sich Shakespeare oder Goethe überschwänglich schmücken dürfen, auf Walt Whitman so gar nicht zutreffen mag, ist seine Dichtkunst nicht weniger liebevoll. Meist ohne Reime beschreibt er unter anderem das Kriegsgeschehen des amerikanischen Bürgerkriegs auf pragmatische und gleichzeitig zutiefst berührende Art. Er „singt“ eine Ode an die Widersprüchlichkeit des Menschen voller Annahme, Verständnis und Liebe. Er nimmt die Position eines Gleichgesinnten, eines Menschen, der versteht ein. Er geht nie in die Perspektive eines Urteilenden oder Belehrenden Menschen. Mein Fazit: In Walt Whitmans Lyrik liegt der Schlüssel für mehr „universelle Liebe“ (nach Erich Fromm). Der Leser wird eingeladen voller Demut die eigene Kleinheit liebevoll anzuerkennen und dadurch echte Größe zu erlangen - so wie es Whitman selbst getan hat. Leute, lest mehr Whitman! „Oh Captain! My Captain!“

    25. Jan. 2026

  • 4,0

    Heute möchte euch den Gedichtband „Grashalme“ (orig. Leaves of Grass) von Walt Whitman, erschienen im Jahre 1855 vorstellen. Die deutsche Übersetzung stammt von Wilhelm Schölermann.  Das Buch sticht vor allem durch seinen einzigartigen Schreibstil hervor. Whitman nutzt freie Rhythmen und eine bildreiche Sprache, die voller Symbolik und Metaphern steckt. Besonders auffällig ist, dass er oft auf Reime verzichtet und stattdessen einen fließenden, fast hymnischen Ton anschlägt, der die Gedichte kraftvoll und zugleich sehr persönlich wirken lässt. Viele der Gedichte sind von einer schlichten, aber tiefgehenden Schönheit. Besonders 'Mein Kapitän' hat mich berührt – unweigerlich musste ich dabei an den Film 'Der Club der Toten Dichter' denken, wo dieses Gedicht eine so eindringliche Rolle spielt. Genau solche Momente machen den Band für mich besonders. Inhaltlich greift Whitman Themen wie Natur, Menschlichkeit, Demokratie, Spiritualität und Vergänglichkeit auf. Grashalme ist nicht nur eine Sammlung schöner Verse, sondern spiegelt auch das Amerika des 19. Jahrhunderts wider – den Aufbruch in eine neue Zeit, aber auch den Schmerz über Verluste und die Suche nach Sinn. Insgesamt haben mir die Gedichte sehr gefallen. Manche Passagen sind etwas anspruchsvoll und erfordern Zeit, um ihre Tiefe zu erfassen, doch gerade das macht die Lektüre lohnenswert. Für mich ist Grashalme ein besonderes Werk der Weltliteratur, das ich mit 4 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    9. Okt. 2025

3 von 5 Rezensionen

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