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Grasblätter

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Über das Buch

"Er ist Amerika", sagte Ezra Pound über den Dichter Walt Whitman. In seinen "Grasblättern" besingt er den Aufbruch der USA nach dem Bürgerkrieg. Der Lyriker Jürgen Brôcan hat dieses zentrale Werk der amerikanischen Literatur mehr als ein Jahrhundert nach Erscheinen erstmals vollständig auf Deutsch übersetzt und mit einem Nachwort und einem ausführlichen Kommentar versehen. Im Schmelztiegel seiner Dichtung vereint Whitman Ideen aus Kultur, Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Mystik seiner Zeit. Seine Gesänge sind Abbild und Vision einer modernen Nation der "Vereinigten Staaten", die Spaltungen überwinden und allen Menschen Freiheit und Gleichheit bringen soll.

Editionen (17)

ISBN9783446234109
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum07.09.09
Seitenzahl880

Rezensionen & Bewertungen

28 Bewertungen

5 Rezensionen

3,7

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  • missesther
    missesther

    84 Follower

    5,0

    Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn mehr Menschen Walt Whitman lesen würden.

    Was für ein Dichter! Obwohl das Prädikat „Romantisch“, mit dem sich Shakespeare oder Goethe überschwänglich schmücken dürfen, auf Walt Whitman so gar nicht zutreffen mag, ist seine Dichtkunst nicht weniger liebevoll. Meist ohne Reime beschreibt er unter anderem das Kriegsgeschehen des amerikanischen Bürgerkriegs auf pragmatische und gleichzeitig zutiefst berührende Art. Er „singt“ eine Ode an die Widersprüchlichkeit des Menschen voller Annahme, Verständnis und Liebe. Er nimmt die Position eines Gleichgesinnten, eines Menschen, der versteht ein. Er geht nie in die Perspektive eines Urteilenden oder Belehrenden Menschen. Mein Fazit: In Walt Whitmans Lyrik liegt der Schlüssel für mehr „universelle Liebe“ (nach Erich Fromm). Der Leser wird eingeladen voller Demut die eigene Kleinheit liebevoll anzuerkennen und dadurch echte Größe zu erlangen - so wie es Whitman selbst getan hat. Leute, lest mehr Whitman! „Oh Captain! My Captain!“

    25. Jan. 2026

  • 4,0

    Heute möchte euch den Gedichtband „Grashalme“ (orig. Leaves of Grass) von Walt Whitman, erschienen im Jahre 1855 vorstellen. Die deutsche Übersetzung stammt von Wilhelm Schölermann.  Das Buch sticht vor allem durch seinen einzigartigen Schreibstil hervor. Whitman nutzt freie Rhythmen und eine bildreiche Sprache, die voller Symbolik und Metaphern steckt. Besonders auffällig ist, dass er oft auf Reime verzichtet und stattdessen einen fließenden, fast hymnischen Ton anschlägt, der die Gedichte kraftvoll und zugleich sehr persönlich wirken lässt. Viele der Gedichte sind von einer schlichten, aber tiefgehenden Schönheit. Besonders 'Mein Kapitän' hat mich berührt – unweigerlich musste ich dabei an den Film 'Der Club der Toten Dichter' denken, wo dieses Gedicht eine so eindringliche Rolle spielt. Genau solche Momente machen den Band für mich besonders. Inhaltlich greift Whitman Themen wie Natur, Menschlichkeit, Demokratie, Spiritualität und Vergänglichkeit auf. Grashalme ist nicht nur eine Sammlung schöner Verse, sondern spiegelt auch das Amerika des 19. Jahrhunderts wider – den Aufbruch in eine neue Zeit, aber auch den Schmerz über Verluste und die Suche nach Sinn. Insgesamt haben mir die Gedichte sehr gefallen. Manche Passagen sind etwas anspruchsvoll und erfordern Zeit, um ihre Tiefe zu erfassen, doch gerade das macht die Lektüre lohnenswert. Für mich ist Grashalme ein besonderes Werk der Weltliteratur, das ich mit 4 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    9. Okt. 2025

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Walt Whitman

Walt Whitman (1819-1892) war New Yorker. Er arbeitete als Dorfschullehrer, Zimmermann, Schriftsetzer, Drucker, Journalist, Häusermakler, Sekretär im Innenministerium und freiwilliger Lazaretthelfer während des Sezessionskriegs. Er gilt als Begründer der modernen amerikanischen Dichtung.

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