Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Grashalme

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Über das Buch

Freie Verse und unverhohlene Sinnlichkeit: Das zeichnet die Lyrik von Walt Whitman aus. Die »Grashalme« sind sein Hauptwerk und mit den Worten von Ralph Waldo Emerson: der »außerordentlichste Beitrag Amerikas zur Dichtung«.

Auf Packpapier und alten Briefumschlägen skizzierte Walt Whitman im Alter von 21 Jahren seine ersten Verse. 15 Jahre später, im Jahr 1855, brachte er in selbstentworfenem Umschlag die ersten zwölf Gedichte heraus. »Leaves of Grass« sollte sein Lebenswerk werden, an dem er über vier Jahrzehnte hinweg arbeitete. Immer mehr Gedichte kamen hinzu, bis er wenige Wochen vor seinem Tod im Jahr 1892 die endgültige Fassung veröffentlichte. Von D. H. Lawrence und T. S. Eliot bis hin zu Tolstoi und Turgenjew – weltweit wurde Whitmans neue Art der Poesie begrüßt. Die über 400 Gedichte, die hier in einer Auswahl vorliegen, begründen die moderne amerikanische Lyrik und sind als Plädoyer für Demokratie und gegen Rassismus immer noch aktuell. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

Editionen (17)

ISBN9783150206904
VerlagReclam, Philipp
Erscheinungsdatum11.10.22
Seitenzahl294

Rezensionen & Bewertungen

28 Bewertungen

5 Rezensionen

3,7

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  • missesther
    missesther

    84 Follower

    5,0

    Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn mehr Menschen Walt Whitman lesen würden.

    Was für ein Dichter! Obwohl das Prädikat „Romantisch“, mit dem sich Shakespeare oder Goethe überschwänglich schmücken dürfen, auf Walt Whitman so gar nicht zutreffen mag, ist seine Dichtkunst nicht weniger liebevoll. Meist ohne Reime beschreibt er unter anderem das Kriegsgeschehen des amerikanischen Bürgerkriegs auf pragmatische und gleichzeitig zutiefst berührende Art. Er „singt“ eine Ode an die Widersprüchlichkeit des Menschen voller Annahme, Verständnis und Liebe. Er nimmt die Position eines Gleichgesinnten, eines Menschen, der versteht ein. Er geht nie in die Perspektive eines Urteilenden oder Belehrenden Menschen. Mein Fazit: In Walt Whitmans Lyrik liegt der Schlüssel für mehr „universelle Liebe“ (nach Erich Fromm). Der Leser wird eingeladen voller Demut die eigene Kleinheit liebevoll anzuerkennen und dadurch echte Größe zu erlangen - so wie es Whitman selbst getan hat. Leute, lest mehr Whitman! „Oh Captain! My Captain!“

    25. Jan. 2026

  • 4,0

    Heute möchte euch den Gedichtband „Grashalme“ (orig. Leaves of Grass) von Walt Whitman, erschienen im Jahre 1855 vorstellen. Die deutsche Übersetzung stammt von Wilhelm Schölermann.  Das Buch sticht vor allem durch seinen einzigartigen Schreibstil hervor. Whitman nutzt freie Rhythmen und eine bildreiche Sprache, die voller Symbolik und Metaphern steckt. Besonders auffällig ist, dass er oft auf Reime verzichtet und stattdessen einen fließenden, fast hymnischen Ton anschlägt, der die Gedichte kraftvoll und zugleich sehr persönlich wirken lässt. Viele der Gedichte sind von einer schlichten, aber tiefgehenden Schönheit. Besonders 'Mein Kapitän' hat mich berührt – unweigerlich musste ich dabei an den Film 'Der Club der Toten Dichter' denken, wo dieses Gedicht eine so eindringliche Rolle spielt. Genau solche Momente machen den Band für mich besonders. Inhaltlich greift Whitman Themen wie Natur, Menschlichkeit, Demokratie, Spiritualität und Vergänglichkeit auf. Grashalme ist nicht nur eine Sammlung schöner Verse, sondern spiegelt auch das Amerika des 19. Jahrhunderts wider – den Aufbruch in eine neue Zeit, aber auch den Schmerz über Verluste und die Suche nach Sinn. Insgesamt haben mir die Gedichte sehr gefallen. Manche Passagen sind etwas anspruchsvoll und erfordern Zeit, um ihre Tiefe zu erfassen, doch gerade das macht die Lektüre lohnenswert. Für mich ist Grashalme ein besonderes Werk der Weltliteratur, das ich mit 4 von 5 Sternen bewerte. ✨️

    9. Okt. 2025

3 von 5 Rezensionen

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