Blick ins Buch

Krimis

Fräulein Gold: Nacht über der Havel

4,5(122)
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Über das Buch

Mit ihrer leicht rauchigen, temperamentvollen Stimme ist Anna Thalbach unverwechselbar. Die Romane rund um die selbstbewusste Hulda Gold sind ihr wie auf den Leib geschrieben.

Berlin, 1930: In der Stadt brodelt es gewaltig. Wirtschaftskrise und politische Instabilität rufen immer radikalere Kräfte auf den Plan. Auch Hulda spürt, dass die vermeintlich goldenen Jahre vorbei sind. Umso engagierter kümmert sie sich als Hebamme um die Belange der Frauen und Mütter. Als sie einer schwangeren Frau helfen will, stößt sie auf einen mysteriösen Todesfall im Dunstkreis der Familie: Die jüngere Schwester Jutta ist Teil einer Jugendgruppe, die sich nachts an der Havel trifft. Die Jugendlichen singen und feiern zusammen. Doch dann wird am Ufer ein Student tot aufgefunden. Er war der Anführer von Juttas Gruppe – und ihr heimlicher Schwarm. Aber war sein Tod wirklich ein Unfall bei einem nächtlichen Abenteuerspiel?

Bald ahnt Hulda, dass die Zusammenhänge größer sind als angenommen. Eine Jugend ohne Zukunft sucht in unruhigen Zeiten verzweifelt nach Halt. Und ist bereit, einen hohen Preis dafür zu zahlen …

Editionen (3)

ISBN9783839821411
VerlagArgon
Erscheinungsdatum27.11.24

Rezensionen & Bewertungen

122 Bewertungen

23 Rezensionen

4,5

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  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    668 Follower

    5,0

    Der siebte Band der Reihe um die Berliner Hebamme Hulda Gold, und das dritte Buch der Reihe, das ich gelesen habe. Es ist nicht unbedingt notwendig, bei Band 1 einzusteigen, ich habe mich sofort in Huldas Welt zurechtgefunden, obwohl ich diese erst in Band 5 kennengelernt habe. 1930, Berlin-Schöneberg: Hulda arbeitet in einer Mütterberatungsstelle am Nollendorfplatz. Seit einem Jahr ist sie mit Max glücklich. Ihre vierjährige Tochter Meta geht in die Pestalozzi-Fröbel-Kindertagesstätte. Metas Vater ist kurz vor ihrer Geburt gestorben, seine Eltern unterstützen Hulda bei Metas Betreuung. Auch Huldas Vater Benjamin Gold springt gern ein, wenn Not am Mann ist. Im Prolog lernen wir die achtzehnjährige Jutta bei einem Treffen ihrer Jugendgruppe Die Wandervögel kennen. Die jungen Leute feiern am Ufer der Havel, es wird gesungen, getrunken und geflirtet. Zu später Stunde taucht ein Pärchen mit dem Auftrag auf, Jugendliche für die Hitlerjugend anzuwerben. Als Joachim und sein Bruder aneinandergeraten, zieht der Mann seine Pistole. Am nächsten Morgen wird Joachim tot aufgefunden. Kommissarin Irma Siegel, die die Ermittlungen aufnimmt, findet heraus, dass Joachim an Jutta interessiert war, und das Pärchen sich am Abend zuvor von der Gruppe entfernt hat. Bei der Befragung in der Roten Burg am Alexanderplatz verweigert Jutta die Aussage. Einige Tage zuvor hat Hulda über ihren Freund Max Jutta und ihre Familie kennengelernt. Sie bietet Juttas Schwester Hella, die kurz vor der Entbindung steht, ihre Hilfe an. Hulda merkt, dass Jutta etwas belastet und versucht, Zugang zu dem jungen Mädchen zu finden. Anne Stern hat es wieder einmal geschafft, eine authentische Stimmung zu schaffen und mich nach Schöneberg der 1930er Jahre zu versetzen. Deutschland steckt in einer Wirtschaftskrise, das Land ist geprägt von Armut, Arbeits- und Hoffnungslosigkeit. Es stehen Reichstagswahlen an, die Nationalsozialisten versprechen ihren Wählern das Blaue vom Himmel und finden immer mehr Anhänger, brutal gehen sie gegen Juden und Kommunisten vor. Interessant fand ich, dass Max bereits im Jahr 1930 eine Flugreise unternommen hat. Man kann sich das heute gar nicht mehr vorstellen, wie aufwändig es damals war, Kontakt aufzunehmen – Hulda hatte kein Telefon und war nur über das Telefon der Nachbarn erreichbar. Im Jahr 1930 ist Huldas kleine Welt noch heil, doch es ziehen bereits dunkle Wolken am Horizont auf – Hulda und Max sind jüdischer Abstammung, Huldas guter Freund, der Kioskbesitzer Bert ist mit einem Mann zusammen. Ich bin schon sehr auf Band 8 gespannt, der im Dezember 2025 erscheinen wird, eine Leseprobe ist angehängt, 1932: Meta wird eingeschult.

    22. Nov. 2024

  • niciha
    niciha

    258 Follower

    4,5

    Wieder sehr fesselnd

    Ich muss sagen, dass noch keine Buchreihe, die so viele Bände beinhaltet, so stark mein Interesse halten konnte, wie die Fräulein Gold-Reihe. So habe ich mich auch auf die Veröffentlichung dieses Bandes sehr gefreut. Ich konnte sofort wieder an die Geschichte anknüpfen, der Schreibstil machte es einem auch wieder besonders leicht, sich sofort ins Geschehen einzufinden. Die Story war wieder spannend und der Aufstieg der NSDAP, welcher viel Raum im Buch einnimmt, ist absolut schockierend. Auch die Protagonistin mochte ich in dem Band wieder sehr gerne.

    23. Jan. 2025

  • norinka
    norinka

    171 Follower

    4,0

    Ich liebe diese Reihe und habe sie verschlungen. Da ist von allem ein bisschen. Sozialkritik, etwas Krimi, bisschen Romantisch. Gelungene Mischung.

    15. Apr. 2025

3 von 23 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 8018%
moniszeitreise
moniszeitreise13. Dez. 2024

"Wenn du an diesem Ort nicht glücklich bist und man dich so schlecht behandelt, dann nichts wie weg. Das Leben ist zu kurz!" Ich hoffe sehr, dass Hulda es genau so macht, wenn es an der Zeit ust ist.

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1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Anne Stern

Anne Stern wurde in Berlin geboren und ist Historikerin und promovierte Germanistin. Ihre Reihe um die Berliner Hebamme Fräulein Gold ist ein großer Erfolg, jeder Band ein Spiegel-Bestseller. Anne Stern lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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