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Romane

Die Leuchtturmwärter

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Über das Buch

In der Silvesternacht verschwinden vor der Küste Cornwalls drei Männer spurlos von einem Leuchtturm. Die Tür ist von innen verschlossen. Der zum Abendessen gedeckte Tisch ist unberührt. Die Uhren sind stehengeblieben.
Zurück bleiben drei Frauen, die auch zwei Jahrzehnte später von dem rätselhaften Geschehen verfolgt werden. Die Tragödie hätte Helen, Jenny und Michelle zusammenbringen sollen, hat sie aber auseinandergerissen. Als sie zum ersten Mal ihre Seite der Geschichte erzählen, kommt ein Leben voller Entbehrungen zutage – des monatelangen Getrenntseins, des Sehnens und Hoffens. Und je tiefer sie hinabtauchen, desto dichter wird das Geflecht aus Geheimnissen und Lügen, Realität und Einbildung.

Editionen (5)

ISBN9783839819333
VerlagArgon
Erscheinungsdatum25.08.21

Rezensionen & Bewertungen

235 Bewertungen

48 Rezensionen

3,7

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  • yaduria1982
    yaduria1982

    269 Follower

    4,5

    Geheimnisvoll und melancholisch

    Das war ein unerwartetes Highlight. Drei Männer verschwinden von einem Leuchtturm im Jahre 1972. 20 Jahre später will ein Schriftsteller einen Roman zu dem Ereignis schreiben und trifft auf die drei übrig gebliebenen Frauen. Es geht um Verlust und Trauer und um die Liebe zum Meer. Das Meer ist sehr präsent, die Personen haben alle Geheimnisse und ihre Vergangenheit. Der Spannungsbogen war für mich gut und ich habe bis zum Ende mitgefiebert.

    11. Feb. 2026

  • joina
    joina

    32 Follower

    4,0

    Auch wenn die Handlung zwischendurch etwas langsamer voranschreitet, hat mich "Die Leuchtturmwärter" nicht losgelassen. Die ruhige Erzählweise und die unerwarteten Wendungen haben dafür gesorgt, dass ich gerne drangeblieben bin und das Buch mit Freude gelesen habe.“

    29. Juni 2026

  • 3,0

    Ein unentschlossenes Buch

    Drei Leuchtturmwärter verschwinden in der Silvesternacht von ihrem Posten auf hoher See. Die Türen verriegelt, der Tisch gedeckt, die Uhren stehen geblieben. Zwanzig Jahre später will ein Autor das Geheimnis ergründen und setzt sich mit den hinterbliebenen Frauen der Leuchtturmwärter in Verbindung … Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch, bevor ihr es anfangt, so unbedingt mögen wollt? So ging es mir definitiv mit Emma Stonex‘ Roman. Und es gibt auch vieles, was man an diesem Buch mögen kann, denn die Autorin hat einen sehr intensiven, atmosphärischen Stil. Man spürt die Gischt, hört den Wind und fühlt die Einsamkeit auf diesem verlassenen Außenposten der Menschheit. Auch die drei Witwen Helen, Jenny und Michelle sind hervorragend gezeichnet, ebenso wie ihre Leben, die sowohl mit lebenden, als auch mit toten Männern, einsame sind. Stimmung erzeugen kann Emma Stonex also unglaublich gut und das obwohl ihr Buch teilweise einen ziemlichen Slang aufweist. Das ist für Nicht-Muttersprachler nicht immer ganz einfach zu lesen (vor allem, weil es auch in deutschen Texten nicht unbedingt mein Lieblingsstil ist). Ab hier füge ich mal eine Spoiler-Warnung ein, auch wenn ich das Ende natürlich nicht verrate. ACHTUNG ‼️ SPOILER ‼️ Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich mich bei der Thematik auf ein offenes Ende eingestellt und ich wäre damit auch sehr viel glücklicher gewesen. Ich kann Geschichten gut in meiner eigenen Lesart weiterdenken und fühle mich dadurch als Leserin oft ernster genommen, als mit detaillierten Auflösungen. Aber gerade bei dieser geheimnisvollen Geschichte wählt die Autorin eine sehr explizite, wenn auch kurze Erklärung für ihr Ende. Und die lässt mich sehr unzufrieden zurück, weil sie damit paradoxerweise viele Fragen offen lässt. Der Roman hat einige mystische Stellen, oftmals weiß man nicht, was Realität, was Wahn ist. Alle haben ihre Geheimnisse, alle tragen auf die ein oder andere Schuld oder Traumata mit sich herum. Dann gibt es noch die Figur des Sid, die mich vor allem nach dem banalen Schluss mehr als ratlos zurücklässt. Auch die Frauen finden keinen wirklichen Frieden, sie arrangieren sich am Ende mit ihren eigenen Wahrheiten. Und was ist am Schluss eigentlich mit der verdammten Pistole passiert? Das und vieles andere wird durch das Ende in der Schwebe gelassen. Für mich ist ‚Die Leuchtturmwärter‘ somit ein ziemlich unentschlossenes Buch, das zuviel Mystik, Atmosphäre und Geheimnisvolles enthält um so rational zu enden. Oder sie hätte eben alle Fäden sinnig erklären müssen … Von der schriftstellerischen Qualität von Emma Stonex bin ich aber positiv überrascht und durchaus bereit, es nochmal mit ihr zu versuchen.

    Ein unentschlossenes Buch

    9. Juni 2026

3 von 48 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Emma Stonex

Emma Stonex, 1983 in Northamptonshire in England geboren und aufgewachsen, begann ihre Karriere als Lektorin. Mehrere Jahre arbeitete sie erfolgreich in einem großen Verlagshaus, bevor sie ihrem Traum vom Schreiben folgte und ihr gefeiertes Debut Die Leuchtturmwärter veröffentlichte. Stonex lebt heute in Bristol.

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