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Romane

Die Unzertrennlichen

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Über das Buch

Zu intim für ihre Zeit
Sylvie und Andrée sind unzertrennlich. Gemeinsam kämpfen sie gegen den erstickenden Konformismus einer Gesellschaft, in der Küsse vor der Ehe und freie Gedanken für Frauen verboten sind. Sylvie bewundert Andrée: Sie scheint so selbstständig – und doch gerät gerade sie immer tiefer in die Falle ihrer ach so tugendhaften Familie. Diese trennt Andrée von dem Jungen, den sie liebt. Sylvie will ihrer Freundin helfen. Aber wie?
Als Simone de Beauvoir das autofiktionale Manuskript 1954 Sartre zeigte, befand der es als zu intim für eine Veröffentlichung. Es blieb in der Schublade. Nun hat ihre Adoptivtochter diesen kurzen Roman freigegeben und macht damit einen Urtext des frühen Feminismus zugänglich, mehr noch – eine Liebeserklärung de Beauvoirs an ihre Freundin Elizabeth Le Coin, genannt Zaza, die sich in Andrée spiegelt und die jung verstarb.

Editionen (5)

ISBN9783839819210
VerlagArgon
Erscheinungsdatum27.10.21

Rezensionen & Bewertungen

214 Bewertungen

35 Rezensionen

4,1

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  • lauma
    lauma

    145 Follower

    5,0

    R.I.P Simone de Beauvoir you would have loved Fleabag

    "Freundschaft" ... ja ne ist klar🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 ...good luck, babe 😜😜😜

    R.I.P Simone de Beauvoir you would have loved Fleabag

    22. Apr. 2026

  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    4,5

    "Die Unzertrennlichen" ist ein autofiktionaler Roman über eine ganz besondere Freundschaft die bereits in der Schule begann und leider viel zu kurz dauern durfte. Die Geschichte von Andree und Sylvie die in den 20/30er Jahren spielt, vom Alltag und den Pflichten einer jungen Frau, ihren Wünschen und Sehnsüchten, der großen Liebe. Vom Stand in der Gesellschaft und vom Druck alle Erwartungen erfüllen zu müssen, Andree kann dem auf Dauer nicht standhalten. Ein sehr persönliches Buch in einer Sprache, die mich ganz schnell in ihren Bann gezogen hat. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung

    18. Juni 2024

  • mary_shelley
    mary_shelley

    47 Follower

    4,0

    Simone de Beauvoirs klarsichtiger Blick auf die familiären Verstrickungen die ihres und Zazas Leben prägten ist authentisch und nahbar - immer noch.

    Auf Simone de Beauvoir kam ich über eine Romanbiografie und wollte dann unbedingt Werke dieser berühmten Philosophin lesen. In die unzertrennlichen verarbeitet sie den Verlust ihrer Kindheitsfreundin Zaza. Und zeichnet dabei mit bemerkenswerter Präzision und Klarheit ein gesellschaftliches Portrait der gutbürgerliche Familie im 20. Jahrhundert. Obwohl ich anfangs nur schwer in den Roman rein kam weil er sich etwas veraltet liest, bin ich nach einiger Zeit doch sehr tief eingetaucht und konnte vor allem mit den beiden Mädchen Sylvie (Simone) und Andrée (Zaza) authentisch mitfühlen. Auch weil viele dieser Muster immer noch aktuell sind. Trotz 100 Jahren Emanzipation kennen doch die meisten jungen Menschen das Gefühl sich einer gesellschaftlichen Nom anpassen zu müssen ind Familiäre Erwartungen zu erfüllen - oder darum zu kämpfen mit ihnen zu brechen. Simone de Beauvoir hat ein krasses Gespür für die Beweggründe ihrer Mitmenschen und ihre zahlreichen Verstrickungen. Ubd vielleicht konnte ich mich deshalb immer wieder gut in Aspekten aller Figuren wiederfinden. Von dieser Perspektive betrachtet bietet das Buch auch heute noch einen bereichernd Blick auf Freiheit, Widerstand und (Un)gezähmtheit. Woran starb Andrée? Auf dem Papier steht eine virale Enzephalitis. Aber inzwischen weiß aucj di Forachubg wie eng Psyche und Körper verbunden sind. Dauerhafter Stress schwächt das Immunsystem. Und was sind gesellschaftliche Erwartungen anderes als Stress? Hier liegt der Beauvoir geose Stärke; aufzuzeigen wie die Gesellschaft das Individuum prägt uns dabei gleichzeitig die Perspektive zu offerieren, dass es so nicht sein müsste. P.S. Großes Kompliment an die Sprecherin. Die dieses Buch mit viel Gefühl und Ernst zu einem wahren Erlebnis gemacht hat.

    20. Juni 2025

3 von 35 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Simone de Beauvoir

Simone de Beauvoir wurde am 9.1.1908 in Paris geboren. Sie studierte französische Philologie, Mathematik und Philosophie und erhielt 1928 die Licence. Sie schrieb eine Diplomarbeit über Leibnitz, legte gemeinsam mit Merleau-Ponty und Lévi-Strauss ihre Probezeit als Lehramtskandidatin am Lycée Janson-de-Sailly ab und bereitete sich an der Sorbonne und der École Normale Supérieure auf die Agrégation in Philosophie vor. In ihrem letzten Studienjahr lernte sie dort eine Reihe später berühmt gewordener Schriftsteller kennen, darunter Jean-Paul Sartre, ihren Lebensgefährten seit jener Zeit. 1932-1936 unterrichtete sie zunächst in Rouen und bis 1943 dann am Lycée Molière und Camille Sée in Paris. Danach zog sie sich aus dem Schulleben zurück, um sich ganz der schriftstellerischen Arbeit zu widmen. Zusammen mit Sartre hat Simone de Beauvoir am politischen und gesellschaftlichen Geschehen ihrer Zeit stets aktiv teilgenommen. Sie hat sich, insbesondere seit Gründung des MLF (Mouvement de Libération des Femmes) 1970, stark in der französischen Frauenbewegung engagiert. 1971 unterzeichnete sie das französische Manifest zur Abtreibung. 1974 wurde sie Präsidentin der Partei für Frauenrechte, schlug allerdings die »Légion d'Honneur« aus, die ihr Mitterrand angetragen hatte. Am 14.4.1986 ist sie, 78-jährig, im Hospital Cochin gestorben. Sie wurde neben Sartre auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.

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