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Romane

Du hättest gehen sollen

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Über das Buch

Und alles gerät ins Wanken, was verlässlich schien.
Ein einsam gelegenes Ferienhaus. Tief unten das Tal mit seinen würfelkleinen Häusern, eine Serpentinenstraße führt hinauf. Das kalte Blauweiß der Gletscher, schroffer Granit, die Wälder im Dunst – es ist Dezember, Vorweihnachtszeit. Ein junges Ehepaar mit Kind hat sich für ein paar Tage dieses Haus gemietet, doch so richtig aus der Welt sind sie nicht: Das Kind erzählt wirre Geschichten aus dem Kindergarten, die Frau tippt Nachrichten auf dem Handy, und der Mann – ein Drehbuchautor – schreibt Ideen und Szenen in sein Notizbuch. Aber mehr und mehr notiert er auch anderes: eheliche Spannungen, Zwistigkeiten, vor allem die seltsamen Dinge, die rings um ihn geschehen. Denn mit dem Haus stimmt etwas nicht.

Ulrich Noethen gehört zu den vielseitigsten und beliebtesten Schauspielern Deutschlands und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet. Als Hörbuchsprecher begeistert er mit seinem warmen, dunklen Timbre und seinem feinen Gespür für Charaktere und Situationen.

Editionen (3)

ISBN9783839815298
VerlagArgon
Erscheinungsdatum27.10.16

Rezensionen & Bewertungen

128 Bewertungen

30 Rezensionen

3,4

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  • 5,0

    Beklemmend, brillant und absolut fesselnd – ein klaustrophobischer Psychotrip auf weniger als 100 Seiten.

    „Du hättest gehen sollen“ von Daniel Kehlmann ist ein schmaler Roman, der jedoch eine Wucht entfaltet, wie man sie nur selten erlebt. Schon nach wenigen Seiten zieht einen die Geschichte erbarmungslos in ihren Bann – und lässt einen mit einem Gefühl zurück, das irgendwo zwischen Unbehagen, Beklemmung und staunender Faszination liegt. Im Zentrum steht ein Drehbuchautor, der sich mit seiner Familie in ein abgelegenes Ferienhaus zurückzieht, um an seinem Projekt zu arbeiten. Was wie ein harmloser Tapetenwechsel beginnt, kippt schnell in ein unheimliches Spiel aus verzerrter Wahrnehmung, rätselhaften Ereignissen und einer Atmosphäre, die immer dichter wird. Das Haus selbst wird zu einem eigenen Charakter – fremd, bedrohlich und voller Unstimmigkeiten, die man beim Lesen körperlich spürt. Kehlmann gelingt es meisterhaft, Alltagsmomente in pure Beklemmung zu verwandeln. Man fühlt die wachsende innere Unruhe, die Enge, die Orientierungslosigkeit – und hat beim Lesen fast das Gefühl, selbst in diesem seltsamen Haus gefangen zu sein. Die Mischung aus psychologischer Spannung, subtilen Horror-Elementen und cleveren Perspektivwechseln funktioniert unglaublich gut. Ein packendes, verstörendes kleines Meisterwerk, das nachhallt. Wer dichte Atmosphäre liebt und sich gern an den Rand des eigenen Wohlfühlbereichs liest, wird dieses Buch verschlingen.

    30. Nov. 2025

  • 4,5

    Richtig dünnes Büchlein und deshalb ideal für z.b. Zeiten, in denen man mit verminderter Aufmerksamkeit zu kämpfen hat (z.b. Krankenhaus, Pause im Büro, ...). Realität und Fiktion wechseln sich anfangs ab, um dann irgendwann zu verschwimmen und einen selbst zweifeln lassen. Hat mir sehr gut gefallen.

    14. Okt. 2025

  • maedelvomlande
    maedelvomlande

    68 Follower

    4,5

    Faszinierend

    Eigentlich fast eine Kurzgeschichte, wenig Hintergrund, kaum Erklärungen. Aber eine faszinierende Geistergeschichte, in einem sehr besonderen Schreibstil verfasst und wunderbar in einem Rutsch durchzulesen. Hätte ich von Kehlmann so nicht erwartet.

    27. Feb. 2024

3 von 30 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin. Sein Werk wurde u. a. mit dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Sein Roman "Die Vermessung der Welt" wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit und fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschien sein Roman "Tyll".

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