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Romane

Alle Toten fliegen hoch

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Über das Buch

Liebe, Fremde, Verlust, Selbstbehauptung

„Mit achtzehn ging ich für ein Jahr nach Amerika. Noch heute erzähle ich oft, dass es ein Basketballstipendium war, aber das stimmt nicht. Meine Großeltern haben den Austausch bezahlt.“ So beginnt der erste Roman von Joachim Meyerhoff, der seinen Ich-Erzähler aus der norddeutschen Provinz in die Weiten des amerikanischen Westens führt – und in ein Wechselbad der Gefühle.

Entscheidend ist der selbstironische, empfindsame, pointiert-witzige Ton: Von der ersten Seite an folgt der Leser dem jugendlichen Helden, der sich aufmacht, einen der begehrten Plätze in einer amerikanischen Gastfamilie zu ergattern. Aber schon beim Auswahlgespräch in Hamburg werden ihm die Unterschiede zu den weltläufigen Großstadt-Jugendlichen schmerzlich bewusst. Konsequent gibt er sich im alles entscheidenden Fragebogen als genügsamer, naturbegeisterter und streng religiöser Kleinstädter aus – und findet sich bald darauf in Laramie, Wyoming wieder, mit Blick auf die Prärie, Pferde und die Rocky Mountains.

Der drohende »Kulturschock« bleibt erst mal aus, der Stundenplan ist abwechslungsreich, die Basketballsaison steht bevor, doch dann reißt ein Anruf aus der Heimat ihn wieder zurück in seine Familie nach Norddeutschland – und in eine Trauer, der er nur mit einem erneuten Aufbruch nach Amerika begegnen kann.

Dieser mitreißende Entwicklungsroman erzählt von Liebe, Fremde, Verlust und Selbstbehauptung und begeistert durch Sensibilität, Selbstironie und Witz - gelesen vom Autor!

Editionen (8)

ISBN9783837110111
VerlagRandom House Audio
Erscheinungsdatum15.04.11

Rezensionen & Bewertungen

470 Bewertungen

55 Rezensionen

3,9

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  • rikwal
    rikwal

    358 Follower

    4,5

    USA, Austausch, Englisch, Familiengeschichte, Verlust, Erwachsenwerden, 80er Jahre, Tod, Wyoming, Basketball, Briefe

    Erstes Buch von 6 bisher, USA Austausch von der Norddeutschen Provinz nach Laramie, Wyoming. Erfahrungen, Verluste, Tod, Basketball, Erwachsenwerden, alles verpackt in einen sehr unterhaltsamen Roman. Eine weitere Serie, die ich lesen werde.

    25. Mai 2026

  • klaudias
    klaudias

    86 Follower

    4,5

    Ein autobiografischer Roman übers Erwachsenwerden und Loslassen, bei welchem sich der junge Joachim Meyerhoff aus einer norddeutschen Provinz für ein Austauschjahr nach Amerika begibt. Statt in einer Metropole landet er in der Provinz von Laramie, Wyoming, bei streng religiösen Gasteltern. Nach dem Unfalltod seines Bruders verarbeitet er Trauer, Kulturschock und Selbstfindung mit viel Humor und Ironie. Sehr lesenswert, ich freue mich auf die weiteten Teile.

    22. Feb. 2026

  • hiekemia
    hiekemia

    221 Follower

    5,0

    Ein Auslandsjahr, das unter die Haut geht

    Ein Buch, das mich wirklich erwischt hat. Joachim Meyerhoff erzählt von seinem Auslandsjahr in Amerika – autobiografisch, ehrlich und mit einer Unmittelbarkeit, die einen sofort mitnimmt. Es gibt Stellen, die einen zum Lachen bringen, und Stellen, die einem das Herz schwer machen. Was das Buch so besonders macht, ist die Ironie eines Siebzehnjährigen, die Meyerhoff so treffend einfängt, dass man das Gefühl hat, wirklich in seinem Kopf zu sein. Diese Perspektive ist so authentisch und lebendig, dass man sie sofort wiedererkennt. Ein außergewöhnliches Buch – und definitiv nicht das letzte aus dieser Reihe, das ich lesen werde.

    Ein Auslandsjahr, das unter die Haut geht

    7. Juni 2026

3 von 55 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Joachim Meyerhoff

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch«. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Für die Live-Lesung von »Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis.

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