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Romane

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

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Über das Buch

Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.

Editionen (6)

ISBN9783832197483
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum03.01.14
Seitenzahl320

Merkmale

1 Bewertungen

LangsamMittelAnschaulichMinimalistischPoetischUngewöhnlich

Rezensionen & Bewertungen

311 Bewertungen

51 Rezensionen

3,9

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  • literatur.phantast
    literatur.phantast

    189 Follower

    4,5

    Sehr tiefgründig und vielschichtig

    Es war eine spontane Entscheidung dieses Buch zu kaufen. Ich las von Murakami bereits ein Buch (Kafka am Strand), welches damals vielleicht zu früh für mich war. Nun ließ mich irgendetwas zu "Die Pilgerjahre des Farblosen Herrn Tazaki" greifen, in dem es um den Titelgebenden Tsukuru Tazaki geht. Einem Mann mittleren Alters, der in seiner Jugendzeit eine besondere Freundschaft mit einer Clique hatte - und eines Tages brutal aus dieser ausgeschlossen wurde. Ohne Erklärung. Viele Jahre hat Tsukuru darunter zu leiden, bis er sich schließlich doch aufmacht endlich zu erfahren warum ihm dieser Schmerz zugefügt wurde... Ein wunderbar tiefgründiges und vielschichtiges Buch, das mit seiner klaren, feinen Sprache viele Saiten in mir zum schwingen brachte. Dabei gab es auch immer wieder auch philosophische Gespräche und Gedanken, die ich sehr ansprechend und interessant fand. Eine Geschichte die sich mit dem eigenen Schmerz befasst und den Mut zeigt, was möglich sein kann, wenn man sich diesem Schmerz stellt. Eine Reise der Selbstakzeptanz und des erkennen des eigenen Wertes. "In diesem Moment erkannte Tsukuru Tazaki es. Er begriff endlich in den Tiefen seiner Seele, dass es nicht nur die Harmonie war, die die Herzen der Menschen verband. Viel tiefer war die Verbindung von Wunde zu Wunde. Von Schmerz zu Schmerz. Von Schwäche zu Schwäche. Es gab keine Stille ohne den Schrei des Leides, keine Vergebung, ohne dass Blut floss, und keine Überwindung ohne schmerzhaften Verlust. Sie bildete das Fundament der wahren Harmonie." Alles in allem ein besonderes Buch.

    17. Sept. 2025

  • 3,0

    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki von Haruki Murakami #hörbuchhamburg ⏺️ Wenn meine Fahrten zur Arbeit nicht so langweilig wären, dann hätte ich das Buch schon mehrmals abgebrochen. . So habe ich das Hörbuch zu Ende gehört. Und es war zum Glück auch nicht alles schlecht. . Ich wollte den Autor oder das Buch so gerne mögen. Er schreibt ein Bestseller nach dem anderen. Seine Werke haben Fans und werden verehrt. . Nun mochte ich das Buch nicht. Dadurch habe ich das Gefühl ungebildet und „einfach gestrickt“ zu sein. Aber ich möchte trotzdem ehrlich sein. . Das Buch hat einen trostlosen und traurigen Grundton. . Der Protagonist verliert aus ihm unbekannten Gründen den Kontakt zu seinen Freunden, seiner Clique. Alle brechen gleichzeitig den Kontakt zu ihm ab. Das ist traurig und er stürzt in ein tiefes Loch. . Traumatische, nicht glückliche Jahre später zwingt ihn seine aktuelle Liebelei dazu, sich der Vergangenheit zu stellen. Zu fragen und nachzuforschen. . Fazit: die Liebesgeschichten sind traurig. Die Recherche des Protagonisten ist nicht spannend und nicht schwierig. Nicht alles wird geklärt oder aufgeklärt. Ich blieb mit einer gedämpften Stimmung, emotionslos und unaufgeklärt zurück. . Ich habe nicht gelacht, ich habe nichts gelernt, ich war nicht emotional involviert. Ganz ehrlich ich habe Liebesromane gelesen, bei denen die Entwicklung der Protagonisten mehr Gedankengänge bei mir ausgelöst haben, als diese gelobte Literatur. Ich denke ich brauch einen anderen Zugang zu den Protagonisten… Traurigkeit ist wohl nicht meins

    30. Juni 2026

  • readwithxbibi
    readwithxbibi

    159 Follower

    1,0

    Aus feministischer Sicht Katastrophe

    Ich kann nicht viel schreiben ohne zu spoilern, die weiblichen Rollenbilder sind hier schrecklich misogyn, Opfer und Täter zugleich ich weiß gar nicht wie ichs richtig beschreiben soll. Das Ende einfach so unbefriedigend. Frauen erfinden nicht einf V**** oder sonstige Misshandlungen oder schieben sie einfach anderen in die Schuhe!!! Das macht mich so wütend. So hat man wieder ein komplett falsches Bild von Täter und Opfer

    29. Jan. 2026

3 von 51 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 320100%
yggdrasil
yggdrasil19. Feb. 2025

Eine Pilgerreise zum Wesen der eigenen Identität und zur wahren Natur der Selbstakzeptanz. Ein wunderbares Buch über die Fähigkeit und das Unvermögen zum Wachstum.

Autorin / Autor

Über Haruki Murakami

HARUKI MURAKAMI, 1949 in Kyoto geboren, lebte längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Werk erscheint in deutscher Übersetzung bei DuMont. Zuletzt erschienen die Romane ›Die Ermordung des Commendatore‹ in zwei Bänden (2018), in einer Neuübersetzung ›Die Chroniken des Aufziehvogels‹ (2020), der Erzählband ›Erste Person Singular‹ (2021), ›Murakami T‹ (2022) und ›Honigkuchen‹ (2023).

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