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Romane

Das gelbe Haus

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Über das Buch

Die siebzehnjährige Hana träumt von einer besseren Zukunft für sich und ihre Mutter, doch das Leben meint es nicht gut mit ihr. Es ist kurz vor der Jahrtausendwende, und in Japan ist die Wirtschaft ins Stocken geraten. Als die ältere Kimiko Hana unter ihre Fittiche nimmt, wird sie Teil einer neuen, selbst gewählten Familie: einer bunt zusammengewürfelten Gruppe von jungen Frauen, die am Rande der Gesellschaft leben. Unter der Führung von Kimiko übernehmen sie eine Bar, und zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt Hana ein gewisses Maß an Freiheit und Sicherheit. Doch als das Geld zur Neige geht, sieht sie keine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt ehrlich zu verdienen, und so rutscht Hana immer tiefer in eine kriminelle Parallelwelt, aus der es scheinbar kein Zurück mehr gibt. In ihrem neuen Roman erzählt Mieko Kawakami eindringlich von der Hoffnung, die eine Wahlfamilie verspricht, und widmet sich scharfsinnig der Illusion des freien Willens und der Frage nach menschlicher Würde. ›Das gelbe Haus‹ erreichte Platz 5 beim SPIEGEL-Buchpreis 2025.

Editionen (2)

ISBN9783755805830
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum11.08.26
Seitenzahl528

Rezensionen & Bewertungen

60 Bewertungen

15 Rezensionen

3,7

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  • claudisbookbox
    claudisbookbox

    12 Follower

    3,5

    Milieustudie über Frauen im Rotlichtmilieu Japans. Schockierend ehrlich.

    Hana erfährt in der Zeitung, dass ihre ehemalige Mitbewohnerin und Gönnerin vor Gericht steht. In Rückblenden erzählt sie sehr ausführlich von ihrer Wahlfamilie, für die sie stets das Beste wollte, von der Glück versprechenden gelben Farbe, über Yeong-su, der als Koreaner verspottet wurde, und über Menschen, die Hanas Unwissenheit schamlos ausnutzten. Sozialstudie über Frauen, die an falsche Gönner geraten, immer arbeiten, aber auf keinen grünen Zweig kommen.

    5. Apr. 2026

  • yanniswe
    yanniswe

    11 Follower

    4,0

    Beeindruckend ehrlich!

    Man lernt viel über den Abgrund der Gesellschaft, die Dynamiken des Zusammenlebens und die Reflexion des (eigenen) Verhaltens! Kann ich empfehlen!

    15. März 2026

  • aygen_e
    aygen_e

    139 Follower

    5,0

    Sternebewertung fiktiv

    Kawakami, die schon mit „Heaven“ berührende Welten geschaffen hat, zeigt hier erneut ihre Meisterschaft. Atmosphärisch dicht, emotional fordernd, mit Figuren, die sich einprägen. Im Mittelpunkt steht Hana. Als Kind wächst sie in Vernachlässigung auf, die Mutter arbeitet als Hostess, das Zuhause besteht aus kleinen Geldbeträgen in einer Blechdose, die für Essen, Strom und Wasser reichen müssen. Zuwendung? Fehlanzeige. Doch eines Tages taucht Kimiko auf, eine Bekannte ihrer Mutter. Für Hana bedeutet das zum ersten Mal, jemand sieht sie, hört zu, fragt nach. Kimiko wird eine Konstante, und irgendwann beschließen beide, eine kleine Bar zu eröffnen „das Lemon“, in einem gelben Haus. Was als Aufbruch beginnt, entwickelt sich zur Spirale der Abhängigkeit. Zwei weitere junge Frauen, Ran und Momoko, ziehen ein. Aus Euphorie wird Ernüchterung, aus Gemeinschaft ein toxisches Geflecht aus Alkohol, Männern, Demütigungen. Und schließlich ein tragischer „Unfall“. Zwanzig Jahre später holt Hana die Vergangenheit wieder ein, als sie in den Nachrichten von einer Frau liest, die angeklagt ist, eine andere über Monate eingesperrt und misshandelt zu haben. Der Name „Kimiko“ trifft sie wie ein Schlag. Kawakami entfaltet auf über 500 Seiten ein vielschichtiges Drama über Narben, die niemals wirklich heilen, über Vertrauen, das verraten wird, und über die zerstörerische Kraft toxischer Beziehungen. Dieses Mal kein schmales Buch, sondern ein großer, wuchtiger Roman, der dennoch von Anfang bis Ende fesselt. „Das gelbe Haus“ ist eine Geschichte über Freundschaft und Verrat, über die Suche nach Zugehörigkeit und den Schmerz, wenn Nähe zerstört. Ein Roman, der verstört, aufrüttelt und lange nachhallt.

    21. Aug. 2025

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Mieko Kawakami

MIEKO KAWAKAMI, geboren in Osaka, ist die Autorin des internationalen Bestsellerromans ›Brüste und Eier‹ (DuMont 2020). Für ihr Werk wurde Kawakami u. a. mit dem Akutagawa-Preis, dem Tanizaki-Preis und dem Murasaki-Shikibu-Preis ausgezeichnet. Ihr Roman ›Heaven‹ (DuMont 2021) stand auf der Shortlist für den International Booker Prize 2022 und ›All die Liebenden der Nacht‹ (DuMont 2023) auf der Shortlist für die National Book Critics Circle Awards 2023. Sie lebt in Tokio.

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