Blick ins Buch

Romane

Wir sitzen im Dickicht und weinen

4,0(106)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Valerie hat nicht die einfachste Beziehung zu ihrer Mutter. Am besten klappt es, wenn die beiden einander nur selten sehen. Doch eine Krebsdiagnose schafft neue Tatsachen - vom einen Tag auf den anderen muss Valerie für ihre Mutter da sein, ganz gleich, wie schwer ihr das fällt. Und sie bekommt es mit der Angst zu tun: Was, wenn dies tatsächlich das Ende ist? Als zeitgleich Valeries Sohn beschließt, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, droht ihre Welt vollends aus den Fugen zu geraten.

»Ein kluger, vielschichtiger Roman, der traurig-schön davon erzählt, was Familie mit uns macht.« CAROLINE WAHL

Editionen (2)

ISBN9783751759595
VerlagEichborn
Erscheinungsdatum26.01.24
Seitenzahl206

Rezensionen & Bewertungen

106 Bewertungen

30 Rezensionen

4,0

Tippen zum Filtern

  • lena.th
    lena.th

    168 Follower

    5,0

    Dieser Roman befasst sich mit der Beziehung zwischen Müttern und ihren Kindern über verschiedene Zeitebenen. War ein recht trauriges Buch, aber ich finde man kann viel mitnehmen und vielleicht die ein oder andere Sache in der Kindererziehung besser machen als die Mütter in diesem Buch. Obwohl natürlich niemand unfehlbar ist und irren menschlich ist.

    2. Feb. 2024

  • seifenblasenblues
    seifenblasenblues

    332 Follower

    3,0

    Mhm, schwierig.. es ist definitiv kein Buch was man gelesen haben muss. Das Thema war schon interessant, was erlebt man in der eigenen Kindheit, was davon überträgt man davon wiederum auf seine Kinder usw. Aber für die Fülle an Rückblenden ( die teilweise mehr als verwirrend sind) war mir das Buch zu dünn. Und der Kern bleibt emotionslos.

    20. Feb. 2024

  • literaturentochter
    literaturentochter

    203 Follower

    5,0

    Einer meiner Lieblingssätze ist »Wir sitzen alle im gleichen Kino und jeder sieht einen anderen Film«. Diese Aussage passt wohl perfekt zum unterschiedlichen Erleben von Valerie und ihrer Mutter Christina. Durch diese unterschiedliche Wahrnehmung, die bereits in der Kindheit für beide spürbar wird, entfernen sich Mutter und Tochter immer weiter voneinander. Im Erwachsenenalter haben sich die beiden nicht mehr viel zu sagen – bis zur Krebsdiagnose der Mutter. Tochter Valerie soll nun eine Stütze für ihre Mutter darstellen, dies fordert Christina immer wieder deutlich ein. Doch Valerie ist selbst Mutter und hat damit genug zu tun. Ihr Sohn Tobi ist 16 Jahre alt und möchte über die Schule ein Jahr im Ausland verbringen. Während Tobi eifrig plant, löst dieses Vorhaben bei Mutter Valerie Sorge aus. Diese emotionale Doppelbelastung bringt Valeries Welt ins wanken. In knackig kurzen Kapiteln schreibt Felicitas Prokopetz über Mutterschaft und Tochtersein. Dabei sind ihre Figuren greifbar. So sehr ich mich mit Valerie solidarisieren möchte, so sehr verabscheue ich ihre Mutter und noch mehr die männlich gelesenen Charaktere in diesem Buch. Einzige Ausnahme bildet hier Sohn Tobias, dieser genießt Welpenschutz. Alle Frauen* unterliegen streng der stereotypen Rollenverteilung – das Patriachat läuft zur Höchstform auf. Beim Lesen ist ein unangenehmes piksen zu spüren, zum Beispiel wenn von Valeries Freundin Julijana die Rede ist, die erschöpft aus der Küche winkt, während ihr Mann Stefan am Tisch eine heitere Miene auflegt. »Mit seinem [Stefans] guten Einkommen kauft er sich von allen häuslichen Pflichten frei; dass auch Kinderbetreuung und Haushaltshilfe koordiniert werden müssen dass jemand Lebensmittel einkaufen, Schulsachen kontrollieren und Geburtstagspartys organisieren muss, bereitet ihm kein Kopfzerbrechen« (S. 43). Die Autorin hält uns einen Spiegel vor: Welche Anforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen werden an Frauen* und Mütter gestellt und wie unterscheiden sich diese im Wandel der Zeit. So hat Valeries Oma, im Vergleich zu ihrer Enkelin mit anderen Hürden und Vorurteilen zu kämpfen, als sie sich entscheidet, ihre Kinder alleine großzuziehen. Auch wenn sich der äußere Rahmen verändert, werden dysfunktionale Erziehungsstrukturen und Muster an die nächste Generation weitergegeben. Valeries Mutter Christina ist in ihrer Art schwierig. Warum dies so ist, wird jedoch in den Kapiteln deutlich, in denen Christina noch ein Kind ist – unter der Erziehung ihrer Eltern leidet und es doch nicht schafft, es selbst besser zu machen, als sie Valerie großzieht. Dieses Buch hat heftig an meinen Emotionen gerüttelt. Puh, was für ein starkes Debüt. Für mich ein absolutes Highlight, welches ich euch krass ans Herz legen möchte. Lest es! CN: Gewalt, Abtreibung, patriarchale Strukturen.

    20. Feb. 2024

3 von 30 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Felicitas Prokopetz

Felicitas Prokopetz studierte Philosophie an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Texterin in Wien.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick