Blick ins Buch

Romane

Wenn die Tage länger werden

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Über das Buch

»Wie ein Sommerabend mit der besten Freundin.« BRIGITTE

Es ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass die alleinerziehende Musiklehrerin Lisa einen Sommer ohne ihren Sohn vor sich hat. Doch die lang ersehnte Freiheit bringt auch Zweifel mit sich. Da ist die Sehnsucht nach ihrem Kind und die Frage, was für eine Frau sie eigentlich ist, wenn sie mal keine Mutter ist. Auf der Suche nach einem Restaurator für ihre alte vernachlässigte Geige begegnet sie der Obstbäuerin Ute in ihrem Kirschgarten, einer Frau, die keine Zeit mehr für Kompromisse hat. Bald wird Lisa klar, dass die Frage nach ihr selbst eng mit all dem verknüpft ist, worüber in ihrer Familie stets geschwiegen wurde. Und sie erfährt die unwiderstehliche Magie eines Sommers zwischen den Abgründen der Vergangenheit und der Ahnung einer neuen Freiheit.

Zwei Frauen, eine alte Geige und die unwiderstehliche Magie eines Sommers – niemand schreibt so flirrend leicht und schön über Identität und Weiblichkeit wie Bestsellerautorin Anne Stern.

»Nachdenklich und lebensecht« emotion

»Dass der Sommer ein Neustart in ein anderes Leben sein kann, beweist dieser wunderschöne Roman.« Freundin

Editionen (2)

ISBN9783746643113
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum13.05.26
Seitenzahl383

Rezensionen & Bewertungen

212 Bewertungen

49 Rezensionen

4,0

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2585 Follower

    3,5

    Düsterer als angenommen

    Das war ein sehr schönes und auch wichtiges Buch, an das ich aber mit völlig falschen Erwartungen herangegangen bin. Wirklich wie man es macht, es ist immer verkehrt 😅. Lese ich den Klappentext konzentriert und mit allen Details, dann fühle ich mich gespoilert 😂. Lese ich den Klappentext nur grob und male mir selbst etwas aus, dann bin ich enttäuscht. Ich muss echt mal klar kommen. Jedenfalls geht’s darum in „Wenn die Tage länger werden“: Lisa verbringt den Sommer zum ersten Mal allein, weil ihr Sohn Paul mit dem Papa in dessen Heimat Polen fährt. Zwischen Schuldgefühlen und dem Wunsch, wieder mehr für sich zu tun, beschließt sie ihre alte Geige zu restaurieren und lernt so die schwerkranke Ute und deren Vater Hans kennen. Gemeinsame dunkle Familiengeheimnisse werden nach und nach aufgedeckt. Das war mein erstes Buch der Autorin und der Schreibstil hatte mich sofort für sich eingenommen. Bei den ersten Kapiteln dachte ich noch, wow, das ist ein totales Highlight, richtig sommerlich und frisch und auch echt interessant von den Themen her. Ich bin ehrlich, das hat sich im Verlauf der Geschichte dann geändert. Das Thema, das nachher im Vordergrund steht, ist sehr sehr wichtig und ich lese da hin und wieder auch Bücher drüber. Hier habe ich einfach nicht damit gerechnet und die Lektüre war mir etwas zu düster und zu schwer. Die Sache mit der Geige wurde auch sehr in die Länge gezogen. Ich hatte mir Lisas Sommer etwas anders ausgemalt, aber insgesamt war es auf jeden Fall ein gutes und lesenswertes Buch. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 3,5/5⭐️⭐️⭐️

    Düsterer als angenommen

    3. Juni 2025

  • 4,0

    Was macht eigentlich die Mutterschaft mit einer Frau? Wie sehr ist man dann "nur" noch Mutter? Gibt sie ein großes Stück ihrer Persönlichkeit auf? Fragen, die sich Lisa stellt, als ihr Ex-Freund den gemeinsamen Sohn Paul für 3 Wochen mit nach Polen zu seinen Eltern nimmt. Das Gefühl, das ihr etwas elementares dadurch genommen wurde, wird nach und nach durch ein Gefühl der Freiheit ersetzt. Dann überkommt Lisa wieder der Gedanke eine schlechte Mutter zu sein, weil sie diese kurze Zeit der Freiheit genießt. Um sich abzulenken, beschließt Lisa ihre alte Geige reparieren zu lassen und setzt damit eine Flut von Gefühlen und Ereignissen in Gang, die sie nie erwartet hätte. Ich hätte, gerade am Anfang des Romans, nie so viel Tiefgang erwartet. Es begann so leicht und unbeschwert, fast schon belanglos. Doch von Seite zu Seite ging es tiefer. Fragen über Frau- und Muttersein. Das Treffen auf Ute, der eine Partnerschaft und Kinder nicht vergönnt waren. "Ich bin, zumindest in den Augen mancher, eigentlich gar nichts. Ich bin immer allein. Eine Frau, Singular." Aber eigentlich war sie nie unzufrieden mit ihrem Leben. Nur diesen "Plumpsack", diesen Tumor, den hatte sie wirklich nicht in ihr Leben eingeladen. Und dann ist da noch das Thema der Raubkunst aus der Zeit der Naziherrschaft und der Enteignung des Besitzes von Juden, in diesem Fall, einer wertvollen Geige. Das fand ich sehr kunstvoll eingewoben in den Roman und hat mir sehr gut gefallen. Ein wirklich schön zu lesender Roman, der trotz der relevanten Themen gut in den Sommer passt. Lecker mit Kirschen zu genießen!

    29. Juni 2025

  • bichereule
    bichereule

    94 Follower

    4,5

    Anne Stern gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und so habe ich zu dem Buch gegriffen, ohne den Klappentext zu lesen. War gar nicht schlecht, denn so wurde ich im Laufe des Buches von Themen über überrascht, die ich überhaupt nicht erwartet hatte. Leise, sprachlich brillant und manchmal schon etwas philosophisch wird über Lisa, eine alleinerziehende Enddreißigerin erzählt. Ihre Selbstzweifel, die schwierige Beziehung zur Mutter und ihre Rolle im Leben stehen zunächst im Mittelpunkt. Dann aber, als ob ein Sturm aufzieht, nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Lisa kramt nämlich ihre alte Geige raus, die ihres Wissens nach von ihrem Opa stammt. Und auf einmal spielen viele (wichtige) Themen rein, vielleicht ein klein bisschen viel? Das entscheidet selbst. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und empfehle es von Herzen weiter.

    14. Juni 2025

3 von 49 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Anne Stern

Anne Stern, geboren 1982 in Berlin, ist promovierte Germanistin, Historikerin und Bestsellerautorin. Bei Aufbau erschienen von ihr zuletzt die Romane »Drei Tage im August«, »Lindy Girls« und »Wenn die Tage länger werden«. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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