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Afghanistan

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Über das Buch

Natalie Amiris Buch ist ein Kaleidoskop dramatischer Zeugnisse aus der Zeit nach der erneuten Machtübernahme durch die Taliban, eine eindringliche Reportage – und eine präzise Analyse des westlichen Versagens.

»Frauen waren frei. Nun müssen wir Frauen Burka tragen, uns komplett verhüllen. Im Vergleich zu anderen – selbst islamischen – Ländern und unseren Nachbarländern haben Menschen in Afghanistan nicht die gleichen Rechte. Wir sind ein Volk, das in die Vergangenheit zurückkatapultiert wurde und ein schweres Leben vor sich hat. Frauen werden in ihren Häusern eingesperrt bleiben. Die Mädchenschulen sind geschlossen worden. Die Rechte der Frauen und das Recht der Jugend auf eine Zukunft sind verloren gegangen. Die Mehrheit der Bevölkerung in Afghanistan sind Frauen. Was haben wir? Wir haben nichts mehr.«

Nachdem der Westen Afghanistan im Stich gelassen hatte, unternahm die preisgekrönte Journalistin Natalie Amiri die riskante Reise an den Hindukusch. Dort tauchte sie ein in ein Land, dessen Bewohner:innen sich mit dem neuen Regime arrangieren müssen, sprach mit Frauen, die unter Todesgefahr für ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen. Ihre Reportage geht unter die Haut und mündet in Lehren, die Deutschland und der Westen aus ihrem Versagen ziehen müssen.

»Natalie Amiri ist nicht nur Journalistin: Sie ist eine empathische Zuhörerin, eine anteilnehmende Beobachterin. Sie erstattet Bericht für Menschen, die genau dies nicht tun können, ohne dabei ihr Leben aufs Spiel zu setzen. So entsteht ein viel umfassenderes Bild von Afghanistan, als es jede News-Meldung je vermitteln könnte.« Düzen Tekkal, Autorin, Kriegsberichterstatterin, Gründerin von »#GermanDream«

»Natalie Amiris packender Bericht ist Pflichtlektüre für alle, die die Katastrophe Afghanistans und ihre Folgen verstehen wollen.“ Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der »Münchner Sicherheitskonferenz«

Editionen (3)

ISBN9783746640747
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum10.10.23
Seitenzahl255

Rezensionen & Bewertungen

45 Bewertungen

7 Rezensionen

4,5

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  • 5,0

    Nach „Zwischen den Welten“ wieder ein gelungener Einblick in ein von Krieg und Aufständen gebeuteltes Land, bei dem die Hilfe aus dem Westen versagt hat.

    30. Mai 2024

  • christoph.n
    christoph.n

    25 Follower

    5,0

    Natalie Amiris engagiertes Buch ruft die Tragödie Afghanistans, insbesondere aus der Zeit von der militärischen Intervention der NATO 2001 bis zur Machtübernahme der Taliban 2021 noch einmal in Erinnerung. Besonders beleuchtet wird das Schicksal der Frauen. Amiri erzählt von der Hybris des Westens beim "nation building", dem Wecken unerfüllbarer Hoffnungen bei den Bürgern von Kabul, dem Nicht-Erreichen bzw. Nicht-Verstehen der Mehrheitsbevölkerung auf dem Land, sie berichtet von massenhafter Korruption und Kontrollverlust bei der Geldvergabe für Entwicklungsprojekte und letztlich vom überstürzten Truppenabzug mit den bekannten fatalen Folgen für die Ortskräfte und ihren Angehörigen bis heute. Zeugen im immer noch arbeitenden Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages sagten aus, dass aufseiten des Innenministeriums und des Auswärtigen Amtes schlicht der Wille gefehlt habe, die Ortskräfte sicher und geordnet auszufliegen. Man habe die Abläufe verzögert, bis es zu spät war. Beim Lesen habe ich mich selbst gewundert, wie schnell das ganze Thema bei mir schon in Vergessenheit geraten ist. Fazit: Unbedingt lesen! P.S.: Ich bin schon gespannt auf die Befragungen von Maas, Seehofer, Merkel, AKK und dem ehemaligen Entwicklungsminister Müller im Untersuchungsausschuss Ende 2024. Übrigens: Vizekanzler zur Zeit des Abzugs war ein Herr namens Scholz.

    18. Juli 2024

  • luis_knmth
    luis_knmth

    28 Follower

    5,0

    Ich bin begeistert und schockiert. Vielen Dank für diese Einblicke in ein Land, welches so viel besseres verdient hat. Über das Leid dieser Menschen muss(!) jeder bescheid wissen! Jeder sollte dieses Buch lesen!

    7. Jan. 2024

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Natalie Amiri

Zwischen Perserteppichen und Bio-Gemüse wuchs Natalie Amiri, 1978 geboren, im gutbürgerlichen München auf. Die Tochter einer Deutschen und eines Iraners studierte Diplom-Orientalistik und Islamwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) führte sie an die Universitäten von Teheran und Damaskus. Seit 2011 vertritt sie die Korrespondenten in den ARD-Studios des BR, unter anderem in Istanbul, Athen und Rom. Seit 2014 moderiert sie den „ARD-Weltspiegel" aus München sowie das BR-Europa-Magazin "Euroblick". Ab 2015 leitete Natalie Amiri das ARD-Büro in Teheran. Im Mai 2020 wurde sie vom Auswärtigen Amt gewarnt, aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Iran einzureisen und musste daher die Leitung des Teheraner Fernsehstudios abgeben. Sie wurde im Mai 2022 vom "medium magazin" zur Journalistin des Jahres gekürt (Platz 1 in der Kategorie "Politik")Bei Aufbau erschien zuletzt „Afghanistan. Unbesiegter Verlierer“ (2022).

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