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Romane

Jugend ohne Gott

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Über das Buch

Der längst zum Literaturkanon zählende Roman Jugend ohne Gott zeichnet die Anfangszeit des Dritten Reichs aus der Innenperspektive nach – in Person eines Lehrers und seiner Schüler. Der Gymnasiallehrer, der einen seiner Schüler wegen rassistischer Äußerungen zur Seite genommen hatte, wird daraufhin vom Rektor einbestellt und auf ein verpflichtendes Zeltlager mit den Schülern geschickt. Auf dem Land angekommen, geraten die Dinge nach einem Diebstahl in eine Spirale, die weder die Kinder noch der Lehrer aufhalten können. Anpassungsmechanismen, Manipulation und zunehmende Repression stehen dem verzweifelten Versuch des Gymnasiallehrers gegenüber, in Gesprächen mit dem Dorfpfarrer zu seelischer Klarheit zu gelangen. Der selbsternannte Weltbürger Ödön von Horváth ist nicht nur ein Chronist seiner Zeit, sondern auch eine wichtige Stimme gegen den Faschismus. Seine große Gabe ist es, die von ihm beobachteten Menschen mit ihren Alltagsproblemen und ihrer Sprache aufs Papier zu bringen – »die Welt so zu schildern, wie sie halt leider ist.« Die schonungslosen, kritischen und pointierten Aussagen dieses Klassikers der Moderne verfehlen ihre unmittelbare Wirkung bis heute nicht.

Editionen (43)

ISBN9783737412674
Verlagmarix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
Erscheinungsdatum01.10.25
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

516 Bewertungen

62 Rezensionen

3,6

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  • mary_liest_
    mary_liest_

    264 Follower

    3,0

    Leider hat mir der Schreibstil überhaupt nicht gefallen, es war mir auch teilweise zu wirr... Das Thema ist aber interessant, daher auch die 3 Punkte.

    25. Mai 2025

  • pao
    pao

    189 Follower

    3,5

    Mal wieder einen Klassiker gelesen. Anfangs hatte ich Bedenken, weil die Schreibweise bei alten Büchern doch oft recht gewöhnungsbedürfig ist , hier ging’s aber doch recht flott zu lesen. Passt auch gut in die heutige Zeit. Auch wenn die Wortwahl natürlich schwer zu ertragen ist aber damals normal war ( das N-Wort)

    9. Jan. 2026

2 von 62 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ödön von Horváth

Ödön von Horváth (1901–1938) wurde im heutigen Kroatien geboren und wuchs in Belgrad, Budapest, München und Murnau auf. Nach zweijähriger Studienzeit in München im Bereich der Literatur- und Kunstwissenschaft, entschied er sich als Schriftsteller zu arbeiten. Vor allem als Bühnenautor feierte er bald große Erfolge. Horváth warnte in seinen Stücken vor dem erstarkenden Faschismus und wurde ab 1933 mit einem Aufführungsverbot belegt. Er kam 1938 auf tragische Weise durch einen herabstürzenden Ast bei einem Unwetter in Paris ums Leben. Heute hat sein Werk zahlreiche Verfilmungen erfahren und gehört zur Schullektüre.

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