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Romane

Jugend ohne Gott

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Über das Buch

Eine Jugend, die überfordert ist von der Propaganda, die ihr aus den neuen Massenmedien entgegenschallt, von Krisen, die allerorten beschrien werden, von einer von Ideologie und Rassismus durchdrungenen Gesellschaft, von ihrerseits überforderten Erwachsenen – kommt einem verdächtig bekannt vor? Es geht bei Ödön von Horváth nicht um unsere heutige Jugend und die Sozialen Medien. Jugend ohne Gott spielt zwischen 1934 und 1936 und es dreht sich nicht nur um die Frage, wer den Schüler N ermordet hat, sondern vor allem um eine gedankenlose, verrohte Generation, die, umgeben von menschenverachtender Propaganda, Moral und Menschlichkeit den Kampf angesagt hat. Ein leider nur allzu aktuelles, verstörend eindrückliches Meisterwerk, mehrfach verfilmt, bis heute nicht nur, aber auch Schullektüre. Mit Anmerkungen, einem einordnenden Nachwort und Zeittafel von Guntram Zürn.

Editionen (43)

ISBN9783520874023
VerlagAlfred Kröner Verlag
Erscheinungsdatum30.09.26
Seitenzahl180

Rezensionen & Bewertungen

516 Bewertungen

62 Rezensionen

3,6

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  • mary_liest_
    mary_liest_

    264 Follower

    3,0

    Leider hat mir der Schreibstil überhaupt nicht gefallen, es war mir auch teilweise zu wirr... Das Thema ist aber interessant, daher auch die 3 Punkte.

    25. Mai 2025

  • pao
    pao

    189 Follower

    3,5

    Mal wieder einen Klassiker gelesen. Anfangs hatte ich Bedenken, weil die Schreibweise bei alten Büchern doch oft recht gewöhnungsbedürfig ist , hier ging’s aber doch recht flott zu lesen. Passt auch gut in die heutige Zeit. Auch wenn die Wortwahl natürlich schwer zu ertragen ist aber damals normal war ( das N-Wort)

    9. Jan. 2026

2 von 62 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ödön von Horvath

Horváth, Ödön von, 9. 12. 1901 Fiume – 1. 6. 1938 Paris. Diplomatensohn aus ungar. Kleinadel. Jugend in Belgrad, Budapest, München, Preßburg, Wien; 1919 Stud. Philos., Germanistik, Theaterwiss. München, 1923 freier Schriftsteller in Murnau/Staffelsee, 1924 Berlin (M. Reinhardt, G. Gründgens); emigrierte 1934 nach Wien und Henndorf b. Salzburg, 1938 über Budapest, Prag, Zürich, Amsterdam nach Paris; auf den Champs Elyse´es von stürzendem Ast erschlagen. – Gesellschafts- und moralkrit. Dramatiker und Erzähler vom realist. Stil mit e. zwischen aufgelockertem Humor, moral. Ernst und bitterer Satire spielenden Grundstimmung. Pädagog. aufklärer. Zeit- und Volksstücke aus dem Alltagsleben einfacher Leute demaskieren falsches Bewußtsein, moral. Fehlhaltungen und hintergründige Bösartigkeit des Kleinbürgertums in scharf gezeichneten Figuren innerhalb e. fast naturalist. Milieus bis hin zur tragikom. Groteske. Romane über das Wesen der Diktatur. Starke Wirkung auf das mod. Volksstück.

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