Blick ins Buch

Jugendbücher

Sturm

3,6(24)
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Über das Buch

Ein aktuelles Jugendbuch, das vor der Kulisse Kanadas Umweltschutz und Klimaaktivismus thematisiert.

Eigentlich haben Nora und Johan nichts gemein außer einer gegenseitigen tiefen Verachtung. Sie ist eine militante Klima- und Tierschützerin aus Deutschland und er ist ein junger, wortkarger Fischer an der kanadischen Küste, der jeden Tag Tiere tötet und sich auch gar nichts anderes vorstellen kann. Als ein Gericht Nora zu Sozialstunden auf seinem Schiff verurteilt, beginnen stürmische Zeiten. Zuerst nur zwischen den beiden. Dann aber gerät das Schiff weit draußen auf dem Atlantik in den schlimmsten Hurrikan seit Menschengedenken. Dieser Sturm verändert alles. Auch ihre Sicht aufeinander.

Editionen (1)

ISBN9783734854187
VerlagMagellan
Erscheinungsdatum19.01.23
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

4 Rezensionen

3,6

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  • 4,0

    Sturm

    "Sturm" hat mich überrascht. Es ist eigentlich ein Jugendbuch, welches jedoch Themen aufgreift, die aufrütteln und nachdenklich stimmen. Neben dem Klima- und Tierschutz werden die Themen Überfischung, Existenzängste und familie Probleme sowie Aktivismus und seine Folgen behandelt. Nicht jedes Thema geht dabei in die Tiefe, aber sie werden offen angesprochen und erste Denkanstöße werden dem Lesenden gegeben. Die Geschichte rund um die Aktivistin Nora und dem Fischer Johan ist durchaus spannend. Die Spannung zwischen den beiden jungen Erwachsenen ist geprägt von Vorurteilen und Misstrauen. Nora wurde als Beobachterin auf dem Schiff von Johan eingesetzt. Sie soll dokumentieren, was die Fischer einfangen und wie sie es machen und ob sie sich an die Regeln halten. Der junge Fischer Johan sieht sich bevormundet und gegängelt, während die großen Fischereien das Meer leeren, wird er immer mehr in seiner Arbeit behindert und in seiner Existenz bedroht. Der Hurrikan baut sich über die Seiten auf und wird immer stärker während Nora immer mehr realisiert in welcher gefährlichen Situation sie sich befindet. Aber sie kämpft mit Johan an ihrer Seite um das Überleben. Gemeinsam müssen sie an einem Strang ziehen, wenn sie die rettende Küste erreichen wollen. Die Geschichte liest sich gut und der Schreibstil ist flüssig und zieht den Lesenden mit. Einige Punkte aus der Welt der Fischerei kannte ich noch nicht und fand sie recht interessant. Andere Ereignisse wie z.B. ein 18jähriges Mädchen mit sozialen Problemen allein nach Kanada auf ein Schiff als Beobachterin zu schicken, waren mir zu unrealistisch. Dadurch sank für mich die Glaubwürdigkeit der Geschichte etwas. Jedoch wenn man diese kleinen Schwächen ausgeblendet, kann man sich in eine gefährliche und turbulente Reise begeben und ganz nebenbei noch etwas über den Klima- und Naturschutz lernen.

    Sturm

    24. Mai 2026

  • lilly.book
    lilly.book

    3 Follower

    3,5

    Ich fand die Gecshichte soweit gut nur irgendwie hat mich das Ende etwas verwirrt. Aber es ist gar nicht mal so schlecht.

    10. Dez. 2024

  • anna.dlm_
    anna.dlm_

    5 Follower

    2,0

    Ich bin ein bisschen unschlüssig, wie ich das Buch bewerten soll. Einerseits finde ich die Geschichte unglaublich atmosphärisch und eindrücklich beschrieben, sodass man sich total in die Szenerien einfinden kann. Nora ist eine starke Protagonistin und man erfährt viel von ihr und ihrer Vergangenheit. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Allerdings verstehe ich deshalb nicht, warum sie so widersprüchlich handelt und ihre Prinzipien so schnell bereit war zu vergessen. Ich finde, dass dieses Buch keine Liebesgeschichte gebraucht hätte. Das wirkte auf mich viel zu konstruiert und gestellt, und gerade mit Noras Vergangenheit fällt es mir schwer zu glauben, dass sie sich so schnell Menschen anvertrauen und hingeben kann. Außerdem habe ich die anderen Charakter (abgesehen vom Großvater) leider nur sehr oberflächlich kennengelernt, sodass mir eigentlich ziemlich egal war, was mit diesen passiert. Es wurde dann auf den letzten 50 Seiten noch versucht, dem „verschlossenem Bad Boy“ eine traurige Vergangenheit zu schaffen, jedoch war das für mich als Leserin nicht wirklich unerwartet und auch nicht besonders aufregend. Allgemein fand ich die Geschichte nicht sehr schlüssig und vom Pacing her komisch. Es wird so viel Zeit damit verbracht, eine Grundlage zu schaffen und dann ist alles viel zu schnell vorbei. Es wirkte auf mich, als hätte der Author zwar die Werkzeuge gehabt, ein wirklich gesellschaftskritisches Buch zu schreiben, aber hat dann auf halber Strecke gemerkt, dass das Buch ja für Jugendliche ist und noch ein bisschen Action und Liebe einbauen muss. Das hat es für mich leider wirklich kaputt gemacht. Letztendlich würde ich das Buch nicht weiterempfehlen, zumindest ab dem letzten Drittel nicht. Zwar hat es sich gut gelesen und eine schöne Atmosphäre geschaffen, die mich durch das Buch getragen hat, doch ohne das, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen.

    15. Juli 2025

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Christoph Scheuring

Christoph Scheuring, geboren 1957, hat in seinem Leben schon viel gesehen. Als Journalist für DER SPIEGEL, stern und DIE ZEIT hat er mit den Mächtigsten am Tisch gesessen und mit den Machtlosen auf der Straße gelebt. Seine Leidenschaft gehört besonders den Jugendlichen in den Randgebieten unserer Gesellschaft. Als Autor von Jugendromanen schreibt er über das Leben dort, wo es brüchig ist, wo es ausfranst, wo es wehtut. Dort, wo es interessant wird.

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