Alles ist schwierig, bevor es leicht wird: Daniela Dröscher erzählt so intensiv wie humorvoll von einer Frau, die endlich Verantwortung für das eigene Glück übernimmt.
Zeit ihres Lebens stand Ela wortwörtlich im Schatten ihrer Mutter. Deren dicker Körper, so die Überzeugung des Vaters, war für das Unglück der gesamen Familie verantwortlich. Nun ist Ela erwachsen, und es ist ihr eigener, ihr kranker, Körper, der sie verzweifeln lässt.
Kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion erlebt Ela einen Zusammenbruch. Während sie unbewusst mit der Frage ringt, ob sie ihren Platz in der akademischen Welt wirklich verdient hat, rebelliert ihr Körper: der Hals, das Herz, die Haut - Ela steht in Flammen und gerät in immer größere Panik.
So wie die Geschichte ihrer Mutter, der Daniela Dröscher ihren großen Romanerfolg Lügen über meine Mutter gewidmet hat, ist auch Elas späte Selbstfindung und Selbstermächtigung meisterhaft autofiktional konstruiert, psychologisch mitreißend und hinreißend komisch.
Das war mein erstes Buch von Daniela Dröscher und es hat mich größtenteils sehr mitgenommen. Es ist ein langer und schmerzhafter Weg, den die Protagonistin gehen muss, um sich, ihren Körper und ihre Familie verstehen zu können. Man leidet mit ihr während ihrer Odyssee von Arzt zu Arzt bzw. auf ihrem Weg ins Leben zurück.
Manchmal konnte ich mit den von ihr erfundenen Wörtern nichts anfangen und es gab einige Längen in Bezug auf die Entwicklung ihres Romans.
Insgesamt gesehen, ein sehr eindrückliches und nachdenklich machendes Buch mit vielen Facetten und Gefühlen.
7. Feb. 2026
4,0
Das war mein erstes Buch von Daniela Dröscher und es hat mich größtenteils sehr mitgenommen. Es ist ein langer und schmerzhafter Weg, den die Protagonistin gehen muss, um sich, ihren Körper und ihre Familie verstehen zu können. Man leidet mit ihr während ihrer Odyssee von Arzt zu Arzt bzw. auf ihrem Weg ins Leben zurück.
Manchmal konnte ich mit den von ihr erfundenen Wörtern nichts anfangen und es gab einige Längen in Bezug auf die Entwicklung ihres Romans.
Insgesamt gesehen, ein sehr eindrückliches und nachdenklich machendes Buch mit vielen Facetten und Gefühlen.
Die Farben des Covers haben mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Von Daniela Döschen habe ich bereits Lügen über meine Mutter gelesen. Das habe ich noch gut in Erinnerung. Und so war ich an diesem Buch ziemlich interessiert.
Ela steht kurz vor dem Abschluss ihrer Doktorarbeit. Das macht ihr Stress, ebenso ihr Gesundheitszustand. Sie hat Halsschmerzen und schnell kommen noch mehr Beschwerden dazu, so dass man sich schnell fragt, ob das psychpsomatisch ist. Bald erfahren wir von all ihren anderen Symptomen. Sie besucht viele Ärzte, die ihr nicht wirklich helfen können und sie probiert alles aus, um Hilfe zu bekommen. Auch in ihrer Familie dreht sich viel um Krankheiten und Genesung. Krankheit als Makel? Ist das so?, fragt sich unsere Ich-Erzählerin.
Es ist interessantund sogar spannend, Ela auf ihrem Weg der Erkenntnis und Entwicklung zu begleiten, will man doch wissen, was es ist und ob es Lösungen für die Probleme gibt. Und es ist auch schön, dass erneut Elas Mutter vorkommt.
Sprachlich gekonnt und garmonisch fließend. Anschaulich, modern, verständlich, einfühlsam. Es gelingt der Autorin, viel Mitgefühl aufkommen zu lassen. Leicht zu verfolgen und zu verstehen mit schönen Metaphern. Auch die Sprecherin hat es sehr gut und einfühlsam gelesen. Das hat mit gefallen.
Inhaltlich nicht mein Thema. Daher ging mir die Protagonistin mit ihren ständigen Selbstbeobachtungen und Unsicherheiten bald auf die Nerven. Trotzdem ist mir nie langweilig geworden. Daniela Dröscher ist es gelungen Empathie für diese unsichere, einsame und kranke junge Frau zu wecken.
Insgesamt habe ich diese Geschichte gern gehört, da ich auch erfahren wollte, wie die Autorin das Ende gestaltet. Obwohl mir die Protagonistin nicht so sympathisch war, hat mir das Buch besser als erwartet gefallen.
Leseempfehlung!
27. Feb. 2026
4,0
Die Farben des Covers haben mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Von Daniela Döschen habe ich bereits Lügen über meine Mutter gelesen. Das habe ich noch gut in Erinnerung. Und so war ich an diesem Buch ziemlich interessiert.
Ela steht kurz vor dem Abschluss ihrer Doktorarbeit. Das macht ihr Stress, ebenso ihr Gesundheitszustand. Sie hat Halsschmerzen und schnell kommen noch mehr Beschwerden dazu, so dass man sich schnell fragt, ob das psychpsomatisch ist. Bald erfahren wir von all ihren anderen Symptomen. Sie besucht viele Ärzte, die ihr nicht wirklich helfen können und sie probiert alles aus, um Hilfe zu bekommen. Auch in ihrer Familie dreht sich viel um Krankheiten und Genesung. Krankheit als Makel? Ist das so?, fragt sich unsere Ich-Erzählerin.
Es ist interessantund sogar spannend, Ela auf ihrem Weg der Erkenntnis und Entwicklung zu begleiten, will man doch wissen, was es ist und ob es Lösungen für die Probleme gibt. Und es ist auch schön, dass erneut Elas Mutter vorkommt.
Sprachlich gekonnt und garmonisch fließend. Anschaulich, modern, verständlich, einfühlsam. Es gelingt der Autorin, viel Mitgefühl aufkommen zu lassen. Leicht zu verfolgen und zu verstehen mit schönen Metaphern. Auch die Sprecherin hat es sehr gut und einfühlsam gelesen. Das hat mit gefallen.
Inhaltlich nicht mein Thema. Daher ging mir die Protagonistin mit ihren ständigen Selbstbeobachtungen und Unsicherheiten bald auf die Nerven. Trotzdem ist mir nie langweilig geworden. Daniela Dröscher ist es gelungen Empathie für diese unsichere, einsame und kranke junge Frau zu wecken.
Insgesamt habe ich diese Geschichte gern gehört, da ich auch erfahren wollte, wie die Autorin das Ende gestaltet. Obwohl mir die Protagonistin nicht so sympathisch war, hat mir das Buch besser als erwartet gefallen.
Leseempfehlung!
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher ist nach Lügen über meine Mutter der zweite Roman der Autorin, den ich gelesen habe. Auch dieses Buch habe ich gern gelesen. Elas Mutter ist diesmal ein Nebencharakter, das Buch ist aus der Perspektive der erwachsenen Tochter geschrieben
Ela steht kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion über die japanische Schriftstellerin Yoko Tawada. Sie lebt in Berlin mit ihrem Kater Sir Wilson, ihr Bruder lebt in London, mit ihrer Mutter, die sich endlich aus der toxischen Beziehung von ihrem Mann befreit hatte, telefoniert sie fast täglich. Oft unterstützt sie ihre Freundin Leo bei der Betreuung ihrer fünfjährigen Tochter Henny.
Als Kind wurde aus Elas Gehirn ein Tumor entfernt, eine Narbe ist die einzige Spur, die die Operation hinterlassen hatte. Trotzdem hat Ela panische Angst davor, dass der Tumor nachwächst.
Eines Morgens erwacht sie mit einem Kloß im Hals und Atemproblemen. Eine Ärzteodyssee beginnt – Hausarzt, Neurologe, Endokrinologe. Dank Beziehungen zu einem Chirurgen wird bei ihr auch sofort ein MRT und ein EEG gemacht.
Viel Raum nimmt die japanische Sprache ein. Aufgrund eines Missverständnisses glaubt Elas Professorin, dass Ela Japanisch spricht – also nimmt diese sich vor, bis zur Prüfung in sechs Wochen Japanisch zu lernen. Das ist an sich schon unmöglich, und bei Ela kommt noch hinzu, dass sie mit etlichen Krankheitssymptomen zu kämpfen hat. „Je mehr ich versuchte, in das Innere dieser Sprache zu gelangen, desto mehr erschien sie mir wie eine verschlossene Schatzkiste. Als funkelnd und schön empfand ich das, was ich wie durch einen gepanzerten, gläsernen Deckel hindurch sehen konnte, jedoch ungemein bewacht von Tausenden von komplizierten Gesetzmäßigkeiten.“ (S. 187)
Während Ela einen Arzt nach dem anderen aufsucht und auch vor Kinesiologie nicht haltmacht, lebt ihre Mutter auf. Trotz ihrer Fibromyalgie macht sie eine Wallfahrt in Polen, und das in netter Begleitung :-;
Elas Bruder lädt sie zu seiner Hochzeit nach London ein. Lange überlegt sie, ob sie hinfliegt, denn es gibt so vieles, das dagegen spricht: Ihre Flugangst, ihre Krankheit, die Arbeit an der Promotion und last but not least ein Wiedersehen mit Mutter UND Vater. Das Ende mit der Familienzusammenführung in London hat mir gut gefallen, es weckt Hoffnung, dass sich das Leben für alle doch noch zum Besseren wenden könnte.
Junge Frau mit Katze empfehle ich allen, die sich für Krankheiten interessieren, aber auch Japanliebhaber*innen. Die Autorin bringt uns die japanische Sprache nahe. Ich mag den Schreibstil sehr, die Handlung enthält für meinen Geschmack zu viele Beschreibungen von Krankheiten und Arztbesuchen, weswegen ich einen Stern abziehe.
10. Sept. 2025
4,0
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher ist nach Lügen über meine Mutter der zweite Roman der Autorin, den ich gelesen habe. Auch dieses Buch habe ich gern gelesen. Elas Mutter ist diesmal ein Nebencharakter, das Buch ist aus der Perspektive der erwachsenen Tochter geschrieben
Ela steht kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion über die japanische Schriftstellerin Yoko Tawada. Sie lebt in Berlin mit ihrem Kater Sir Wilson, ihr Bruder lebt in London, mit ihrer Mutter, die sich endlich aus der toxischen Beziehung von ihrem Mann befreit hatte, telefoniert sie fast täglich. Oft unterstützt sie ihre Freundin Leo bei der Betreuung ihrer fünfjährigen Tochter Henny.
Als Kind wurde aus Elas Gehirn ein Tumor entfernt, eine Narbe ist die einzige Spur, die die Operation hinterlassen hatte. Trotzdem hat Ela panische Angst davor, dass der Tumor nachwächst.
Eines Morgens erwacht sie mit einem Kloß im Hals und Atemproblemen. Eine Ärzteodyssee beginnt – Hausarzt, Neurologe, Endokrinologe. Dank Beziehungen zu einem Chirurgen wird bei ihr auch sofort ein MRT und ein EEG gemacht.
Viel Raum nimmt die japanische Sprache ein. Aufgrund eines Missverständnisses glaubt Elas Professorin, dass Ela Japanisch spricht – also nimmt diese sich vor, bis zur Prüfung in sechs Wochen Japanisch zu lernen. Das ist an sich schon unmöglich, und bei Ela kommt noch hinzu, dass sie mit etlichen Krankheitssymptomen zu kämpfen hat. „Je mehr ich versuchte, in das Innere dieser Sprache zu gelangen, desto mehr erschien sie mir wie eine verschlossene Schatzkiste. Als funkelnd und schön empfand ich das, was ich wie durch einen gepanzerten, gläsernen Deckel hindurch sehen konnte, jedoch ungemein bewacht von Tausenden von komplizierten Gesetzmäßigkeiten.“ (S. 187)
Während Ela einen Arzt nach dem anderen aufsucht und auch vor Kinesiologie nicht haltmacht, lebt ihre Mutter auf. Trotz ihrer Fibromyalgie macht sie eine Wallfahrt in Polen, und das in netter Begleitung :-;
Elas Bruder lädt sie zu seiner Hochzeit nach London ein. Lange überlegt sie, ob sie hinfliegt, denn es gibt so vieles, das dagegen spricht: Ihre Flugangst, ihre Krankheit, die Arbeit an der Promotion und last but not least ein Wiedersehen mit Mutter UND Vater. Das Ende mit der Familienzusammenführung in London hat mir gut gefallen, es weckt Hoffnung, dass sich das Leben für alle doch noch zum Besseren wenden könnte.
Junge Frau mit Katze empfehle ich allen, die sich für Krankheiten interessieren, aber auch Japanliebhaber*innen. Die Autorin bringt uns die japanische Sprache nahe. Ich mag den Schreibstil sehr, die Handlung enthält für meinen Geschmack zu viele Beschreibungen von Krankheiten und Arztbesuchen, weswegen ich einen Stern abziehe.
Tja, keine Ahnung ich hab das vorherige Buch wirklich gerne gelesen, aber hier geht mir die Prota extrem auf den Keks. Natürlich sind mentale Probleme kein Spass, aber irgendwie stresst mich die Art wie sie agiert.
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