Blick ins Buch

Biografien

Briefe an einen jungen Dichter

4,1(371)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

»Ich gehöre zu den Menschen, den altmodischen, die den Brief noch für ein Mittel des Umgangs halten, der schönsten und ergiebigsten eines.«

Briefe sind ebenso Mittel zur Selbsterkenntnis wie ein Weg zum Gedankenaustausch mit anderen. Nur wenige waren sich dessen so tief bewusst wie der leidenschaftliche Briefeschreiber Rainer Maria Rilke. In seinen zehn »Briefen an einen jungen Dichter«, die er in den Jahren 1903/04 und 1908 an den literarisch begabten Offizier Franz Xaver Kappus schrieb, spiegeln sich Empfindsamkeit und Weitsicht, unverbrüchliches Mitgefühl und lebendige Weisheit. Mit ihrer bewundernswerten Offenheit gehören diese Briefe zum Eindrucksvollsten und Schönsten, was je in deutscher Sprache geschrieben wurde. Ergänzt werden sie in dieser Schmuckausgabe mit Kupferprägung von den ebenso kunstsinnigen und mitfühlenden »Briefen an eine junge Frau«.

»Denken Sie, lieber Herr, an die Welt, die Sie in sich tragen« Rainer Maria Rilke Ein besonderer Klassiker in Schmuckausgabe Gebunden mit Kupferprägung

Editionen (28)

ISBN9783730615263
VerlagAnaconda Verlag
Erscheinungsdatum01.10.25
Seitenzahl96

Rezensionen & Bewertungen

371 Bewertungen

56 Rezensionen

4,1

Tippen zum Filtern

  • cc_cosima
    cc_cosima

    13 Follower

    4,0

    Poetisch, zeitlose Gedanken über Kreativität, Geduld und Selbstfindung

    Ermutigt dazu, den eigenen Weg zu gehen, statt sich von äußerer Anerkennung abhängig zu machen. Viele interessante Gedanken, vor allem wenn man bedenkt, aus welcher Zeit die Briefe stammen. Teilweise anstrengend zu lesen – Sprache oft sehr philosophisch.

    3 Tage vor

  • readingjane
    readingjane

    380 Follower

    Das Büchlein beinhaltet ein Vorwort, eine Einleitung des "jungen Dichters" Kappus und 10 Briefe von Rilke an Kappus. Ich hatte mir irgendwie mehr davon erhofft, aber das kann ich dem Buch schlecht vorwerfen. Es geht um sehr viele verschiedene Themen, nicht nur ums Schreiben. Es finden sich hier auf jeden Fall viele schöne Sätze und Gedanken und seine Briefe zeigen Rilke als sehr sympathischen Menschen.

    8. März 2025

  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Follower

    4,0

    Auch die Kunst ist nur eine Art zu leben, und man kann sich, irgendwie lebend, ohne es zu wissen, auf sie vorbereiten; in jedem Wirklichen ist man ihr näher und benachbarter als in den wirklich halbartistischen Berufen, die, indem sie eine Kunstnähe vorspiegeln, das Dasein aller Kunst praktisch leugnen und angreifen, wie etwa der ganze Journalismus es tut und fast alle Kritik und dreiviertel dessen, was Literatur heißt und heißen will. Ich freue mich, mit einem Wort, dass Sie die Gefahr, dahinein zu geraten, überstanden haben und irgendwo in einer rauen Realität einsam und mutig sind. Möchte das Jahr, das bevorsteht, Sie darin erhalten und bestärken. Immer Ihr: R.M. Rilke - Zitat, aus dem 10. Brief "Paris, am zweiten Weihnachtstage 1908" Sollte man wirklich mit dem Ende beginnen? - Aber in dem Fall passen diese letzten Zeilen des berühmten Lyrikers so gut in die Jahreszeit und läuten auch gleichzeitig das "Rilke-Jahr" ein. Denn Rainer Maria Rilke wurde am 04. Dezember 1875 geboren, sein 150. Geburtstag also, und im kommenden Jahr 2026, auch im Dezember jährt sich der Todestag des Dichters zum 100. Mal. Was macht die Faszination dieser Zusammenstellung von Briefen des Dichters an einen jungen und hilfesuchenden Kollegen aus? Eine Begeisterung, die bis in unsere Tage anhält. Die Künstlerin Lady Gaga hat sich gar ein ein Rilke Tattoo stechen lassen und spricht mit Leidenschaft die Worte des Briefeschreibers nach: "Dieses vor allem: Fragen Sie sich in der stillsten Stunde der Nacht: muss ich schreiben?" Ganz so regelmäßig geschrieben hat das große Vorbild seinem ergebenen Herr Kappus nicht, aber wenn er ihm schreibt - aus Paris, Pisa, Bremen, Rom oder Schweden - haben die Briefe Gewicht, sprechen existenzielle und elementare Themen an. An Schicksal glaubt der Meister: "Die Zukunft steht fest, lieber Kappus, wir aber bewegen uns im unendlichen Raume. Wie sollten wir es nicht schwer haben?" Schwer sollte einem auch die Lektüre nicht fallen, auch wenn man zu den angesprochenen Themenfeldern andere Gedanken haben mag. Gerade für Lesende, die mit Lyrik bzw dem reinen Gedichtelesen so ihre Schwierigkeiten haben, bietet dieses schlanke Büchlein einen guten Einstieg in Rilkes Gedankenwelt. Und wer sich selbst mit dem Gedanken trägt, das Schreiben zum Beruf zu machen oder vielleicht schon ab und an an einem eigenen Text gearbeitet hat, der findet hier kleine Anregungen und liebevoll formulierte Hinweise. Die Briefe haben insgesamt so einen warmen Tonfall, der niemand kalt lassen könnte. Sie sprechen von der Großherzigkeit dem Empfänger gegenüber und machen sich nicht nur durch Brief- sondern auch Buchsendungen bemerkbar. Ist dieser ausgewählte Briefschluss nicht einfach wunderbar: "Ich weiß meine Bücher gerne bei Ihnen." ?! Wer gerne noch ergänzend visuell in das Rilke-Jahr einsteigen möchte, dem sei außerdem die aktuelle Doku von arte "Rilke - du musst Dein Leben ändern" empfohlen. FAZIT Diese Briefe von Rilke, die er zwischen den Jahren 1903 - 1908 geschrieben hat, waren für mich eine passende Lektüre, um in das Jubiläum zu starten. Obwohl mich die Lektüre teilweise traurig gestimmt hat, weil der Dichter von einer "einsamen und hilflosen" Kindheit spricht, die in ihm die feste Überzeugung manifestierte, dass der Mensch zur Einsamkeit bestimmt ist. Anderseits hatte er eine vage Vermutung "und vielleicht sind die Geschlechter verwandter als man meint, ..." Ganz viel Liebe und eine große Leseempfehlung!

    3. Dez. 2025

3 von 56 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Rainer Maria Rilke

Rilke wurde 1875 als Sohn eines Prager Beamten geboren. Nach einer erzwungenen Militärerziehung begann er 1896 in Prag ein Studium der Kunst- und Literaturgeschichte, wechselte dann an die Universitäten von München und Berlin. 1901 heiratete er in Worpswede die Bildhauerin Clara Westhoff, löste die Ehe aber bereits 1902 wieder auf. In den darauffolgenden Jahren bereiste er Italien, Skandinavien und Frankreich. In Paris schloss er Bekanntschaft mit Rodin und wurde dessen Privatsekretär. Bereits nach acht Monaten kam es aber zum Bruch. Es folgten unstete Jahre des Reisens mit Stationen in verschiedenen Städten Europas. Nach seinem Entschluss zu einem reinen Dichterdasein war Rilke zu jedem Verzicht bereit, wenn es dem Werk galt. Er opferte sein kurzes Leben ganz seiner Kunst. Im Ersten Weltkrieg war er zur österreichischen Armee eingezogen worden, wurde aber seiner kränklichen Konstitution wegen in das Wiener Kriegsarchiv versetzt. 1926 starb Rilke nach langer Krankheit in Val Mont bei Montreux. Rainer Maria Rilke gilt als der bedeutendste und einflussreichste deutsche Dichter der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick