Blick ins Buch

Historische Romane

Goethe in Karlsbad

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Über das Buch

Sommer 1816: Auf der Flucht vor häuslichem Zwist und höfischer Verantwortung sucht Goethe einige Tage Schreibeinsamkeit im böhmischen Karlsbad. Seit jeher faszinieren ihn – neben dem illustren Publikum des Bades – die mineralischen Thermalquellen. Er beschließt, ein paar Tage in Karlsbad zu verweilen. Bei einem Spaziergang entlang der dampfenden Tepla platzt er in den gemeinschaftlichen Suizidversuch eines jungen Liebespaares. Die Situation erinnert ihn an die Werther-Geschichte, die erfolgreichste Erzählung seiner frühen Künstlerjahre: eine unglückliche Liebe, weil die Eltern dagegen sind und die junge Frau schon anderweitig versprochen ist. Goethe gibt sich zu erkennen, und es gelingt ihm, die jungen Leute von ihrem Plan abzubringen. Dennoch, die Verzweiflung darüber, dass sie ihre Liebe nicht leben können, bleibt. Da lässt Goethe sich zu einem Versprechen hinreißen: den unglücklich verwirrten Schicksalsfaden zu entwirren und das Paar seinem Glück zuzuführen. Kann ihm das gelingen?

Editionen (1)

ISBN9783644004177
VerlagROWOHLT E-Book
Erscheinungsdatum08.03.22
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

2 Rezensionen

5,0

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  • ronafelicitas
    ronafelicitas

    572 Follower

    5,0

    Mir hat das Buch gut gefallen. Zuerst hatte ich etwas Schwierigkeiten mich an den schreibstiel zu gewöhnen. Dann nach ca 3 Seiten war ich gut in der Geschichte. Große leseempfehlung. Von mir

    4. Juni 2025

  • wolkenwehe
    wolkenwehe

    66 Follower

    5,0

    Vor über zwei Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen. Es hat mich begeistert. Seitdem spukte mir Karlsbad als Reiseziel im Kopf herum. Nun bin ich tatsächlich in dieser wunderschönen Stadt und habe das Buch zum zweiten Mal gelesen. Es war ein Genuss! Zum einen, weil ich die Bilder aus dem Anfangsteil der Erzählung, in dem Karlsbad mit seinen Quellen beschrieben wird, real vor Augen habe. Ich wandele bildlich gesehen auf Goethes (und Günthers) Spuren durch den Ort. Zudem verstehe ich inzwischen viel besser, wie fabelhaft der Autor am Schicksal von Amalie und Henri zunächst "Die Leiden des jungen Werther" (ohne das tragische Ende) illustriert, um im weiteren Verlauf den Fokus auf Goethes Verbindung mit Christiane Vulpius, auf deren gesellschaftliche Missachtung wie auch auf deren trostloses Ende zu richten. Bei alldem wird Goethe keinesfalls verherrlicht. Thematisiert wird insbesondere sein gestörtes Verhältnis zu Tod und Krankheit, das ihn dazu veranlasst hat, die geliebte Christiane in ihren letzten Stunden allein zu lassen (und im übrigen auch noch nicht einmal an ihrer Bestattung teilzunehmen). Auch seine Mitwirkung an der Verurteilung der Kindsmörderin Johanna Catharina Höhn zim Tode sowie den - damals durchaus üblichen - herzlosen Umgang mit seinem "Kuckuskind" und deren Mutter spart Günther nicht aus. Beeindruckend!

    6. Apr. 2025

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