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Romane

Ruhm

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Über das Buch

«Geschichten in Geschichten in Geschichten. Man weiß nie, wo eine endet und eine andere beginnt. In Wahrheit fließen alle ineinander. Nur in Büchern sind sie säuberlich getrennt.» Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten, nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein bekannter Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen, ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Ein weltweit gelesener Esoterik-Guru steht kurz vor dem Selbstmord, eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen Arbeit und Verstand. Neun Episoden ordnen sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild: ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen, ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen. «Ein Buch von funkelnder Intelligenz.» FAZ «Ruhm strotzt vor Raffinement. Daniel Kehlmann scheint alles zu können.» NZZ «Daniel Kehlmann hat mit seinem neuen Roman Weltliteratur geschaffen.» Die Weltwoche «Verteufelt gut ... brillant ...» NZZ am Sonntag «Hochintelligent und zugleich ein Lesevergnügen ...» Deutschlandradio Kultur «Ein literarisches Bravourstück ...» Die Welt «Das Buch ist eine Wucht – virtuos und witzig geschrieben. Jede einzelne der neun Geschichten ein Diamant.» ZDF heute journal

Editionen (6)

ISBN9783644000018
VerlagROWOHLT E-Book
Erscheinungsdatum05.10.09
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

424 Bewertungen

48 Rezensionen

3,1

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  • kingofmusic
    kingofmusic

    224 Follower

    5,0

    Eine zunächst willkürlich scheinende Konstruktion von einzelnen Geschichten, doch je weiter man liest umso mehr Querverbindungen gibt es und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zusehends. Teilweise ironisch, manche Geschichte auch nachdenklich stimmend. Top 👍😎.

    22. Nov. 2024

  • strandpipare
    strandpipare

    92 Follower

    5,0

    Ein kunstvolles Spiel mit Realität und Fiktion

    „Geschichten in Geschichten in Geschichten. Man weiß nie, wo eine endet und eine andere beginnt! In Wahrheit fließen alle ineinander. Nur in Büchern sind sie säuberlich getrennt.“ (S. 201) Auf den ersten Blick handelt es sich bei diesem Roman um eine Sammlung von neun Erzählungen. Man beginnt mit der ersten, liest die zweite, die dritte - und langsam zeigen sich Verbindungen - durch wiederkehrende Personen, Ereignisse, zitierte Buchtitel und Motive - die nach und nach zu einem vielschichtigen Ganzen führen. Dabei ist nie ganz klar, an welcher Stelle die Wirklichkeit des Romans zu finden ist - und welche Geschichte „nur“ eine Geschichte in der Geschichte ist. Die Protagonist*innen sind Prominente (ein Schriftsteller und eine Schriftstellerin, ein Schauspieler, ein Guru) oder ganz normale Bürger (eine Rentnerin, zwei Angestellte, eine Ärztin). Sie eint, dass sie in gewisser Weise einen Ausweg aus ihrer (Roman-)Realität suchen. Die einen sehnen sich nach Freiheit - weniger Routine, weniger Fremdbestimmung - die anderen hoffen, ein wenig vom Ruhm kosten zu dürfen. Besonders gefallen hat mir die großartige Parodie auf Einträge in Online-Foren, die Kehlmann mit der Geschichte „Ein Beitrag zur Debatte“ (S. 133-158) vorlegt. Hier geht es um den Mitarbeiter einer Telekommunikationsfirma, der sein wirklich skurriles Promi-Erlebnis schildert. Allein sprachlich ist diese Geschichte so unglaublich komisch, dass ich nicht nur einmal herzhaft lachen musste. Es liest sich für mich wie Jugendsprache (meiner Generation?) im Mixer. Ein Beispiel: „Und ich fragte mich, ob ichs nur träumte. Hatte so was ja schon geträumt, habt ihr auch, hat jeder. Aber das hier war echt, eins zu eins, Life Reality, volles Programm, ganze Abteilung. Ein paar Sätze schaffte ich noch, bis dann Flash der Gedanke: «Was, wenn jetzt gar nichts mehr?» …“ (S. 151) Ich habe „Ruhm“ - dieses Spiel mit Realität und Illusion, mit Identitäten und Blickwinkeln sowie (vermeintlichen) Lebensweisheiten - sehr genossen. Ich war beglückt, traurig, nachdenklich, verwirrt - und musste blättern, weil man ja nicht immer ahnt, welches Detail ein möglicher Anknüpfungspunkt sein könnte. Und bei so mancher Geschichte habe ich mich gefragt, wann der Wecker - oder das Mobiltelefon - wieder klingelt und die Rückkehr in die Gegenwart ankündigt.

    9. Okt. 2024

  • carmen86
    carmen86

    106 Follower

    2,0

    Ja……

    Ne! Das war nicht mein Buch. Zwar verknüpfen sich die einzelnen Kurzgeschichten zu einem gesamten Bild, was an sich echt eine gut Idee ist, nur wird mir der Gesamtzusammenhang nicht klar und jede Geschichte Richtung Ende war für mich wirrer und weniger verständlich.

    2. Jan. 2026

3 von 48 Rezensionen

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