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Romane

Pink Elephant

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Über das Buch

»Ebenso gekonnt wie behutsam ... Diese Geschichte ist ein Aufreger, aber im allerbesten Sinne.« SWR Kultur

Alles beginnt mit einer Kopfnuss. Während Deutschland bei der WM 2006 von seinem Sommermärchen träumt, findet der vierzehnjährige Vincent in denen, die ihn verprügelt haben, neue Freunde. Bald schon nennt er sie Brüder, raucht mit ihnen Shisha, hängt auf der Straße ab – und hockt doch jeden Abend wieder im Einfamilienhaus seiner Eltern. Als es ernst wird, muss er feststellen, dass bisher alles nur ein Spiel war. Zumindest für ihn. Während er sich Bräunungscreme ins Gesicht schmiert, fällt Ali nach einem Sprung aus dem Fenster ins Koma, Tarek ist nicht mehr zu erreichen – und eine Realität schlägt zu, in der es Probleme gibt, die Vincent sich bisher nicht vorstellen konnte.

Luca Kieser, der mit seinem Debütroman »Weil da war etwas im Wasser« für den Deutschen Buchpreis nominiert war, erzählt in seinem zweiten Roman eine rasante, eindringliche Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit und die oft unsichtbaren Grenzen, die unsere Gesellschaft durchziehen.

Editionen (2)

ISBN9783641321970
VerlagBlessing
Erscheinungsdatum28.08.24
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

60 Bewertungen

8 Rezensionen

3,6

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  • anja._liest
    anja._liest

    331 Follower

    4,0

    Ein Roman über eine ungleiche Freundschaft. Vincent wächst bei seiner Familie sehr bürgerlich auf und ist davon eher gelangweilt. Er trifft auf Ali und Tarek, beide mit Migrationshintergrund. Es entwickelt sich eine Freundschaft, es wird Playsi gezockt, geraucht und Wodka getrunken. Vincent versucht immer mehr sich seinen Freunden anzupassen. Die Bräunungscreme bringt nicht den gewünschten Erfolg, er möchte arabisch lernen aber für die Freunde bleibt er nur der Deutsche, der Weiße. Erst als Ali aus dem Fenster springt bemerkt Vincent, dass es hier vielleicht doch noch viel mehr Unterschiede gibt als er dachte. Es wird hier in 2 Zeitebenen erzählt, einmal vor und einmal nach dem Sprung. So erfahren wir dann Stück für Stück was eigentlich genau passiert ist. Für mein Empfinden ist die Realität der drei Jungs und ihren Familien richtig gut eingefangen. Manchmal war es mir etwas zu klischeehaft, hier neigen die meisten Deutschen zu rassistischen Äußerungen. Hat mir trotzdem gut gefallen, gerade weil ich das Leben der 3 Jugendlichen als realitätsnah empfinde.

    27. Aug. 2024

  • das.lesende.ich
    das.lesende.ich

    209 Follower

    5,0

    Eine eindrucksvolle Erzählung über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die Suche nach Identität.

    🐘🚬 »𝘋𝘢𝘯𝘯 𝘯𝘪𝘮𝘮 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘊𝘢𝘮𝘦𝘭. 𝘖𝘥𝘦𝘳 𝘎𝘶𝘭𝘭𝘺𝘴. 𝘈𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦«, 𝘦𝘳 𝘯𝘢𝘩𝘮 𝘮𝘪𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘭 𝘢𝘶𝘴 𝘥𝘦𝘳 𝘏𝘢𝘯𝘥, »𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘗𝘪𝘯𝘬 𝘌𝘭𝘦𝘱𝘩𝘢𝘯𝘵.« Alles beginnt mit einer Kopfnuss. Während Deutschland bei der WM 2006 von seinem Sommermärchen träumt, findet Vincent in denen, die ihn verprügelt haben, neue Freunde. Bald schon nennt er die beiden Brüder, raucht mit ihnen Shisha - und hockt doch jeden Abend wieder im Einfamilienhaus seiner Eltern. Bis eines Tages aus Spiel Ernst wird: Während er sich Bräunungscreme ins Gesicht schmiert, fällt Ali nach einem Sprung aus dem Fenster ins Koma, Tarek ist nicht mehr zu erreichen und eine Realität schlägt zu, in der es Probleme gibt, die sich Vincent bisher nicht vorstellen konnte. 💭
Pink Elephant von Luca Kieser ist für mich wieder eine Wucht mit viel Tiefe. Schon mit Weil da war etwas im Wasser hat er mich total überrascht. Daher war klar, dass ich dieses neue Buch unbedingt lesen musste. Im Mittelpunkt steht Vincent, den ich auf seiner Suche nach Zugehörigkeit, Identität und Freundschaft begleitete. Die Reise, die er unternimmt, hinterlässt bei ihm nicht nur physische Spuren, sondern ist auch emotional intensiv. Vincents innere Kämpfe und seine Sehnsucht nach einem Platz in der Welt sind so authentisch dargestellt, dass ich direkt in seine Welt eintauchte. Doch Pink Elephant erzählt nicht nur die Geschichte von Vincent. Auch die Charaktere Tarek und Ali stehen im Fokus, zwei weitere junge Menschen, die mit eigenen Herausforderungen und Hürden kämpfen. Ihre Geschichten sind ebenso fesselnd und tragen dazu bei, dass das Buch eine beeindruckende Tiefe, Dynamik und Emotionalität erreicht. 
Dieser komplexe Coming-of-Age-Roman verwebt geschickt Gegenwart und Vergangenheit zu einer mitreißenden Geschichte, die einen unaufhaltsamen Lesefluss erzeugt und mich immer mehr beeindruckte. Keine Seite wirkt unnötig und jeder Abschnitt trägt zur Gesamterfahrung bei. Pink Elephant ist ein Buch, das nachklingt und zum Nachdenken anregt.
Es ist eine eindrucksvolle Erzählung über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die Suche nach Identität – ein absolutes Muss für alle, die tiefgründige und komplexe Romane schätzen.

Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. ☺️ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ ⁽ᵁᴺᴮᴱᶻᴬᴴᴸᵀᴱ ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ ⁻ ᴿᴱᶻᴱᴺˢᴵᴼᴺˢᴱˣᴱᴹᴾᴸᴬᴿ⁾

    Eine eindrucksvolle Erzählung über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die Suche nach Identität.

    28. Aug. 2024

  • psicho45
    psicho45

    72 Follower

    2,0

    Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen. Der Schreibstil wirkte auf mich sehr holprig und wenig ansprechend, sodass ich nur schwer in die Geschichte gefunden habe. Auch mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden, sie blieben für mich blass und wenig greifbar. Insgesamt hat mir das Buch daher nicht gefallen.

    22. März 2026

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Luca Kieser

Luca Kieser lebt nach einem Studium der Philosophie in Heidelberg und Leipzig als Schriftsteller in Wien. Mit seinem Debütroman »Weil da war etwas im Wasser« war er unter anderem für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sein Roman »Pink Elephant« wurde vom Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet und von Books at Berlinale ausgewählt. »Simsalabim, Simon Brenner« ist sein dritter Roman.

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