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Nachbemerkung des Autors: "Karin S. aus Sachsen-Anhalt, deren Geschichte Grundlage für dieses Buch ist, sucht noch immer." Ein Satz, der mir nach Beendigung des Buches beinahe das Herz bricht. Dieser Roman basiert auf historischen Begebenheiten in der DDR, als Babys den leiblichen Eltern gegenüber als tot erklärt wurden und dann zur Adoption freigegeben wurden. Ganz vorsichtig, wie ein Fliegenfischer beim Angeln, wird hier die Geschichte von Hans und Karin erzählt, dessen Sohn Daniel angeblich bei der Geburt starb. Wie Karin das nicht glauben kann und keine Ruhe gibt. Und Hans es nicht mehr hören kann und Zuflucht in der Natur und beim Angeln sucht. Die Beziehung zerbricht daran. Ich fand die Gegenüberstellung vom Angeln, der Zartheit und des Lebenszyklus der Maifliege, hin zu der Suche nach Daniel ganz wunderbar gelungen. Immer wieder folgen Kapitel über die Suche nach dem Sohn, Kapitel über die Klugheit der Fische, wie behutsam man hier vorgehen muss, um diese fangen zu können und ich verstand diese Erzählungen als Metapher. "Das Fliegenfischen hat mir zwar nicht geholfen, alles, was geschehen war, zu verstehen oder hinter mir zu lassen, aber ich fand Trost im Versuch, einen Fisch zu fangen, in der kunstvollen Imitation der Natur, in der beständigen Gegenwart des Flusses, der Geheimnisse barg und sie dann und wenn auch preisgab." Ich finde dieser Satz beschreibt diesen Roman ganz wunderbar! Große Leseempfehlung!
12. Sept. 2024
Nachbemerkung des Autors: "Karin S. aus Sachsen-Anhalt, deren Geschichte Grundlage für dieses Buch ist, sucht noch immer." Ein Satz, der mir nach Beendigung des Buches beinahe das Herz bricht. Dieser Roman basiert auf historischen Begebenheiten in der DDR, als Babys den leiblichen Eltern gegenüber als tot erklärt wurden und dann zur Adoption freigegeben wurden. Ganz vorsichtig, wie ein Fliegenfischer beim Angeln, wird hier die Geschichte von Hans und Karin erzählt, dessen Sohn Daniel angeblich bei der Geburt starb. Wie Karin das nicht glauben kann und keine Ruhe gibt. Und Hans es nicht mehr hören kann und Zuflucht in der Natur und beim Angeln sucht. Die Beziehung zerbricht daran. Ich fand die Gegenüberstellung vom Angeln, der Zartheit und des Lebenszyklus der Maifliege, hin zu der Suche nach Daniel ganz wunderbar gelungen. Immer wieder folgen Kapitel über die Suche nach dem Sohn, Kapitel über die Klugheit der Fische, wie behutsam man hier vorgehen muss, um diese fangen zu können und ich verstand diese Erzählungen als Metapher. "Das Fliegenfischen hat mir zwar nicht geholfen, alles, was geschehen war, zu verstehen oder hinter mir zu lassen, aber ich fand Trost im Versuch, einen Fisch zu fangen, in der kunstvollen Imitation der Natur, in der beständigen Gegenwart des Flusses, der Geheimnisse barg und sie dann und wenn auch preisgab." Ich finde dieser Satz beschreibt diesen Roman ganz wunderbar! Große Leseempfehlung!
12. Sept. 2024






