Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

GOTT

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Über das Buch

Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.

Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Menschen. Und wie schon in seinem ersten Drama »Terror« müssen wir am Ende selbst ein Urteil fällen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?

Ergänzt wird der Band um Essays von drei namhaften Wissenschaftlern, die das Thema der ärztlichen Suizidbegleitung aus medizinethischer, juristischer und theologisch-philosophischer Perspektive beleuchten.

Editionen (6)

ISBN9783641256067
VerlagLuchterhand
Erscheinungsdatum14.09.20
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

764 Bewertungen

119 Rezensionen

4,3

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  • mai.lieee
    mai.lieee

    333 Follower

    4,0

    Selbstbestimmt. Bewegend. Hochaktuell.

    Auch wenn Gott schon fünf Jahre alt ist, wirkt das Thema aktueller denn je: Darf ein Mensch selbst entscheiden, wann und wie er stirbt – auch wenn er nicht todkrank ist? In dem Buch bittet ein gesunder, älterer Mann nach dem Tod seiner Frau um ein Medikament, um sein Leben zu beenden. Ein Ethikrat diskutiert darüber – viele Perspektiven prallen aufeinander: juristisch, medizinisch, religiös und menschlich. Mich lässt das Thema nicht los. Ich habe durch die Tode meiner Großeltern erlebt, wie schwer so eine Entscheidung sein kann. Und auch wegen meiner psychischen Erkrankung denke ich oft über Lebenssinn und Selbstbestimmung nach. Das Buch gibt keine klaren Antworten, aber es bringt einen zum Nachdenken – genau das macht es so stark. Wer sich weiter mit dem Thema befassen will, dem kann ich nur den Podcast Justizias Wille empfehlen.

    7. Juni 2025

  • lenasbuecherherz
    lenasbuecherherz

    563 Follower

    3,0

    Unangenehm allerdings wichtig sich auch mit der Thematik zu beschäftigen.

    In diesem Buch wird das Thema aktive Sterbehilfe diskutiert, in Form eines Theaterstück. Was spricht dafür und was dagegen, wer hat das Recht darüber zu entscheiden und wem gehört unser Leben. Ich habe es sehr gerne gelesen auch wenn mir schon das meiste bekannt war. Ich finde der Autor schafft es hier verschiedene Meinungen und Ansichten zu beleuchtet ohne dem Leser etwas aufzuzwingen, man kommt ins Denken und hinterfragen und bildet sich schließlich selbst eine Meinung. Das hat mir hier besonders gut gefallen. Den Anhang habe ich eher überflogen, fand ich zu trocken, könnte mir aber vorstellen ihn noch mal zu lesen, wenn die richtige Zeit dafür kommt. Alles in allem ein gutes Buch.

    Unangenehm allerdings wichtig sich auch mit der Thematik zu beschäftigen.

    3. Mai 2026

  • michasbuchliebe
    michasbuchliebe

    155 Follower

    5,0

    🥰📚🥰

    Ein Buch zum Nachdenken! 🌟🌟🌟🌟🌟

    29. Mai 2025

3 von 119 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ferdinand von Schirach

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den deutschen Bestsellerlisten. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage sowie der Theatermonolog Regen.

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