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Mein Abschied von Bishop’s Lacey
Mit „Flavia de Luce – Tote Vögel singen nicht“ endet vorerst meine Lesezeit in Bishop’s Lacey. Der sechste Band der Detektivroman-Reihe erschien 2014 und ist der letzte, den ich besitze. Vorerst möchte ich mir die Folgebände nicht zulegen. Obwohl ich die Reihe wirklich sehr liebe, stört es mich, dass sie bisher nicht abgeschlossen ist. Der elfte Band erscheint am 27. November, und es soll nicht der letzte sein. Auch wenn die Rezensionen über den siebten Band sehr positiv sind und der Klappentext spannend klingt, fehlt mir doch die Motivation, diese schier unendliche Reihe weiterzuverfolgen. Umso mehr habe ich aber meinen letzten Besuch bei Familie de Luce auf Buckshaw genossen. Nachdem sie mehr als zehn Jahre verschollen war, wurde die Leiche von Harriet de Luce, Flavias Mutter, in einer Gletscherspalte im Himalaya gefunden. Mit einem großen Militäraufgebot wird die Verstorbene zurück in ihre Heimat Bishop’s Lacey überführt, an dessen Bahnhof nicht nur das halbe Dorf Spalier steht, sondern auch Winston Churchill. Auch die fast zwölfjährige Flavia de Luce wartet gebannt auf die Mutter, die sie nie kennenlernen durfte. Da nähert ihr sich ein Mann, der ihr eine kryptische Nachricht ins Ohr raunt. Wenige Minuten später ist er tot, überfahren vom abfahrenden Zug. Während Harriet vor ihrer Beerdigung noch auf Buckshaw aufgebahrt wird, kommen entfernte Verwandte aus Cornwall zu Besuch. Lena und ihrer Tochter Undine de Luce gehen Flavia in ihrem Labor gehörig auf die Nerven. So findet sie kaum Zeit ihre tote Mutter zu betrauern oder den mysteriösen Mord am Bahnhof aufzuklären. Und da wäre auch noch das unentwickelte Filmband, das Flavia auf dem Speicher des Anwesens gefunden hat. „Flavia de Luce – Tote Vögel singen nicht“ ist wohl Flavias persönlichster Fall. Besonders die emotionale Tiefe, die Figurendynamik sowie die schaurige Atmosphäre können hier punkten. Alan Bradleys Schreibstil brilliert wie immer mit literarischer Raffinesse und charmanten Details. Der Mordfall tritt hierbei allerdings in den Hintergrund und fungiert eher als begleitender Handlungsstrang, was für mich eine erfrischende Abwechslung war. Ein kleiner Wermutstropfen sind die naturwissenschaftlichen Ungenauigkeiten, die leider immer wieder in der Detektivroman-Reihe negativ auffallen. Insgesamt ist Band 6 aus dem Jahr 2014 dennoch gelungen und berührend. Deswegen erhält er von mir vier von fünf Federn. Die Familiengeschichte der de Luces mit ihren Geheimnissen wird wunderbar vertieft, sodass es mir wirklich schwerfällt, Bishop’s Lacey vorerst den Rücken zu kehren. Flavia de Luce hat sich inzwischen zu einer meiner liebsten Buchreihen aller Zeiten entwickelt und ich kann nur hoffen, dass sie abgeschlossen wird. Denn solange das nicht der Fall ist, werde ich sie pausieren.

12. Nov. 2024
Mein Abschied von Bishop’s Lacey
Mit „Flavia de Luce – Tote Vögel singen nicht“ endet vorerst meine Lesezeit in Bishop’s Lacey. Der sechste Band der Detektivroman-Reihe erschien 2014 und ist der letzte, den ich besitze. Vorerst möchte ich mir die Folgebände nicht zulegen. Obwohl ich die Reihe wirklich sehr liebe, stört es mich, dass sie bisher nicht abgeschlossen ist. Der elfte Band erscheint am 27. November, und es soll nicht der letzte sein. Auch wenn die Rezensionen über den siebten Band sehr positiv sind und der Klappentext spannend klingt, fehlt mir doch die Motivation, diese schier unendliche Reihe weiterzuverfolgen. Umso mehr habe ich aber meinen letzten Besuch bei Familie de Luce auf Buckshaw genossen. Nachdem sie mehr als zehn Jahre verschollen war, wurde die Leiche von Harriet de Luce, Flavias Mutter, in einer Gletscherspalte im Himalaya gefunden. Mit einem großen Militäraufgebot wird die Verstorbene zurück in ihre Heimat Bishop’s Lacey überführt, an dessen Bahnhof nicht nur das halbe Dorf Spalier steht, sondern auch Winston Churchill. Auch die fast zwölfjährige Flavia de Luce wartet gebannt auf die Mutter, die sie nie kennenlernen durfte. Da nähert ihr sich ein Mann, der ihr eine kryptische Nachricht ins Ohr raunt. Wenige Minuten später ist er tot, überfahren vom abfahrenden Zug. Während Harriet vor ihrer Beerdigung noch auf Buckshaw aufgebahrt wird, kommen entfernte Verwandte aus Cornwall zu Besuch. Lena und ihrer Tochter Undine de Luce gehen Flavia in ihrem Labor gehörig auf die Nerven. So findet sie kaum Zeit ihre tote Mutter zu betrauern oder den mysteriösen Mord am Bahnhof aufzuklären. Und da wäre auch noch das unentwickelte Filmband, das Flavia auf dem Speicher des Anwesens gefunden hat. „Flavia de Luce – Tote Vögel singen nicht“ ist wohl Flavias persönlichster Fall. Besonders die emotionale Tiefe, die Figurendynamik sowie die schaurige Atmosphäre können hier punkten. Alan Bradleys Schreibstil brilliert wie immer mit literarischer Raffinesse und charmanten Details. Der Mordfall tritt hierbei allerdings in den Hintergrund und fungiert eher als begleitender Handlungsstrang, was für mich eine erfrischende Abwechslung war. Ein kleiner Wermutstropfen sind die naturwissenschaftlichen Ungenauigkeiten, die leider immer wieder in der Detektivroman-Reihe negativ auffallen. Insgesamt ist Band 6 aus dem Jahr 2014 dennoch gelungen und berührend. Deswegen erhält er von mir vier von fünf Federn. Die Familiengeschichte der de Luces mit ihren Geheimnissen wird wunderbar vertieft, sodass es mir wirklich schwerfällt, Bishop’s Lacey vorerst den Rücken zu kehren. Flavia de Luce hat sich inzwischen zu einer meiner liebsten Buchreihen aller Zeiten entwickelt und ich kann nur hoffen, dass sie abgeschlossen wird. Denn solange das nicht der Fall ist, werde ich sie pausieren.
12. Nov. 2024








