Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Thérèse Raquin

4,0(31)
Sprache
Französisch
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Über das Buch

Classique de l'année 2009 dans le domaine Philologie française - Littérature, , langue: français, résumé: Préface de la deuxième édition***J'avais naïvement cru que ce roman pouvait se passer de préface. Ayant l'habitude de dire tout haut ma pensée, d'appuyer même sur les moindres détails de ce que j'écris, j'espérais être compris et jugé sans explication préalable. Il paraît que je me suis trompé.La critique a accueilli ce livre d'une voix brutale et indignée. Certaines gens vertueux, dans des journaux non moins vertueux, ont fait une grimace de dégoût, en le prenant avec des pincettes pour le jeter au feu. Les petites feuilles littéraires elles-mêmes, ces petites feuilles qui donnent chaque soir la gazette des alcôves et des cabinets particuliers, se sont bouché le nez en parlant d'ordure et de puanteur. Je ne me plains nullement de cet accueil; au contraire, je suis charmé de constater que mes confrères ont des nerfs sensibles de jeune fille. Il est bien évident que mon ¿uvre appartient à mes juges, et qu'ils peuvent la trouver nauséabonde sans que j'aie le droit de réclamer. Ce dont je me plains, c'est que pas un des pudiques journalistes qui ont rougi en lisant Thérèse Raquin ne me paraît avoir compris ce roman. S'ils l'avaient compris, peut-être auraient-ils rougi davantage, mais au moins je goûterais à cette heure l'intime satisfaction de les voir éc¿urés à juste titre. Rien n'est plus irritant que d'entendre d'honnêtes écrivains crier à la dépravation, lorsqu'on est intimement persuadé qu'ils crient cela sans savoir à propos de quoi ils le crient.Donc il faut que je présente moi-même mon ¿uvre à mes juges. Je le ferai en quelques lignes, uniquement pour éviter à l'avenir tout malentendu.Dans Thérèse Raquin, j'ai voulu étudier des tempéraments et non des caractères. Là est le livre entier. J'ai choisi des personnages souverainement dominés par leurs nerfs et leur sang, dépourvus de libre arbitre, entraînés à chaque acte de leur vie par les fatalités de leur chair. [...]

Editionen (18)

ISBN9783640247813
VerlagGRIN Verlag
Erscheinungsdatum20.01.09
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

31 Bewertungen

5 Rezensionen

4,0

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  • avg
    avg

    153 Follower

    4,0

    Boah ey… Die ganze Geschichte ist durchgehend düster! Teilweise so makaber, dass ich 1-2 Zeilen überspringen musste. An manchen Stellen war die Spannung kaum auszuhalten. Man kaut vieles wieder und wieder (und immer wieder) durch – bis sich die Situation doch noch ändert. In einem Moment habe ich mit den Charakteren mitgefühlt, im nächsten haben sie mich angewidert. Der Schreibstil ist flüssig und passend zur Zeit um 1860. Besonders die kurzen Einblicke in den Alltag und die Mode des damaligen Paris fand ich interessant.

    Boah ey… Die ganze Geschichte ist durchgehend düster! Teilweise so makaber, dass ich 1-2 Zeilen überspringen musste. An manchen Stellen war die Spannung kaum auszuhalten.
Man kaut vieles wieder und wieder (und immer wieder) durch – bis sich die Situation doch noch ändert. In einem Moment habe ich mit den Charakteren mitgefühlt, im nächsten haben sie mich angewidert.
Der Schreibstil ist flüssig und passend zur Zeit um 1860. Besonders die kurzen Einblicke in den Alltag und die Mode des damaligen Paris fand ich interessant.

    25. Feb. 2025

  • wiihl
    wiihl

    15 Follower

    3,5

    „Natur und Umstände schienen diese Frau für diesen Mann geschaffen und sie einander zugeführt zu haben. Die Frau zäh und verlogen, der Mann vollblütig und stumpfsinnig, dergestalt bildeten sie ein mächtig verbundenes Paar.“

    Nach dem Tod ihrer Mutter wächst Therese bei Ihrer Tante und ihrem kränklichen Cousin Camille auf, mit dem sie schon bald verheiratet wird. Die Ehe bleibt Leidenschaftslos und für Therese sexuell frustrierend. Nach der Hochzeit zieht das Paar gemeinsam mit der Mutter nach Paris, wo Mutter und Schwiegertochter ein Nähgeschäft führen und Camille eine Stelle als Beamter annimmt. Als Camille seinen Kollegen und Freund Laurent in die wöchentliche Spielrunde des Ehepaares einführt, beginnen dieser und Therese eine leidenschaftliche sexuelle Affäre. Auf dem Gipfel ihrer Leidenschaft treffen die beiden eine folgenschwere Entscheidung, welche die Beziehung der beiden stark verändert. Als typischer Vertreter des Naturalismus schrieb Zola seinen Roman als eine Art Beobachtung der „menschlichen Bestie“. Therese und Laurent sind Sklaven Ihrer Triebe und Emotionen und können diesen am Ende nicht entfliehen. Die Figuren haben keinen freien Willen und verhalten sich wie Tiere. „Natur und Umstände schienen diese Frau für diesen Mann geschaffen und sie einander zugeführt zu haben. Die Frau zäh und verlogen, der Mann vollblütig und stumpfsinnig, dergestalt bildeten sie ein mächtig verbundenes Paar.“ Sprachlich hat mir der Roman gut gefallen. Man merkt dem Buch in dieser Hinsicht nicht an, dass er bereits im Jahr 1867 erschienen ist, vor allem wenn ich es mit Flauberts „Madame Bovary“ (1856) vergleiche. „Therese Raquin“ ist sehr nüchtern geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Die Handlung schockiert im Jahr 2026 natürlich nicht mehr wie zur Zeit der Veröffentlichung, man kann jedoch erahnen, warum der Roman damals die Gemüter erhitzte. Die Geschichte wird linear erzählt und ist vor allem aufgrund der reinen Triebsteuerung äußerst vorhersehbar. Der große Knall kommt für meinen Geschmack zu früh, die Figurenentwicklung in den letzten zwei Dritteln zieht sich insgesamt etwas zu sehr in die Länge. Ich hatte den Eindruck, relativ früh alle Schattierungen der Persönlichkeit von Therese und Laurent gesehen zu haben. Hier fehlt für meinen Geschmack mehr Komplexität. Dank des geringen Umfangs des Buches, der interessanten Beschreibungen der Figuren und der gesellschaftlichen Beobachtungen, sowie der schönen sprachlichen Formulierungen Zolas, ist der Roman trotzdem lesenswert. Eine Empfehlung für Leser, die in die Strömung des Naturalismus eintauchen wollen. Für alle anderen kein Must-Read.

    25. Feb. 2026

  • heibi
    heibi

    191 Follower

    5,0

    Ich habe diesen Roman verschlungen. Zola hat hier eine meisterhafte Geschichte geschaffen bzw. eine Studie der Temperamente. Gerne würde ich mir diese Geschichte als Theaterstück aufgeführt ansehen. Thérèse kommt als junges Mädchen zu ihrer Tante Madame Raquin . Diese kümmert sich um ihren kränklichen Sohn Camille. Beide wachsen zusammen auf und heiraten später. Thérèse ist vor lauter Tristesse unglücklich…. Bis Laurent in ihr Leben tritt. Und hier beginnt der Wahnsinn. Für mich hat sich neben den Temperamenten der Hauptfiguren aber auch der pure Egoismus eines jeden einzelnen Charakters herauskristallisiert. Niemand aber auch wirklich niemand tut in dieser Geschichte etwas Uneigennütziges. Ich habe Zolas Sprachgewalt geliebt. Für mich war dies ein absolut fesselnder Klassiker. Ich konnte oftmals den Fortgang der Geschichte nicht mehr fassen und habe sehr häufig den Kopf geschüttelt….. aber auf eine gute, fassungslose Weise . Für mich ein Highlight, da es eine sprachlich extrem gut gestrickte Geschichte war…… Konnte mich sehr begeistern .

    6. Aug. 2023

3 von 5 Rezensionen

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