
324 Follower
Dieser Übergangsband kommt zwar nicht ganz an die anderen Bücher ran, ist aber definitiv genauso lesenswert!
"Wir sind grimmige Wesen, wir Menschen. Wir opfern unser Leben, auch wenn es noch so kurz und kostbar ist, der Rache - nein, der gerechten Vergeltung. Kein Wunder, dass uns die Unsterblichen fürchten." Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" kehrte Tad Williams nach 20 Jahren wieder nach Osten Art zurück. Und damit kam er den vielen Bitten und dem Drängen von Freunden und Fans nach. Diese Novelle ist ein Zwischenband, der die erste Reihe Osten Ards mit der neuen Reihe verbindet. Im Kern beschäftigt sich dieses Buch mit der Frage, was eigentlich nach dem Krieg gegen den Sturmkönig geschehen ist. "Das Böse ist in dem, was Sterbliche ... und Unsterbliche ... tun. Der Ort selbst ist nur ein Ort." Der Krieg ist zu Ende. Der Sturmkönig vernichtend geschlagen. Die noch lebenden Nornen sammeln sich, um sich in den Norden zurückzuziehen. Doch sie werden verfolgt und gejagt von einer Übermacht an menschlichen Kämpfern, die nur ein Ziel haben: Alle Nornen auszulöschen! Keiner dieser Teufel darf überleben. Inmitten der Menschen befindet sich auch eine Sitha namens Ayaminu, die Herzog Isgrimnur mit Rat zur Seite steht. Doch welche Pläne verfolgt sie wirklich? "Wir ziehen uns zurück. Wir verstecken uns. Wir werden immer weniger. Irgendwann wird es uns nicht mehr geben, außer in alten Geschichten. Und das werden nicht unsere Geschichten sein." Von den Nornen haben wir in der Osten Ard Reihe nicht allzu viel erfahren. Wir wissen, dass sie und die Sithi ein und dasselbe Volk sind, welches sich jedoch wegen Unstimmigkeiten entzweit hat. Die Nornen sind der düstere Part: Mysteriös, mit mächtigen Zauberkräften und gnadenlos. Daher hat mir nun ganz besonders gefallen, dass wir auch die verletzliche Seite der Nornen zu sehen bekommen. Zu sehen, dass sie Ängste haben, ihre Kinder schützen wollen und letztlich ja auch nur das Recht haben möchten zu leben. Plötzlich bekommen sie eine Seele. Vertrieben aus ihren alten Landen, trauern sie dem Verlorenen Garten nach. Tad Williams ist ein wirklich großartiger, begnadeter Geschichtenerzähler! Sein Gespür für den Weltenbau, seine unglaublich authentischen Figuren und die epischen Schlachten sprechen da für sich. Was mir bei ihm immer wieder auffällt ist der intensive Einblick, den er uns in seine Figuren gibt. Wir können ihnen ins Herz schauen. Lernen ihre Beweggründe kennen und bekommen ihre Stärken und Schwächen vor Augen geführt. Gerade das und das Zusammenspiel der Figuren mit- und gegeneinander, machen diese Reihe für mich so besonders. Im Bereich High Fantasy sind Tad Williams Osten Ard Bücher definitiv ein Must Read!

10. Juli 2025
Dieser Übergangsband kommt zwar nicht ganz an die anderen Bücher ran, ist aber definitiv genauso lesenswert!
"Wir sind grimmige Wesen, wir Menschen. Wir opfern unser Leben, auch wenn es noch so kurz und kostbar ist, der Rache - nein, der gerechten Vergeltung. Kein Wunder, dass uns die Unsterblichen fürchten." Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" kehrte Tad Williams nach 20 Jahren wieder nach Osten Art zurück. Und damit kam er den vielen Bitten und dem Drängen von Freunden und Fans nach. Diese Novelle ist ein Zwischenband, der die erste Reihe Osten Ards mit der neuen Reihe verbindet. Im Kern beschäftigt sich dieses Buch mit der Frage, was eigentlich nach dem Krieg gegen den Sturmkönig geschehen ist. "Das Böse ist in dem, was Sterbliche ... und Unsterbliche ... tun. Der Ort selbst ist nur ein Ort." Der Krieg ist zu Ende. Der Sturmkönig vernichtend geschlagen. Die noch lebenden Nornen sammeln sich, um sich in den Norden zurückzuziehen. Doch sie werden verfolgt und gejagt von einer Übermacht an menschlichen Kämpfern, die nur ein Ziel haben: Alle Nornen auszulöschen! Keiner dieser Teufel darf überleben. Inmitten der Menschen befindet sich auch eine Sitha namens Ayaminu, die Herzog Isgrimnur mit Rat zur Seite steht. Doch welche Pläne verfolgt sie wirklich? "Wir ziehen uns zurück. Wir verstecken uns. Wir werden immer weniger. Irgendwann wird es uns nicht mehr geben, außer in alten Geschichten. Und das werden nicht unsere Geschichten sein." Von den Nornen haben wir in der Osten Ard Reihe nicht allzu viel erfahren. Wir wissen, dass sie und die Sithi ein und dasselbe Volk sind, welches sich jedoch wegen Unstimmigkeiten entzweit hat. Die Nornen sind der düstere Part: Mysteriös, mit mächtigen Zauberkräften und gnadenlos. Daher hat mir nun ganz besonders gefallen, dass wir auch die verletzliche Seite der Nornen zu sehen bekommen. Zu sehen, dass sie Ängste haben, ihre Kinder schützen wollen und letztlich ja auch nur das Recht haben möchten zu leben. Plötzlich bekommen sie eine Seele. Vertrieben aus ihren alten Landen, trauern sie dem Verlorenen Garten nach. Tad Williams ist ein wirklich großartiger, begnadeter Geschichtenerzähler! Sein Gespür für den Weltenbau, seine unglaublich authentischen Figuren und die epischen Schlachten sprechen da für sich. Was mir bei ihm immer wieder auffällt ist der intensive Einblick, den er uns in seine Figuren gibt. Wir können ihnen ins Herz schauen. Lernen ihre Beweggründe kennen und bekommen ihre Stärken und Schwächen vor Augen geführt. Gerade das und das Zusammenspiel der Figuren mit- und gegeneinander, machen diese Reihe für mich so besonders. Im Bereich High Fantasy sind Tad Williams Osten Ard Bücher definitiv ein Must Read!
10. Juli 2025







