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„Erwählt vom Licht der Wälder“ von Emily Bähr ist der Auftakt der „Iron Empire“-Dilogie. Fantasy für Jugendliche ab 14 Jahren inspiriert von „Pocahontas“. Emily Bähr hat mich dieses Jahr sehr von sich überzeugt. Dies ist nun die dritte Reihe, die ich von ihr lese. Jede Einzelne erkundet andere Bereiche des Fantasy-Genres – ich liebe es. Da wir es dieses Mal mit einem klassischen Jugendbuch zu tun haben, ist die Liebesgeschichte sehr dezent und „Spice“ darf hier nun wirklich niemand erwarten. Gefühlt entwickelt sich im ersten Band auch eher eine Freundschaft als eine dramatische Liebesgeschichte, aber so sollte es in meinen Augen sowieso öfter sein. Passend dazu porträtiert Bähr wieder einmal ganz gesunde platonische Freundschaften zwischen den Geschlechtern und liefert uns damit gleich interessante Nebencharaktere. Doch worum geht es hier eigentlich? In seinem Kern ist es ein klares Statement zu unserer realen Klimakrise verpackt in einer Fantasy-Geschichte. Ebenso wird auch der Kolonialismus und seine bis heute bestehenden Auswirkungen thematisiert. In „Erwählt vom Licht der Wälder“ prallen nämlich zwei Welten aufeinander: die Ureinwohner, die in Harmonie mit den Wispernden Wäldern leben, und das Eiserne Imperium, das ebenjene Wälder ausbeutet. Der Fantasy-Aspekt ist eher dezent, dafür aber nicht weniger eindrucksvoll: denn der Wald ist lebendig und er setzt sich zur Wehr. Da ist es wenig verwunderlich, dass der Wald das deutlich reizvollere Setting darstellt. Dennoch ist es verständlich, dass Bähr uns beide Welten zeigen muss. Dass ich den Schreibstil der Autorin mag, muss ich beim mittlerweile fünften Buch wohl nicht mehr extra betonen – und tue es trotzdem: leicht leserlich, ohne Firlefanz und sehr bildhaft – Bähr liefert einfach immer eine gute Zeit. Ein Lob auch an die Hörbuch-Sprecher, die dieser neuen Welt Leben eingehaucht haben. Vielleicht hatte ich dank ihrem Einsatz nicht dieselben Herausforderungen bezüglich Kae, wie es einige andere Leser zu haben scheinen. Letztendlich habe ich „Erwählt vom Licht der Wälder“ in einem Tag verschlungen. Es war eine Wohltat, mal wieder ein unerotisches Jugendbuch zu lesen/hören. Ich fühlte mich offensichtlich durchweg gut unterhalten, überzeugt hat mich aber vor allem die implizierte Kritik an aktuellen Missständen in unserer Welt. 4,5/5 Sterne!
28. Dez. 2025
„Erwählt vom Licht der Wälder“ von Emily Bähr ist der Auftakt der „Iron Empire“-Dilogie. Fantasy für Jugendliche ab 14 Jahren inspiriert von „Pocahontas“. Emily Bähr hat mich dieses Jahr sehr von sich überzeugt. Dies ist nun die dritte Reihe, die ich von ihr lese. Jede Einzelne erkundet andere Bereiche des Fantasy-Genres – ich liebe es. Da wir es dieses Mal mit einem klassischen Jugendbuch zu tun haben, ist die Liebesgeschichte sehr dezent und „Spice“ darf hier nun wirklich niemand erwarten. Gefühlt entwickelt sich im ersten Band auch eher eine Freundschaft als eine dramatische Liebesgeschichte, aber so sollte es in meinen Augen sowieso öfter sein. Passend dazu porträtiert Bähr wieder einmal ganz gesunde platonische Freundschaften zwischen den Geschlechtern und liefert uns damit gleich interessante Nebencharaktere. Doch worum geht es hier eigentlich? In seinem Kern ist es ein klares Statement zu unserer realen Klimakrise verpackt in einer Fantasy-Geschichte. Ebenso wird auch der Kolonialismus und seine bis heute bestehenden Auswirkungen thematisiert. In „Erwählt vom Licht der Wälder“ prallen nämlich zwei Welten aufeinander: die Ureinwohner, die in Harmonie mit den Wispernden Wäldern leben, und das Eiserne Imperium, das ebenjene Wälder ausbeutet. Der Fantasy-Aspekt ist eher dezent, dafür aber nicht weniger eindrucksvoll: denn der Wald ist lebendig und er setzt sich zur Wehr. Da ist es wenig verwunderlich, dass der Wald das deutlich reizvollere Setting darstellt. Dennoch ist es verständlich, dass Bähr uns beide Welten zeigen muss. Dass ich den Schreibstil der Autorin mag, muss ich beim mittlerweile fünften Buch wohl nicht mehr extra betonen – und tue es trotzdem: leicht leserlich, ohne Firlefanz und sehr bildhaft – Bähr liefert einfach immer eine gute Zeit. Ein Lob auch an die Hörbuch-Sprecher, die dieser neuen Welt Leben eingehaucht haben. Vielleicht hatte ich dank ihrem Einsatz nicht dieselben Herausforderungen bezüglich Kae, wie es einige andere Leser zu haben scheinen. Letztendlich habe ich „Erwählt vom Licht der Wälder“ in einem Tag verschlungen. Es war eine Wohltat, mal wieder ein unerotisches Jugendbuch zu lesen/hören. Ich fühlte mich offensichtlich durchweg gut unterhalten, überzeugt hat mich aber vor allem die implizierte Kritik an aktuellen Missständen in unserer Welt. 4,5/5 Sterne!
28. Dez. 2025







