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Romane

Zeit ihres Lebens

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Über das Buch

»Die traurig-schöne und wunderbare Geschichte einer möglichen Liebe.« Ewald Arenz

Die Liebe adelt jedes Leben. Auch jenes von Frieda und Georg, zwei Menschen, die sie nicht gesucht haben, aber von ihr gefunden wurden. Frieda ist Grundschullehrerin, Georg Vertreter für medizinische Geräte. Als sie sich das erste Mal unverhofft begegnen, ist Georg sich sicher: Diese unbekannte Schöne ist seine große Liebe – und nicht die Frau, die er auf seinen Handelsreisen jeden Abend pflichtschuldig anruft. Und auch Frieda kann sich den groß gewachsenen Mann nicht aus dem Kopf schlagen. Als sie einander nach fieberhafter Suche schließlich wiederfinden, unterbreitet Frieda Georg ihren Plan: Sie können zusammen sein – in einem Leben außerhalb des Lebens, in dem einzig die Gegenwart herrscht, keine Vergangenheit, keine Zukunft. Nicht nur, um unentdeckt zu bleiben, sondern auch, um ihre Liebe so rein und schön zu halten wie im ersten Moment. Nur so, sagt sie, sei es möglich. Georg willigt ein, und ihre Geschichte beginnt.

Editionen (2)

ISBN9783548074894
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum27.08.26
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

74 Bewertungen

17 Rezensionen

3,9

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  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    666 Follower

    5,0

    Zeit ihres Lebens von Dirk Gieselmann ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mich tief berührt und deren Ende mich traurig zurückgelassen hatte. Georg und Frieda, Anfang 40 bzw. Ende Dreißig, lernen sich Anfang der Achtziger Jahre kennen. Georg ist Vertreter für medizinische Geräte. Er ist seit zwölf Jahren mit Anne verheiratet, die beiden haben einen Sohn. Ihre Ehe plätschert vor sich hin, Georg ist im Außendienst tätig, es passt ihm ganz gut, dass er selten zu Hause ist. Frieda ist Grundschullehrerin und ledig. Sie hatte noch nie eine längere Beziehung, da ihr der Richtige noch nicht begegnet ist – das ändert sich, als sie Georg kennenlernt. Die beiden lernen sich an einer Bushaltestelle kennen. Es regnet in Strömen und Georg bietet Frieda seinen Schirm an. Das ist der Beginn ihrer lebenslangen Liebesgeschichte. Frieda bietet Georg an, sein Familienleben weiterzuführen und gibt sich damit zufrieden, ihn während seiner Geschäftsreisen zu treffen. „Sie vermisste ihn, wenn er nicht bei ihr war, das schon, doch sie litt nicht mehr darunter: Sie wusste sicher, dass er wiederkommen würde, wie auf die Nacht der Morgen folgt, auf die eine Jahreszeit die nächste, dass er bei ihr sein würde, im März, im Juni, im September und Dezember.“ Der Autor erzählt die Geschichte aus beiden Perspektiven, der des Mannes und der Frau. Wir begleiten beide nicht nur während ihrer Treffen, sondern auch in ihrem Leben ohne den bzw. die andere. Frieda geht in ihrem Beruf auf, verbringt oft Zeit mit ihrem Neffen und ihrem Vater. Georg hingegen erledigt seinen Job pflichtbewusst und ohne große Begeisterung, genauso wie die Besuche bei den Schwiegereltern und den monatlichen Beischlaf mit Anne. Der Familienhund Bruno ist der Einzige, der sein Innenleben und seine Gedanken kennt und diese kommentiert. Georgs Unterhaltungen mit Bruno mochte ich sehr. „Denkst du oft an diese Frieda? Die meiste Zeit. Was ist mit Anne? Sie ist meine Frau. Aber liebst du sie? So gut ich kann. Ist das wenig oder viel? Es ist beides, irgendwie. Ich verstehe. Und bei Frieda ist es viel? Zu viel sogar.“ Es ist eine traurige Liebesgeschichte mit einem traurigen Ende in wunderschöner poetischer Sprache in Worte gefasst. Der Schreibstil erinnert mich an den Ewald Arenz, der zu meinen Lieblingsautoren gehört. Sehr gerne empfehle ich diesen etwas anderen Liebesroman weiter.

    10. Sept. 2025

  • antjeliest
    antjeliest

    193 Follower

    4,0

    Einfühlsame, (un)mögliche Liebesgeschichte

    Georg und seine Frau Anne haben jung geheiratet und inzwischen einen neunjährigen Sohn, beide Elternteile sind unglücklich in ihrer Ehe, doch keiner spricht das aus, beide harren aus, dem Kind zuliebe, es sind die frühen 80er Jahre. Als Georg zufällig bei einer seiner Reisen als Handelsvertreter der Lehrerin Frieda begegnet, spüren beide eine tiefe Verbundenheit. Doch es dauert lange, bis sie sich wiederbegegnen und sich eine behutsame Liebesgeschichte entwickelt, die über die „Zeit ihres Lebens“ anhält bis ins hohe Alter, obwohl sie sich nur etwa vier mal im Jahr sehen können und beide ihren Alltag weiterleben. Hin- und hergerissen zwischen den starken Gefühlen großer Liebe einerseits und Scham und Schuld andererseits, überdauert diese zärtliche Liebesgeschichte trotz moralischer Bedenken, die Jahrzehnte im Geheimen und lässt uns selbst nachdenken über das Verstreichen der Lebenszeit und verpasste Chancen von was auch immer. Thomas Arnold verleiht dieser wunderschön geschriebenen, teils melancholischen Geschichte, eine angenehme Wärme, ohne ins Kitschige zu kippen.

    25. Dez. 2025

  • anja._liest
    anja._liest

    331 Follower

    4,0

    Georg ist Handelsvertreter und lebt zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn. Gelangweilt von seinem Dasein als Familienvater freut er sich, wenn er in seinem Job unterwegs sein kann. Als er der Grundschullehrerin Frieda begegnet, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Er sucht sie und bald entsteht daraus eine Affäre. Gieselmann schreibt poetisch und klar über ein schwieriges Thema. Der Alltag mit der Frau ist langweilig, also wird sich für nebenbei eine andere Frau gesucht. Bei den beiden entsteht eine zerbrechliche und intensive Liebe, die natürlich ohne die schnöden Alltagssorgen auskommt. Einerseits ist der Ausbruch verständlich aber andererseits für mich auch verwerflich. Georg macht es sich leicht, übernimmt keine Verantwortung. Die Sprache hat mir hier sehr gut gefallen aber mit der Story hatte ich leider so meine Schwierigkeiten, zu einfach und zu klischeehaft. Ich habe bisher viele begeisterte Rezensionen zu diesem Buch gelesen. Das hier spiegelt natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung.

    25. Aug. 2025

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Dirk Gieselmann

Dirk Gieselmann, geboren 1978, wurde für seine Texte mit dem Henri-Nannen- und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihm, in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Armin Smailovic, der »Atlas der Angst«. Das gleichnamige Theaterstück wurde im Thalia Theater Hamburg aufgeführt. Gieselmann lebt mit seiner Familie in Berlin.

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