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Der Fremde

3,8(1324)
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Über das Buch

Editionen (14)

ISBN9783499332036
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.11.03
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

1324 Bewertungen

166 Rezensionen

3,8

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  • luzifer
    luzifer

    360 Follower

    3,5

    „Abends hat Marie mich abgeholt und hat mich gefragt, ob ich sie heiraten wollte. Ich habe gesagt, das wäre mir egal, und wir könnten es tun, wenn sie es wollte.“

    Albert Camus „Der Fremde“ ist ein Roman, bei dem man schnell merkt, warum er so oft gelesen und diskutiert wird – auch wenn ich am Ende eher zwiegespalten zurückbleibe. Die philosophischen Fragen rund um Sinn, Schuld und die Absurdität des Lebens werden sehr deutlich, vor allem durch die Erkenntnis ganz am Schluss. Dieses Ende verleiht der Geschichte im Nachhinein viel Gewicht und macht deutlich, worauf Camus eigentlich hinauswill. Der extrem trockene, nüchterne und fast schon stumpfsinnig deprimierende Schreibstil passt zwar perfekt zur Hauptfigur Meursault und bringt seinen Charakter sehr gut rüber, kann aber auch anstrengend sein. Gleichzeitig hat genau diese Trockenheit etwas Unterhaltsames, weil sie so konsequent durchgezogen ist und stellenweise fast absurd wirkt. Trotz der Kürze hatte der Roman für mich einige Längen. Manche Passagen ziehen sich, ohne wirklich Neues beizutragen, was das Lesen stellenweise zäh macht. Gerade deshalb war ich etwas enttäuscht, denn von einem so gefeierten Klassiker hatte ich mir insgesamt mehr erhofft. Unterm Strich ist „Der Fremde“ ein wichtiges Buch mit starken philosophischen Gedanken und einem einprägsamen Ende, das meinen Erwartungen aber nur teilweise gerecht wurde.

    „Abends hat Marie mich abgeholt und hat mich gefragt, ob ich sie heiraten wollte. Ich habe gesagt, das wäre mir egal, und wir könnten es tun, wenn sie es wollte.“

    12. Jan. 2026

  • mir4
    mir4

    10 Follower

    3,5

    Niemand hat einen Schreibstil der Camus seinem gleich ist

    Ich fand dass Buch hatte seine Stärke in der Simpel-heit und Camus einzigartigem Schreibstil. Kann man machen, muss man aber nicht.

    7. Jan. 2026

  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    2,0

    Albert Camus’ „Der Fremde“ gilt als Klassiker der Existenzphilosophie – doch trotz seines literarischen Rufs konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Die Geschichte um Meursault, einen emotional distanzierten Mann, der scheinbar gleichgültig auf das Leben und den Tod reagiert, wirkt zwar tiefgründig angelegt, bleibt aber für mich zu kühl und schwer zugänglich. Der nüchterne Schreibstil, der wohl die innere Leere des Protagonisten widerspiegeln soll, lässt die Handlung seltsam leblos erscheinen. Viele Passagen ziehen sich, und Meursaults Gleichgültigkeit macht es schwer, irgendeine emotionale Bindung zu ihm oder zur Geschichte aufzubauen. Auch wenn die philosophische Botschaft über Sinnlosigkeit und gesellschaftliche Erwartungen interessant ist, verliert sie durch die monotone Erzählweise an Wirkung. Insgesamt ist „Der Fremde“ sicherlich ein bedeutendes Werk der Weltliteratur, aber als Leseerlebnis fand ich es eher anstrengend und wenig mitreißend. Für mich persönlich überwiegt die theoretische Bedeutung den tatsächlichen Lesegenuss – daher nur 2 von 5 Sternen.

    19. Okt. 2025

3 von 166 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Albert Camus

Albert Camus wurde am 7. November 1913 als Sohn einer Spanierin und eines Elsässers in Mondovi, Algerien, geboren. Er studierte an der Universität Algier Philosophie, 1935 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei und gründete im Jahr darauf das «Theater der Arbeit». 1937 brach er mit der KP. 1938 entstand sein erstes Drama, Caligula, das 1945 uraufgeführt wurde, 1947 sein Roman «Die Pest». Neben seinen Dramen begründeten der Roman Der Fremde und der Essay Der Mythos des Sisyphos sein literarisches Ansehen. 1957 erhielt Albert Camus den Nobelpreis für Literatur. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall.Das Gesamtwerk von Albert Camus liegt im Rowohlt Verlag vor.

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