Blick ins Buch

Sci-Fi

Das Licht der letzten Tage

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Über das Buch

Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.

Editionen (4)

ISBN9783492971478
VerlagPiper ebooks in Piper Verlag
Erscheinungsdatum14.09.15
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

330 Bewertungen

57 Rezensionen

4,0

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  • roxy.schmidt
    roxy.schmidt

    118 Follower

    5,0

    Ein tödlicher Virus fegt in kürzester Zeit über die Welt hinweg – und mit ihm bricht die Zivilisation zusammen. Zwanzig Jahre später zieht eine reisende Theatertruppe durch die Überreste der Menschheit und spielt Shakespeare-Stücke, weil „Überleben allein nicht genug ist“. Doch als sie auf eine abgelegene Siedlung stoßen, begegnen sie einem gefährlichen Propheten, der ihr Leben bedroht. Was Station Eleven so besonders macht, ist, dass es kein typischer Endzeitroman voller Gewalt und Brutalität ist. Stattdessen erzählt es eine leise, fast melancholische Geschichte darüber, was bleibt, wenn alles zusammenbricht – über Kunst, Erinnerung und die Fragilität der Zivilisation. Der Schreibstil ist gleichzeitig klar und atmosphärisch, schnell und doch beruhigend, als würde man durch eine ferne, unwirkliche Erinnerung gleiten. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie die verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven nach und nach ein großes Ganzes ergeben. Erst am Ende fällt das letzte Puzzlestück an seinen Platz, und plötzlich macht alles Sinn. Es gibt viele kleine Details, die scheinbar bedeutungslos erscheinen, aber später eine tiefere Bedeutung bekommen. Was mich beim Lesen oft zum Nachdenken gebracht hat, ist, wie unterschiedlich Menschen dasselbe Werk, dieselbe Situation oder denselben Gegenstand interpretieren können – für die einen eine Quelle der Hoffnung, für andere eine gefährliche Offenbarung, die ihr Weltbild erschüttert. Das zeigt, wie sehr unsere Wahrnehmung von unseren eigenen Erfahrungen geprägt wird. Auch die Abhängigkeit von Technologie wird hier eindrucksvoll dargestellt. Ohne Strom, ohne moderne Annehmlichkeiten sind plötzlich die simpelsten Dinge – Licht, Sicherheit, Nahrung – der Schlüssel zum Überleben. Die Welt von Station Eleven ist düster, aber sie enthält auch Schönheit. Das Buch hinterlässt ein Gefühl von Verlust, aber auch von etwas Unerklärlichem – als würde man sich an eine Welt erinnern, die man nie selbst erlebt hat. Ein leises, aber kraftvolles Buch, das lange nachhallt.

    7. März 2025

  • buchspuren
    buchspuren

    142 Follower

    5,0

    Zwanzig Jahre, nachdem eine tödliche Grippe fast die gesamte Menschheit von der Erde gelöscht hat, zieht Kirsten mit einer Schauspieltruppe durch das postapokalyptische Nordamerika. Dies ist der Ausgangspunkt für diese schöne und gleichzeitig traurige Geschichte. Anders als andere Endzeitromane spinnt dieser ein immer dichter werdendes Netz zwischen den Protagonisten, welches am Ende alles zusammenführt. Kirstens Leben und das der Menschen, denen sie begegnet, wird immer wieder in Rückblenden erzählt. Wie sie aufwuchsen, ihr Leben vor der Auslöschung lebten, die Katastrophe und die Zeit danach überlebten. Die Autorin erzählt diese Geschichten so mitreißend, sie findet so schöne Worte, dass ich völlig darin gefangen war. Sie schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die sowohl melancholisch als auch hoffnungsvoll ist. "Wenn die Hölle die anderen Menschen sind, was ist dann eine Welt, in der fast überhaupt keine Menschen mehr leben?" (S. 182) Obwohl das Szenario düster ist, liegt der Fokus nicht auf Gewalt oder Grausamkeit, sondern auf der Resilienz des menschlichen Geistes und der Schönheit der kleinen Dinge, die im Angesicht des Verlusts bedeutsam werden. "Station Eleven" ist eine tiefgründige Meditation über das Überleben, die Kunst und die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein, wenn die Zivilisation, wie wir sie kennen, zerfällt.

    9. Juni 2025

  • fromme_helene
    fromme_helene

    115 Follower

    4,0

    Spannende Dystopie, in der die Handlungsstränge aus der alten und neuen Welt mit einander verwoben würden, damit etwas Neues entsteht. Die Protagonist*innen blieben mir dabei aber zu wenig greifbar.

    Spannende Dystopie, in der die Handlungsstränge aus der alten und neuen Welt mit einander verwoben würden, damit etwas Neues entsteht.
Die Protagonist*innen blieben mir dabei aber zu wenig greifbar.

    13. Aug. 2024

3 von 57 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Emily St. John Mandel

Emily St. John Mandel, geboren 1979, wuchs an der Westküste von British Columbia in Kanada auf. Sie studierte zeitgenössischen Tanz an der »School of Toronto Dance Theatre« und lebte danach kurze Zeit in Montreal, bevor sie nach New York umzog und anfing, für das literarische Online-Magazin »The Millions« zu schreiben. Sie lebt dort mit ihrem Ehemann. »Das Licht der letzten Tage« war auf der Shortlist des National Book Award, eines der renommiertesten Literaturpreise der USA, und stand monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste.

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