Station Eleven

Station Eleven

Hardback
4.0324

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Description

This Anniversary Edition of Station Eleven, a finalist for the National Book Award and named a Best Book of the Twenty-First Century by the New York Times, celebrates ten years of this now iconic novel with a new color illustration and a guide to “The Mandelverse”

A Kirkus Reviews Best Fiction Book of the Century

An audacious, darkly glittering novel set in the eerie days following civilization's collapse, Station Eleven tells the spellbinding story of a nomadic group of actors roaming the scattered outposts of the Great Lakes region, risking everything for art and humanity.

It is fifteen years after a flu pandemic wiped out most of the world's population. Kirsten is an actress with the Traveling Symphony, a small troupe moving over the gutted landscape, performing Shakespeare and music for scattered communities of survivors. But when they arrive in the outpost of St. Deborah by the Water, they encounter a violent prophet who digs graves for anyone who dares to leave. Spanning decades, moving back and forth in time, and vividly depicting life before and after the disaster brought everyone here, this suspenseful, elegiac novel is rife with beauty, telling a story about the relationships that sustain us.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Adventure
Format
Hardback
Pages
352
Price
32.50 €

Posts

57
All
5

Ein tödlicher Virus fegt in kürzester Zeit über die Welt hinweg – und mit ihm bricht die Zivilisation zusammen. Zwanzig Jahre später zieht eine reisende Theatertruppe durch die Überreste der Menschheit und spielt Shakespeare-Stücke, weil „Überleben allein nicht genug ist“. Doch als sie auf eine abgelegene Siedlung stoßen, begegnen sie einem gefährlichen Propheten, der ihr Leben bedroht. Was Station Eleven so besonders macht, ist, dass es kein typischer Endzeitroman voller Gewalt und Brutalität ist. Stattdessen erzählt es eine leise, fast melancholische Geschichte darüber, was bleibt, wenn alles zusammenbricht – über Kunst, Erinnerung und die Fragilität der Zivilisation. Der Schreibstil ist gleichzeitig klar und atmosphärisch, schnell und doch beruhigend, als würde man durch eine ferne, unwirkliche Erinnerung gleiten. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie die verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven nach und nach ein großes Ganzes ergeben. Erst am Ende fällt das letzte Puzzlestück an seinen Platz, und plötzlich macht alles Sinn. Es gibt viele kleine Details, die scheinbar bedeutungslos erscheinen, aber später eine tiefere Bedeutung bekommen. Was mich beim Lesen oft zum Nachdenken gebracht hat, ist, wie unterschiedlich Menschen dasselbe Werk, dieselbe Situation oder denselben Gegenstand interpretieren können – für die einen eine Quelle der Hoffnung, für andere eine gefährliche Offenbarung, die ihr Weltbild erschüttert. Das zeigt, wie sehr unsere Wahrnehmung von unseren eigenen Erfahrungen geprägt wird. Auch die Abhängigkeit von Technologie wird hier eindrucksvoll dargestellt. Ohne Strom, ohne moderne Annehmlichkeiten sind plötzlich die simpelsten Dinge – Licht, Sicherheit, Nahrung – der Schlüssel zum Überleben. Die Welt von Station Eleven ist düster, aber sie enthält auch Schönheit. Das Buch hinterlässt ein Gefühl von Verlust, aber auch von etwas Unerklärlichem – als würde man sich an eine Welt erinnern, die man nie selbst erlebt hat. Ein leises, aber kraftvolles Buch, das lange nachhallt.

5

Zwanzig Jahre, nachdem eine tödliche Grippe fast die gesamte Menschheit von der Erde gelöscht hat, zieht Kirsten mit einer Schauspieltruppe durch das postapokalyptische Nordamerika. Dies ist der Ausgangspunkt für diese schöne und gleichzeitig traurige Geschichte. Anders als andere Endzeitromane spinnt dieser ein immer dichter werdendes Netz zwischen den Protagonisten, welches am Ende alles zusammenführt. Kirstens Leben und das der Menschen, denen sie begegnet, wird immer wieder in Rückblenden erzählt. Wie sie aufwuchsen, ihr Leben vor der Auslöschung lebten, die Katastrophe und die Zeit danach überlebten. Die Autorin erzählt diese Geschichten so mitreißend, sie findet so schöne Worte, dass ich völlig darin gefangen war. Sie schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die sowohl melancholisch als auch hoffnungsvoll ist. "Wenn die Hölle die anderen Menschen sind, was ist dann eine Welt, in der fast überhaupt keine Menschen mehr leben?" (S. 182) Obwohl das Szenario düster ist, liegt der Fokus nicht auf Gewalt oder Grausamkeit, sondern auf der Resilienz des menschlichen Geistes und der Schönheit der kleinen Dinge, die im Angesicht des Verlusts bedeutsam werden. "Station Eleven" ist eine tiefgründige Meditation über das Überleben, die Kunst und die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein, wenn die Zivilisation, wie wir sie kennen, zerfällt.

5

Eine kleine Entscheidung kann ganze Leben verändern…

Ein Buch wie ein Wimmelbild oder ein Puzzle. Je länger man schaut, je länger man sich darauf einlässt Stück für Stück zusammenzulegen, ergibt sich ein Gesamtbild das alle Erwartungen übertrifft. Noch nie war ich so berührt, so mitgerissen, so erschüttert und erstaunt von einem Buch. Wahnsinnig spannend und abenteuerlich geschrieben, ein Meisterwerk und eine der besten Geschichten die ich je gelesen habe!

4

Spannende Dystopie, in der die Handlungsstränge aus der alten und neuen Welt mit einander verwoben würden, damit etwas Neues entsteht. Die Protagonist*innen blieben mir dabei aber zu wenig greifbar.

Spannende Dystopie, in der die Handlungsstränge aus der alten und neuen Welt mit einander verwoben würden, damit etwas Neues entsteht.
Die Protagonist*innen blieben mir dabei aber zu wenig greifbar.
3.5

Nicht ganz mein Fall und nicht was ich erwartet hatte. Ich hatte mit einem Roman gerechnet der sich mit dem Aufbau und Überleben nach einer weltweiten Pandemie beschäftigt. Das Buch setzt sich eher mit den persönlichen und emotionalen Entwicklungen auseinander und behandelt zum Großteil auch die Leben bzw. ein Leben verstärkt vor dem Zusammenbruch. Dennoch hat das Buch auch seine Spannungs- und „Aha“-Momente. Konnte mich aber nicht vollends überzeugen.

4

Station Eleven von Emily St. John Mandel aus dem #ullsteinverlag 🗺️ Ein tödlicher Grippevirus hat zugeschlagen und die Welt verändert. . Die Geschichte wird in Rückblicken und anhand aktueller Erlebnisse erzählt. . Arthur, ein Schauspieler, ist die Person, die alle Protagonisten miteinander verbindet. . Wir entdecken all die Menschen in dieser Geschichte, die dem Lebenden oder Verstorbenen Arthur begegnet sind. . Dieses Buch hat zu folgenden Dingen eine Erinnerung bei mir ausgelöst: 🔘 es gibt Parallelen zu dem großartigem Buch „Der Übergang“ nur ohne Vampire und nicht so fesselnd. 🔘 es gibt Parallelen zu dem Buch „der Wal und das Ende der Welt“ nur ohne die herzerwärmende Gemeinschaft. 🔘 es gibt Parallelen zu der Serie „The Walking Dead“ nur ohne die Zombis und die Brutalität 🔘 es gibt Parallelen zur Coronazeit nur ohne das Glück . Ich mag solche Bücher. Solche „Was wäre wenn Geschichten“ . Bei den Endzeitgeschichten kenne ich aber trotzdem noch andere und für mich noch bessere Bücher. . Aber dieses hier hat mich trotzdem sehr gut unterhalten, interessiert und ich habe mich nie gelangweilt! . 4 sehr gute Sterne 🌟 sind mein Fazit

3.5

Postapokalypse mit vielen Rückblicken

Ich mochte das Postapokalypse-Setting und grundsätzlich auch den Aspekt, dass dieser obskure Comic und die Bekanntschaft mit dem Schauspieler viele Personen in dieser neuen Welt zusammenführt. Ich weiß nur nicht, ob ich dazu die komplette Lebensgeschichte des Schauspielers und seiner Exfrau gebraucht hätte. Mehr Postapokalypse und weniger LA-Schauspieler-Gossip hätte mir besser gefallen. Aber die Postapokalypse selbst war interessant. Ich mochte die Idee einer reisenden Schauspielertruppe. Auch, wie sich der Kult gebildet hat, war interessant.

4

Dieses Buch hat so viele Jahre auf meinem SuB gelegen. Und das so unverdient! Ich bin hin und weg. Wer "Die Straße" von Cormac McCarthy oder "Die Stadt der Blinden" von Jose Saramago mag, wird auch "Das Licht der letzten Tage" mögen. 20 Jahre nach der Pandemie, dem Kollaps der Zivilisation begleiten wir eine Gruppe Überlebende auf ihrer Reise durch die vollkommen verwüstete Welt. Man erzählt von einem Ort, an dem viele Menschen friedlich miteinander leben, die Schauspieltruppe um Kirsten macht sich auf den Weg dorthin. Unterwegs kommen sie durch einen kleinen Ort am Lake Michigan, der von einem nebulösen Propheten beherrscht wird, der in seinem pseudo-religösem Wahn vor nichts zurückschreckt und die Aussicht auf einen friedlichen Neuanfang zu bedrohen scheint. Mir hat sehr gefallen, dass in einigen Rückblenden über scheinbar vollkommen zusammenhangslose Personen berichtet wird und am Ende alle roten Fäden geschickt zusammenlaufen. Ich habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt und finde auch nicht, dass das Buch Längen hat. Trotzdem musste ich es ab und zu für eine Weile zur Seite legen, um nicht vollkommen in diesem bedrückenden Setting unterzugehen. Erst jetzt habe ich gescheckt, dass es mittlerweile eine Netflixserie gibt und der Titel des Buches geändert wurde und ich habe ein bisschen Sorge, dass ich von der Umsetzung enttäuscht sein könnte. Hat jemand "Station Eleven" geguckt und eine Meinung dazu?

5

NEW FAVORITE BOOK. aah. where do i start? i loved this so much. i loved every single page. every single character. every moment of this book made me happy; it inspired me and fascinated me, it shocked me and it left me speechless! i've come to the conclusion that i'm a fan of stories that contain multiple interwoven stories. that's essentially what station eleven is, and all those stories are beautifully connected. it's definitely a big story because it spans maybe fifty to sixty (?) years, many lifetimes, a number of countries and a huge cast of characters. another thing that i love are small stories about characters who i feel close to, getting to know their lives, their fears, their thoughts; stories that feel intimate and achingly true. and this book has all of that as well! emily st. john mandel's writing was just gorgeous. the exact right amount of descriptive and everything was so poetic. i should've underlined the best quotes, there were so many! this book also contains many fascinating themes and ideas and i know i'll have to read it a second and a third time to take my time analysing them all. there are ideas about civilisation, what it means to be human, the importance of art/creating, possessions, or memory for example. this book is both nostalgic and hopeful and it's so full of deep feeling. it's about a tragedy, more than one actually, but it didn't make me sad at all, instead i feel like exploding with emotion in the most positive way!! this book was just so much MY THING. and at the same time it was unlike anything i've ever read. and well - this 'review' was super dramatic but i truly feel like this book will change my life a little, which is the point of reading books, isn't it?

4

Station Eleven erzählt die Geschichte einer Welt vor und nach einer tödlichen Grippe-Pandemie, die die Zivilisation vernichtet. Der Roman springt zwischen den letzten Tagen unserer bekannten Welt und "Jahr 20" nach dem Kollaps hin und her. Im Mittelpunkt stehen der Schauspieler Arthur Leander, der kurz vor der Katastrophe stirbt, und die junge Kirsten. Als Erwachsene zieht Kirsten mit der "Fahrenden Symphonie" – einer Gruppe von Schauspielern und Musikern – durch die neue Welt. Ihr Motto "Überleben genügt nicht" betont, dass Kunst und Gemeinschaft genauso wichtig sind wie Grundbedürfnisse. Ein mysteriöses Comic-Heft verbindet die Schicksale der Charaktere auf unerwartete Weise.

Station Eleven ist ein Roman, der eine melancholische Ruhe ausstrahlt und am besten wirkt, wenn man sich Zeit für ihn nimmt. Ich würde ihn nicht zwischendurch in der vollen U-Bahn lesen, sondern an einem Ort, an dem man die eigene Umgebung kurz ausblenden kann, um sich auf die leisen Töne der Geschichte einzulassen. Ein idealer Ort wäre ein Platz am Fenster in einem Zug auf einer längeren Reise. Wenn die Landschaft draußen vorbeizieht und man sich im warmen Abteil sicher fühlt, entfaltet die Geschichte über eine Welt, in der das Reisen gefährlich und mühsam geworden ist, ihre volle Wirkung. Emily St. John Mandels Station Eleven ist ein berührender Roman, der auf eindrucksvolle Weise Katastrophe, Hoffnung und die Bedeutung von Kunst verwebt. Ohne unnötigen Kitsch und mit einer sehr menschlichen Erzählweise schafft Mandel ein Buch, das weniger deprimiert als vielmehr nachdenklich macht. Mandels Sprache ist klar, gut lesbar und sehr bildhaft. Sie braucht keine Schockeffekte. Stattdessen beschreibt sie fast wehmütig Dinge, die für uns selbstverständlich sind: Flugzeuge am Himmel, das Internet, elektrisches Licht. Diese unaufgeregte Art zu schreiben macht den Verlust der Zivilisation greifbar, ohne dass es sich wie ein Horrorroman anfühlt. Die Wechsel zwischen den Zeiten wirken dabei nicht verwirrend, sondern eher wie Puzzleteile, die sich langsam zusammensetzen. Thematisch behandelt Station Eleven Fragen, die uns alle angehen: Was bleibt von uns übrig? Woran erinnern wir uns? Die Figuren kämpfen nicht nur gegen die Widrigkeiten der neuen Welt, sondern auch gegen das Vergessen. Der Roman zeigt, dass es oft nicht die großen Karrieren sind, die zählen, sondern die kleinen Gesten und Verbindungen zu anderen Menschen. Erzählerisch bricht Station Eleven mit dem typischen Aufbau eines Katastrophen-Thrillers. Es gibt keine straffe Action-Handlung, sondern ein Mosaik aus Lebensgeschichten. Das erinnert eher an moderne Gesellschaftsromane als an Science-Fiction. Zugleich hält das Buch unserer bequemen Gegenwart einen Spiegel vor. Mandel zeigt, wie zerbrechlich unser Alltag ist, aber auch, wie anpassungsfähig Menschen sein können. Mit Station Eleven gelingt Mandel ein wunderschönes, trauriges, aber auch hoffnungsvolles Buch. Es verbindet eine düstere Zukunftsvision mit einer Liebeserklärung an die Dinge, die uns Freude bereiten.

Station Eleven erzählt die Geschichte einer Welt vor und nach einer tödlichen Grippe-Pandemie, die die Zivilisation vernichtet. Der Roman springt zwischen den letzten Tagen unserer bekannten Welt und "Jahr 20" nach dem Kollaps hin und her. Im Mittelpunkt stehen der Schauspieler Arthur Leander, der kurz vor der Katastrophe stirbt, und die junge Kirsten. Als Erwachsene zieht Kirsten mit der "Fahrenden Symphonie" – einer Gruppe von Schauspielern und Musikern – durch die neue Welt. Ihr Motto "Überleben genügt nicht" betont, dass Kunst und Gemeinschaft genauso wichtig sind wie Grundbedürfnisse. Ein mysteriöses Comic-Heft verbindet die Schicksale der Charaktere auf unerwartete Weise.
5

Was bleibt, wenn die Zivilisation zusammenbricht?

St. John Mandel verwebt in ihrem dystopischen Roman geschickt die Perspektiven verschiedener Protagonist:innen über verschiedene Zeiträume und Länder hinweg zu einem großen Ganzen. Wie ein Puzzle setzt sie die Handlungsstränge zusammen, bis man als Leser:in irgendwann versteht, wie alles zusammenhängt. Da ist Kirsten, die als Teil eines bewaffneten Emsembles durch die Ödnis des postapokalyptischen Nordamerikas wandert und in den Siedlungen verbliebener Menschen Shakespeare-Stücke aufführt, denn „Nur Überleben ist nicht genug“. Da ist der große Arthur Leander, der am Abend des Ausbruchs des tödlichen Virus auf der Bühne im Elgin Theatre als King Lear tot auf der Bühne zusammenbricht. Da ist Miranda, die mit ihrem Werk Fluch und Segen gleichzeitig über die postapokalyptische Zivilisation bringt. St. John Mandel erzählt ihre Geschichte, die eine voller Hoffnung ist, in einer außergewöhnlich poetischen Sprache. Immer wieder webt sie Shakespeare-Zitate und Metaphern in die Handlung ein und verleiht der Geschichte dadurch auch einen hohen literarischen Wert. Zu guter Letzt lässt sich sagen: Die Geschichte fegt einen als Leser:in hinweg wie das Virus es mit der Menschheit im Roman vermag. Ein absolutes Meisterwerk!

3

Verschenktes Potential und viel Nebenher

Die Grundidee gefiel mir sehr, ich mag postapokalyptische Szenarien. Aber hier war einfach viel zu viel drumherum. Ich habe seitenweise Stellen übersprungen, in denen es um die Vorgeschichte und Ehen des verstorbenen Schauspielers Arthur ging oder der Comic seiner ersten Frau beschrieben wurde. Das fand ich zwischendurch einfach nur langweilig. Am Ende war zwar vieles nachvollziehbar und einige Fäden liefen zusammen und dort war dann auch schon Ende. Ziemlich unbefriedigend. Ich pendel zwischen 2,5 und 3 Sternen.

4

Mehr gibt's hier: https://nanafkb.wordpress.com Klappentext: Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer. [Quelle: www.piper.de] Meine Meinung: Bevor ich überhaupt etwas über den Inhalt rausfinden konnte, war ich vom Cover des Buches so angetan, dass es ganz schnell auf meiner Wunschliste gelandet ist. Vor allem der Farbverlauf und die Farbauswahl haben es mir angetan. Doch auch der Inhalt konnte mich im Verlauf des Lesens überzeugen. Das Buch beginnt an einem beliebigen Tag in Toronto und wir platzen in eine Theateraufführung des Stückes „König Lear“ von Shakespeare. Noch weiß niemand, wie verheerend die kommenden Stunden sein werden. Denn die sogenannte Georgische Grippe kommt schlagartig und ohne Vorwarnung. Und löscht 99% der Weltbevölkerung aus. Die Welt, mit all ihren Technologien und ihrem lang umkämpften Fortschritt, wird so nicht mehr existieren. Dieser erste Abschnitt fungiert als Ausgangspunkt. Im nächsten Abschnitt „reisen“ wir 20 Jahre weiter und befinden sich im Jahr 20. Die Zeitrechnung ist nun eine Andere. Die Auswirkungen der Grippe waren so einschneidend und für die noch existierende Bevölkerung so unglaublich, dass der Ausbruch der Grippe das Jahr 0 markiert. Die Zeitrechnung beginnt also für die überlebende Bevölkerung wieder von vorn. Denn obwohl sie überlebt haben, heißt es nicht, dass es ihnen gut geht. Mit der Zeit gibt es keine Elektrizität mehr, Lebensmittel werden knapp und verschwinden irgendwann ganz. Die Überlebenden müssen wieder von vorne beginnen. Nur noch mit dem Überresten von alten Gegenständen, die jetzt zum Teil vollkommen anders genutzt werden oder gar unbrauchbar sind. Dieses Buch beschreibt mehr oder weniger drei Handlungsstränge und Personen. Es gibt Kirsten, die gemeinsam mit der sogenannten Fahrenden Symphonie durchs Land reist. Diese Gruppe besteht aus ungefähr 20 Personen. Sie reisen von „Stadt“ zu „Stadt“, inszenieren entweder ein Theaterstück oder geben ein Konzert für die Bewohner und reisen dann weiter. Das machen sie nun schon viele Jahre und dadurch bereisen sie große Teile der noch existierenden Welt. Dann gibt es Clark, der erst recht spät im Buch auftaucht. Er bewohnt mit einer großen Gruppe den Flughafen. Mittlerweile ist er schon 70 Jahre alt, hat also den größten Teil seines Lebens hinter sich. Im Flughafen hat er eine Art Museum aufgebaut, in dem er Gegenstände aus der „alten“ Welt ausstellt und so der jungen Generation, die die alte Welt nicht oder nur ganz kurz kennenlernen durfte, zeigen will, wie es früher auf der Erde aussah und welche Mittel sie hatten. Besonders Themen wie Elektrizität und Kommunikation sind sehr faszinierend. Der Erzähl-Strang von Miranda ist besonders wichtig für dieses Buch. Denn dieser Teil hält die Geschichte zusammen. Sie hat in der alten Welt gelebt und war in dieser Zeit Künstlerin. Sie hat unter anderem eine Graphic Novel entworfen, die Namensgeberin für dieses Buch ist. Mehr will ich gar nicht erzählen

5

In einem vorangestellten Kommentar sagt George Martin: "Dieses Buch sollte nicht funktionieren, aber es funktioniert" - und ich kann ihm nur zustimmen. Es funktioniert sogar außerordentlich gut!

4

Mandel ist ja eine meine liebsten Gegenwartsautor:innen und auch Station Eleven war wieder ein good read. Im Buch hat die sog. Georgische Grippe 99% der Menschheit ausgelöscht und den Rest in ein vorindustrielles Zeitalter zurückgeworfen. Ich mag solche Stories und daher auch diese, aber ganz an Das Glashotel oder Sea of Tranquility kann das Buch nicht heranreichen. Es passiert einfach ein bisschen wenig und kaum einer der Charaktere hat mich wirklich abgeholt. Gerade noch 4 Sterne.

5

Ein besonderes Juwel innerhalb des "Dystopie-Genres", mit dem gleichzeitig Schrecken aber auch große Hoffnung greifbar transportiert wird!

4

This might be the only book I've ever really wanted to re-read.

4

Ein Roman über die Menschheit nach dem Zusammenbruch der Zivilisation. Erzählt aus mehreren Perspektiven, die teils im Davor, teils im Danach spielen. Eine stringente Handlung gibt es hier nur bedingt, aber dafür viele Einblicke in das Seelenleben der einzelnen Charaktere. Ich mochte diesen Aufbau sehr und die gesamte Erzählweise hat mich angenehm durch die Geschichte getragen. Ein wenig melancholisch, manchmal etwas verwirrend und einfach irgendwie schön.

3.5

Sehr kurzweilig

Interessante kurzweilige Geschichte.

4

Zu Beginn dachte ich, dass es ziemlich durcheinander und unzusammenhängend ist. Es wurden Sachen erzählt, die mich null interessierten. Doch gegen Ende wurden die Stränge zusammen geführt und das tatsächlich meisterhaft. Sehr sehr krass. Ein paar der Personen mochte ich gar nicht (allen voran Arthur, der irgendwie im Mittelpunkt von allem steht). Das Setting ist natürlich sehr gruselig weil so nah an der Realität mittlerweile. Die Szenen im Flughafen fand ich am Besten. Wieso das ganze jedoch den Titel Station Eleven hat... na irgendwie muss man sein Buch ja nennen ^^'

3

2.5 stars This one was difficult to rate for me, just because everyone loves it and I sort of didn't. I couldn't really get into it from the start. Only in the second half I started to enjoy my time listening to the audiobook (needless to say that I maybe wouldn't even have finished it if I had read it physically). What I enjoyed where the dystopian parts - I liked the descriptions of all the small things that weren't possible anymore, that changed. (Even though I feel like they could've taken a greater effort to get electricity back and stuff like that?) I was a strange reading experience, because the book switches between characters and episodes in time so much and I liked some of them and didn't enjoy others. Every time we learn more about one character - Miranda, Jeevan for example - I was into it. But then once it started talking about the Traveling Symphony again, I really didn't care? Also got confused by all the characters and I'm still not sure who is who or how they are connected. The writing was fine, sometimes I liked it and sometimes it annoyed me very much. I really hope I like Sea of Tranquility more than this one..

1

Post-Apokalypse-Roman mit Coronafeeling

"Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel erzählt von einer Pandemie, die 99% der Menschheit auslöscht. Die Geschichte folgt Überlebenden, die in einer postapokalyptischen Welt leben und sich an die Schönheit der Vergangenheit erinnern, während sie versuchen, Hoffnung und Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Leider war das Buch überhaupt nicht mein Fall. Ich hab es innerhalb weniger Stunden durchgelesen, einfach weil ich es beenden wollte. Es hat in meinen Augen keine Handlung und auch keine festen Protagonisten. Das Spiel mit der Sprache fand ich schrecklich, ebenso die Zeitsprünge (teilweise über 20 Jahre hinweg) Meiner Meinung nach hatte die Apokalypse zu wenig Platz. Schade :(

3

Ein Zerfall der Zivilisation

Das Buch hatte für mich zu wenig Fokus auf die Welt und ihren Zerfall. Es ging viel mehr um die Charaktere und ihre Bedürfnisse, Sorgen, Reuegefühle über die Vergangenheit. Ein spannendes Konzept, das mich stellenweise aber leider mit mehr Fragen zurückgelassen hat, als mir lieb war.

4

4.5 stars! What a ride. I will be thinking a lot about these characters for a while…

3

Hat mich nicht ganz überzeugt

Ich mochte die Geschichte und dass es aus so vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, wodurch nur langsam die Beziehungen zwischen den Charakteren klar wurden, aber ich fand das Ende ziemlich enttäuschend, da es kein richtiges Ende war und auch nichts spannendes passiert ist

3.5

Prä-, Peri- und Postapokalypse werden in diesem nicht chronologisch erzählten Buch abgehandelt, wobei es einige verschiedene Perspektiven gibt. Aufbau und Struktur fand ich gelungen, wie sich so, nach und nach der Zusammenhang zwischen den Figuren ergibt. Und obwohl mich das Buch alles in allem gut unterhalten hat, haben (vielleicht) die vielen Perspektivwechsel dazu geführt, dass ich keiner Figur wirklich nah gekommen bin, obwohl es mAn genau um diese Figuren geht. Begann ich mich für eine Person zu interessieren, tauchte sie erst nach zig Seiten und Kapiteln wieder auf. Aber ja, am Ende fügt es sich und unterhält.

5

oh wow

I read this book in german back when i was 11 or 12 years old and bought a copy in english a few weeks ago without realizing i already knew this book. Now as then it makes me feel incredibly insignificant in the best way possible.

5

WOW! What a beautiful book. I went into it not knowing much and I just could not put it down. I loved the characters, the connections between them, but also the whole story and the writing. I will think about this book a lot.

3

Im a huge fan of Sea of Tranquility, but this novel seems a bit dull. I guess I was hoping for more - more story, more surreal elements, more fun. Still a good book though.

3

Meine Gedanken Das Buch fing spannend an und schnell wurde einem klar, dass die Krankheit ganz in der Nähe ist. Doch was mir von Anfang an fehlte, war das hineinnehmen ins Drama. Auf einmal wechselte das Kapitel nämlich ins Jahr 20. Also ganze 20 Jahre nach dem Untergang der Zivilisation. Ich musste mich zuerst wieder zurechtfinden und mich an die neuen Personen gewöhnen. Und kaum wurde es mal spannend, wechselte es zu einer anderen Person und man erfuhr wieder einen Teil aus der Vergangenheit. Miranda "Das Leben war nie unseres" (...) "Es war immer nur geliehen." S. 126 Miranda ist die erste Frau von Arthur und hat das, für die Geschichte sehr wichtige, Comic gezeichnet. Dieses Comic begleitet Kirsten wie auch den Propheten durch die Neue Welt und spielt somit eine grössere Rolle. "So stand ich da, blickte auf mein zerstörtes Zuhause und versuchte zu vergessen, wie süss das Leben auf der Erde war." S. 132 Arthur "Die Liebe erhebt sich wie des Löwen Pranke." S. 195 Er stirbt noch vor der Pandemie an einem Herzinfarkt - und obwohl er damit eigentlich keine weitere Handlung in der Zukunft einnimmt - erhält er grossen Platz im Buch. Ja wenn ich es mir recht überlege, dreht es sich hauptsächlich um ihn. Denn jede andere Person im Buch, hat irgend eine Verbindung zu ihm. Kirsten "Erst wollen wir nur gesehen werden, aber sobald wir gesehen werden, reicht uns das nicht mehr. Danach wollen wir, dass man sich an uns erinnert." S. 227 Von ihr hätte ich gerne noch viel mehr gelesen, ich hätte mir gewünscht, dass das Buch mehr über sie erzählen würde. Doch leider erfuhr man meiner Meinung nach nur sehr oberflächlich über ihre Person und ihre Lebensgeschichte. "An je mehr Sie sich erinnern können, umso mehr haben Sie verloren." S. 236 Fazit Ich hatte mehr vom Buch erwartet. Es konnte mich nicht wirklich mitreissen, weil ich keine feste Bezugsperson hatte, mit der ich mitfühlen konnte. So war ich zum Beispiel auch nicht besonders traurig als Dieter starb, da ich vorher nur 1-2 Kapitel von ihm las und mich so gar nicht in ihn oder die Trauer von Kirsten versetzten konnte. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Handlung fliessend und nicht sprunghaft gewesen wäre. Somit verteile ich 3 von 5 möglichen Sternen.

4

Eindeutig ein Jahreshighlight 2019. Eine so wundervolle, berührende und durchdacht aufgebaute Geschichte hätte ich nicht erwartet. Aber ich fand hier alles, was für mich persönlich ein gutes Buch ausmacht: tiefgründige Figuren, Zusammenhänge, die es sich lohnt, zu entdecken, eine Botschaft und zarte Emotionen. Mich hat Emily St. John Mandel tief beeindruckt und die Geschichte und ihre Figuren spuken auch jetzt noch in meinem Kopf herum. Ich bin tief gerührt und so rasch wird mich dieses Buch bestimmt nicht mehr gehen lassen.

3

2.5 stars This one was difficult to rate for me, just because everyone loves it and I sort of didn't. I couldn't really get into it from the start. Only in the second half I started to enjoy my time listening to the audiobook (needless to say that I maybe wouldn't even have finished it if I had read it physically). What I enjoyed where the dystopian parts - I liked the descriptions of all the small things that weren't possible anymore, that changed. (Even though I feel like they could've taken a greater effort to get electricity back and stuff like that?) I was a strange reading experience, because the book switches between characters and episodes in time so much and I liked some of them and didn't enjoy others. Every time we learn more about one character - Miranda, Jeevan for example - I was into it. But then once it started talking about the Traveling Symphony again, I really didn't care? Also got confused by all the characters and I'm still not sure who is who or how they are connected. The writing was fine, sometimes I liked it and sometimes it annoyed me very much. I really hope I like Sea of Tranquility more than this one..

3

I can't get over how sad I am about the fact that I didn't fall in love with this book! I really wanted to! It seemed like the perfect book for me. A literary dystopia. I've even heard it likened to Atwood's speculative novels. And it does have really good moments! But most of the time it felt like the story was just meandering without getting to the point. Without getting anywhere really. The premise is actually perfect. After most of the population has been wiped out by a deadly virus we follow a group of actors and musicians called "The Travelling Symphony". Twenty years after the end of the world they travel from settlement to settlement performing music and Shakespeare's plays. The narrative switches between the past and the present and also between different characters who we come see are connected in various ways. It's a novel about the importance and value of art and culture; about survival and how just surviving is not enough. These are all topics and themes that attract me, which is why I absolutely wanted to read the book. And why I totally expected to love it. But somehow I was not drawn into the story and I can't quite fathom why that is. Sometimes I thought the writing was a bit off - there was a sentence that stretched over more than ten lines! - but that wasn't really it. The more I think about it the more I come to the conclusion that it was the characters. They were not fleshed out enough. I never imagined them as more than just characters in a book; they never became people to me. I want to give this a better review but regrettably I can't. This is not at all a bad book; but it's not great either. It's a good novel. Unfortunately nothing more and nothing less.

3

3.5 - because the writing was extraordinary and the story lines beautifully intertwined, and yet the book failed to sweep me off my feet. Solid read. Do recommend though.

4

Spannend

Kann man gut mal lesen, hat in mir viel das Denken ausgelöst, was wenn corona noch schlimmer geworden wäre. Bisschen traurig über das Ende.

3

2.5 stars This one was difficult to rate for me, just because everyone loves it and I sort of didn't. I couldn't really get into it from the start. Only in the second half I started to enjoy my time listening to the audiobook (needless to say that I maybe wouldn't even have finished it if I had read it physically). What I enjoyed where the dystopian parts - I liked the descriptions of all the small things that weren't possible anymore, that changed. (Even though I feel like they could've taken a greater effort to get electricity back and stuff like that?) I was a strange reading experience, because the book switches between characters and episodes in time so much and I liked some of them and didn't enjoy others. Every time we learn more about one character - Miranda, Jeevan for example - I was into it. But then once it started talking about the Traveling Symphony again, I really didn't care? Also got confused by all the characters and I'm still not sure who is who or how they are connected. The writing was fine, sometimes I liked it and sometimes it annoyed me very much. I really hope I like Sea of Tranquility more than this one..

5

4.5* Station Eleven ist wieder einmal so ein Buch welches ich echt schwierig zu bewerten finde. Einerseits hatte ich beim Lesen zwar schon so ein bisschen meine Kritikpunkte, doch andererseits habe ich es auch unglaublich gerne gelesen und ich weiss es ist ein Buches an welches ich noch lange denken werde und von dem ich mir auch gut vorstellen kann es in Zukunft nochmal zu lesen. Mir hat der Schreibstil von Emily St. John Mandel sehr gut gefallen, es gibt ein paar wirklich tolle Zitate aus dem Buch, doch besonders gut hat mir die Atmosphäre gefallen die in dem Buch erschaffen wurde. Ich konnte es wirklich kaum aus der Hand legen, obschon die Geschichte eher ein langsames Tempo hat. Ich hatte richtig das Gefühl in der Geschichte zu versinken. Einer meiner kleiner Kritikpunkte an dem Buch war, dass ich das Gefühl hatte teilweise wurde auf eher unwichtige Dinge sehr ausführlich eingegangen, während wichtige Ereignisse relativ schnell abgehandelt wurden oder ich mir zumindest teilweise gewünscht hätte gewisse Dinge noch etwas genauer zu erfahren. Dennoch gelingt es der Autorin aber all die verschiedenen Erzählstränge, Figuren und Zeiten so toll zusammen kommen zu lassen, dass schlussendlich doch nichts überflüssig wirkt und alles wie ein Puzzle perfekt zusammen passt. Wie schon erwähnt überzeugt das Buch nicht unbedingt durch eine rasante Handlung, sondern eher durch die Figuren und eher ruhigere aber sehr emotionale Momente. Station Eleven ist ganz anders als die meisten anderen Post Apokalyptischen Büchern, doch die Welt von Station Eleven wirkt durchgehend sehr realistisch, besonders da auch die Charaktere einfach irgendwie echt wirken. Abschliessend kann ich sagen, dass Station Eleven ein Buch ist welches noch lange in meinem Gedächtnis bleiben wird. Das Buch erzählt eine tragische, traurige, schreckliche aber auch hoffnungsvolle und schöne Geschichte über das Leben und darüber, dass Überleben nicht genug ist.

5

Ich fand dieses Buch absolut wundervoll - die Sprache, Geschichte, die Charakteren, einfach alles.

3

Irgendwie konnte es nicht nicht restlos überzeugen. Ich habe lange gebraucht bis ich drin war. Ich glaube einerseits, dass ich es als Buch nicht so gerne gelesen hätte wie ich es jetzt gehört habe. Andererseits war das Hörbuch mit den Wechseln zwischen den Zeitebenen sehr verwirrend.

2

Ich habe das Buch 2016 schon einmal als Ebook begonnen, es aber dann nach ungefähr zwei Dritteln abgebrochen, weil ich nicht so richtig in die Geschichte hineingefunden habe. Nun wollte ich der Story als Hörbuch eine zweite Chance geben und bereue es nicht, dies getan zu haben. Obwohl meine Bewertung auf den ersten Blick negativ ausfällt, muss ich sagen, dass das Buch keinesfalls schlecht ist. Dennoch gibt es ein paar Kritikpunkte, die einfach nicht meinen persönlichen Lesegeschmack getroffen haben und meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnten, die ich an ein Buch aus dem Science Fiction Genre habe. Das Hörbuch beginnt sehr vielversprechend: Jeevan, ein Paparazzo, besucht eine Theateraufführung und wird Zeuge, wie der berühmte Schauspieler Arthur vor den Augen aller an einem Herzinfarkt stirbt. Dieser Tod bleibt nicht der einzige, denn nach und nach wird fast die gesamte Menschheit von einer gregorianischen Grippe dahingerafft. Arthurs Schicksal ist somit nur eines von vielen. Mit diesem Einstieg hat die Autorin eigentlich eine perfekte Ausgangslage für einen spannenden Roman in einem Endzeitszenario geschaffen. Leider flacht der Spannungsbogen nach dem beklemmenden Beginn relativ rasch ab und statt dass die Story vom Überlebenskampf der Menschheit berichtet, springt Mandel in ihrer Geschichte in die Vergangenheit und setzt den Fokus auf Arthurs Leben, das sie in aller Ausführlichkeit schildert und durch die Blickwinkel seiner Exfrauen ergänzt wird. Die Handlung springt dabei zwischen den einzelnen Kapiteln immer mal wieder zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her, was es bei einem Hörbuch teilweise extrem schwierig macht, der Story folgen zu können. Im Buch hat man vermutlich noch die einzelnen Kapitelunterteilungen, die einem einen Hinweis geben können, das die Handlung an einem Ort spielt. Beim Hörbuch fehlt dies jedoch, deshalb hatte ich oftmals Mühe, dem Handlungsverlauf zu folgen. Der einzige Lichtblick war dabei die sehr angenehme Erzählweise der Sprecherin, der ich sehr gern zugehört habe. Arthurs Leben zu lauschen war nicht durchweg langweilig, allerdings war es Anbetracht des Genres des Buchs, einfach nicht das, was ich erwartet hatte. Das Buch hätte als Belletristik Roman viel besser funktioniert, denn das Endzeitszenario spielt eigentlich kaum eine Rolle für das Buch und kommt damit auch viel zu kurz. Ich hatte mir bis zuletzt erhofft, dass noch irgendetwas Spannendes passieren würde, das mir den Mund offen stehen lässt, aber leider hat Mandel in ihrem Buch komplett auf einen Spannungsbogen verzichtet und die Geschichte endete für mich ziemlich abrupt und dadurch für mich auch sehr unbefriedigend. Fazit: In meinen Augen handelt es sich bei "Das Licht der letzten Tage" um ein überbewertetes Buch, das nicht das hält, was es verspricht. Obwohl es sich um ein Endzeitszenario handelt, wird dem nur wenig Rechnung getragen. Der Grossteil der Geschichte nimmt die Schilderung der Vergangenheit eines Schauspielers ein, der zu Beginn des Buches der tödlichen Grippe zum Opfer fällt. Ich hätte aber viel lieber mehr über den Überlebenskampf der übriggebliebenen Menschheit erfahren. Der einzige Lichtblick war die sehr angenehme Erzählweise der Autorin, die selbst über die zähen Passagen hinwegtrösten konnte. Die Story an und für sich war okay, aber leider so belanglos, dass sie mir nicht lange in Erinnerung bleiben wird. Und genau aus diesem Grund kann ich dem Hörbuch nur 2.5 Sterne vergeben. Review aus 2016 Trotz interessanter Endzeit-Thematik, konnte ich mich nicht mit der verwirrenden und langatmigen Erzählweise anfreunden.

4

Eher 4,5 Sterne! Eine spannende post-apokalyptische Welt, in der ich total versunken bin. Es hat Spaß gemacht, nach und nach herauszufinden, wie alle Charaktere miteinander zusammenhängen und wie die Welt sich entwickelt, wenn die gesamte Gesellschaft zusammenbricht.

3

Drei Sterne sind eigentlich schon zu optimistisch, aber zwei wären gemein... Eigentlich ist das Buch nicht schlecht, der Schreibstil gefällt mir sogar. Es gibt auch durchaus symapthische Charaktere, aber die komplette Symphonie fand ich komisch, und konnte mir vor allem nicht merken, wer wer ist. Außerdem hat das Buch einfach keinen Spannungsbogen, es ist einfach nur eine Aneinanderreihung von Episoden. Ich musste mich wirklich zum Weiterlesen zwingen, ohne das Hörbuch, das es auf Spotify gibt, wäre das hier sehr sehr schwierig gewesen.

4

Buchbeschreibung Der Ausbruch der sogenannten Georgischen Grippe und die schnelle und stete Verbreitung auf der ganzen Welt ist der Anfang vom Ende. Alles beginnt damit, dass der berühmte Schauspieler Arthur Leander mitten auf der Theaterbühne zusammenbricht und stirbt. Innerhalb von Wochen und Monaten geht das Leben so wie wir es heute kennen zu Ende. Keine Elektrizität, kein fliessendes Wasser, keine Medikamente, keine Autos, keine Flugzeuge und kein Internet. Das Buch erzählt die Geschichte zur Zeit des Zusammenbruchs und 20 Jahre später. Meine Meinung Vielleicht war es nicht die allerbeste Voraussetzung für dieses Buch, dass ich eigentlich keine Endzeit-Geschichten mag. Weder als Buch, noch als Film oder Serie. Ich mag diese Thematik meistens nicht. Ich will mir das nicht ansehen, wie eine Gesellschaft (meistens ganz elend) zugrunde geht. Bei diesem Buch ist es anders. Klar, es ist schrecklich, es ist düster, es ist traurig. Aber gleichzeitig diese Geschichte die 20 Jahre nach dem Zusammenbruch spielt und so unglaublich toll war. Sie. war spannend, sie hat einem zum Nachdenken gebracht. Es war einfach nur wundervoll. Den Schreibstil würde ich jetzt nicht als poetisch bezeichnen, wie es bei diesem Buch immer wieder getan wird. Aber der Schreibstil ist schön und macht das Buch zu etwas schönem und besonderem, trotz der wirklich sehr schrecklichen Thematik. Die Geschichte welche 20 Jahre nach dem Zusammenbruch spielt, fand ich absolut sensationell. Die Geschichte des Zusammenbruchs eher nicht, was aber wohl wirklich an mir und meiner Apokalypse-Abneigung liegt. Es gibt noch einen kleinen Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt. Der hat mich aber ganz ehrlich am Allerwenigsten interessiert, auch wenn doch für die Geschichte sehr wichtig war. Das Buch ist leise und lässt einen über seine eigene Situation nachdenken. Es gibt keine Szenen die einen vor überschäumender Spannung fast wahnsinnig machen. Aber genau so ist es gut. Und dass das Ende doch viel schneller da sein könnte, als wir uns alle vorstellen kriegt man nicht mehr aus dem Kopf.

2

Ich versteh nicht ganz, was die Geschichte mir erzählen wollte

Zuerst mal: die Stimme der Sprecherin ist sehr angenehm. Die Geschichte selbst hat mich aber etwas ratlos zurückgelassen. Es war stellenweise schon interessant, aber ich weiß nicht, worauf die Geschichte hinaus wollte. Als wenn ich kurz ein Fenster aufgemacht und ein paar Leben beobachtet hätte, und jetzt ist es eben wieder zu.

5

Ich hätte Kirsten ja gerne noch ein bisschen begleitet...

5

Der Anfang des Buches ist auch direkt der Beginn des Untergangs der Welt, wie wir sie kennen. Die Georgische Grippe hat nun auch Toronto erreicht und breitet sich innerhalb kürzester Zeit dramatisch aus - und nur die wenigsten überleben. Der erste Teil, der einen einleitenden Charakter hatte, endet mit den Worten: [Tweet ""Es war vorbei mit der Virtualität." (Seite 43, "Das Licht der letzten Tage")"]...und bildet damit einen dramatischen Auftakt für die Handlung."Ich..." Jeevan wusste nicht recht, wie er das alles erklären sollte, also trat er zurück und deutete mit einer matten Geste wortlos auf die Einkaufswagen. Frank manövrierte seinen Rollstuhl durch die Tür und blickte in den Flur. "Du warst einkaufen, hm?", sagte Frank.Seite 37In dem Buch kommen einige Charaktere vor, deren Geschichten allesamt miteinander verwoben sind. Wie genau, erfährt der Leser dabei natürlich erst nach und nach im Laufe des Buches. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei Arthur, der einen Einfluss hat auf Jeevan, Clark und auch Kirsten. Diese vier bilden den Hauptkreis an Figuren, interagieren aber auch noch mit einer Vielzahl an anderen Personen. Trotz der schrecklichen Situation, in der sie sich befinden, schaffen die Figuren in Mandels Roman es, Hoffnung und Lebendigkeit auszustrahlen. Ein wichtiger Teil der Handlung geht auf die Fahrende Symphonie zurück, zu der auch Kirsten gehört. Diese ist eine Zusammensetzung aus einem Orchester und einer Shakespeare-Theatergruppe, welche zusammengefunden haben und seit langer Zeit schon durch ein bestimmtes Gebiet reist, um mit Musik- und Theateraufführungen den Menschen in den Dörfern, die sich gebildet haben, etwas Unterhaltung zu bringen.Die Grippe war damals wie eine Neutronenbombe auf der Erde explodiert, und es folgte eine Schockwelle - die ersten unsäglichen Jahre, als alle sich auf Wanderschaft begaben, bis den Leuten klar wurde, dass es keinen Ort auf der Welt gab, an dem das Leben so weiterging wie zuvor, und sie sich irgendwo ansiedelten und sich zur Sicherheit zu Gruppen zusammenschlossen, in Raststätten und ehemaligen Restaurants und alten Motels.Seite 49Die Handlung wechselt kapitelweise zwischen der Gegenwart und verschiedenen Zeitpunkten in der Vergangenheit. Die Gegenwart ist dabei schon mehr als zwanzig Jahre nach dem Ausbruch der Georgischen Grippe, doch auch dann herrschen noch schreckliche Zustände und der Hass und das Misstrauen unter den wenigen Überlebenden ist groß. Der Wechsel zwischen den Zeiten half mir dabei, ein besseres Verständnis zu entwickeln, wie die einzelnen Personen und Handlungsstränge miteinander in Verbindung stehen und welche Vergangenheit hinter den Charakteren steckt. Gerade die Szenen in der Vergangenheit - unserer Gegenwart - sorgten manches Mal für eine Auflockerung, da hier Situationen beschrieben wurden, die einem bekannt sind. Doch auch in der Gegenwart der Figuren wurden Parallelen zu unserer heutigen Welt erkennbar, was zum Teil doch eher erschreckend war.Die Hölle ist die Abwesenheit von Menschen, nach denen man sich sehnt.Seite 177Als roter Faden ziehen sich zwei Aspekte durch das Buch. Zum einen ist da - wie oben schon erwähnt - Arthur, welcher direkt im ersten Kapitel stirbt, aber dennoch die verschiedenen Protagonisten zusammenführt und daher eine wichtige Rolle auch über seinen Tod hinaus spielt. Der zweite Aspekt hängt indirekt auch mit Arthur zusammen, denn seine erste Frau Miranda hat einen Comic gezeichnet, welcher immer wieder in der Geschichte an verschiedenen Punkten auftaucht. Er handelt von einem Mann, Dr. Eleven, der auf einer Raumstation lebt (Station Eleven), da die Erde untergegangen ist. Die Idee, diesen Comic mit einzubinden, hat mich begeistert und ich würde diesen Comic auch liebend gerne lesen, da ich mir beim Lesen die einzelnen Zeichnungen sehr gut bildlich vorstellen konnte. Zwischendurch fungierte die Beschreibung des Comics auch dazu, dass die Handlung aufgelockert wurde, da man bei den Beschreibungen leicht ins Träumen geraten konnte.Das Seepferdchen ist ein gigantisches, rostrotes Vieh mit ausdruckslosen, untertassengroßen Augen, und auf seinem Kopf glüht seitlich das bläuliche Licht eines Funksenders. Lautlos bewegt es sich durchs Wasser, schön und albtraumhaft, und auf seinem geschwungenen Rücken sitzt ein menschlicher Reiter aus Untersee. Seite 105Emily St. John Mandel schreibt - zumindest in der deutschen Übersetzung durch Wiebke Kuhn - so lebendig und beschreibend, dass ich das Gefühl hatte, vor meinem inneren Auge liefe ein Film ab. Die Autorin entwickelte spannende Ideen für eine Welt nach dem Zusammenbruch der Zivilisation, wie zum Beispiel, dass die Fahrende Symphonie aus Pick Ups, die man nicht mehr gebrauchen kann, Kutschen gebaut hat.  Generell fand ich es faszinierend, wie die Autorin eine mögliche Entwicklung nach einer solchen Katastrophe sieht. Sie spricht in ihrem Roman viele wichtige Dinge an, die mich als Leserin immer wieder dazu brachten, über mich und mein Leben nachzudenken."Sie glauben also nicht, dass er seinen Job mag." "Richtig", sagte sie. "Aber ich glaube nicht, dass ihm das überhaupt bewusst ist. Wahrscheinlich begegnen Sie auf Schritt und Tritt Leuten wie ihm. Im Grunde sind das alles Hochleistungsschlafwandler." [...] "Oder vielleicht sollte ich eher sagen: Das ist das, was als Leben durchgeht. Das ist das, was für die meisten Menschen als Glück durchgeht. Typen wie Dan sind wie Schlafwandler", meinte sie. "Und nichts könnte sie jemals aufwecken."Seite 201fDer Roman "Das Licht der letzten Tage" ist etwas ganz Besonderes und ich kann ihn aus vollster Überzeugung jedem nur ans Herz legen. Die Autorin schafft es, vielschichtige Geschichtsfäden am Ende zusammenzuführen ohne auch nur eine Frage offen zu lassen. Während ich das Buch las, war ich komplett in seinem Bann und ich fühlte mich, als wäre ich ein Teil der Fahrenden Symphonie.In den alten Tagen war er ein paarmal in den ganz frühen Morgenstunden in den Flieger gestiegen, um von New York nach Los Angeles zu kommen, und da gab es immer einen Moment, in dem sich das Licht der aufgehenden Sonne von Osten nach Westen über die Landschaft ausbreitete, die Morgendämmerung sich in Flüssen und Seen spiegelte, die zehntausend Meter unter dem Fenster lagen, und obwohl er natürlich wusste, dass es im Grunde nur eine Sache der Zeitzonen war, dass es irgendwo auf Erden immer gerade Nacht oder Morgen war, empfand er in diesen Momenten insgeheim ein tiefes Vergnügen bei dem Gedanken, dass die Welt gerade erwachte.Seite 320

4

Als ich mit dem Buch begonnen habe, war Corona noch kein Thema. Irgendetwas weit weg in China. Beim Beenden sah das schon anders aus und ganz konnte ich das mulmige Gefühl beim Lesen nicht unterdrücken. Auch wenn es natürlich nicht vergleichbar ist, so ist es doch erschreckend realitätsnah. Ein Szenario, was sich durchaus so abspielen könnte. Und gerade der leise, nicht effekthaschende Schreibstil macht es umso intensiver. Es wird sich nicht in Grausamkeiten gewälzt, sondern es geht um Menschen. Deren Leben vor und nach der Pandemie, die hier 99% der Menschheit ausgelöscht hat. Die Charaktere sind dabei geschickt lose miteinander verknüpft und wir folgen ihnen in ihrem Alltag. Ihrem Leben mit Normalitäten wie Elektrizität, medizinischer Versorgung und Sicherheit und dem Leben danach in einer ganz anderen Welt. Manches war ein wenig belanglos, aber so ist das Leben nun mal größtenteils. Was mir am meisten im Gedächtnis bleiben wird, ist wie selbstverständlich wir in dieser Welt voller technischer Wunder leben und wie wenig wir das oft zu schätzen wissen.

4

Ein Virus bricht aus mit Namen georgische Grippe und wird Dank unserer ungehemmten, weltweiten Flugverkehrs innerhalb kürzester Zeit in alle Ecken der Welt gebracht. Ein infizierter Fluggast in der Maschine von Moskau nach Toronto bringt den Virus ins Land und rund eine Woche später sind die meisten Menschen des Landes daran gestorben. Vor einem Jahr hätte ich dies noch als reine Phantasie der Autorin abgetan und den Roman auf einer hohen emotionalen Flugebene zu Ende gelesen. Coronabedingt liest sich das Ganze aber im Jahr 2020 weniger unterhaltsam, sondern auf einer tieferen Ebene die Existenzängste ansprechend. Dabei würde ich die Autorin noch gar nicht mal loben aufgrund ihrer prophetischen Fähigkeiten, denn letztlich geht es hier nicht um Hamstereinkäufe und Maskenpflicht, sondern um die Frage, was uns bleibt, wenn die Zivilisation zusammenbricht und wir auf einen technischen Stand vor der Industrialisierung zurückfallen. Und dieses Szenario baut die Autorin gut aus und legt dabei den Schwerpunkt auf die psychologischen Auswirkungen auf die Überlebenden der Katastrophe. So geht es nicht wie in vielen anderen Postapokalypsen darum, sich gegen Zombies oder anderer nuklearbedingter Degenerationen durchzusetzen. Auch wird nicht die technischen Frage gestellt, wie die verbleibenden Menschen es bewerkstelligen könnten, die Zivilisation wie man sie kannte schnellstmöglich wieder aufzubauen. Es ist einfach alles am Arsch für die folgenden 20 Jahre und nun stellt sich der Autorin die Frage, wie das ceteris paribus sich auf das Verhalten der Menschen auswirkt. Auch die Ursache der Katastrophe wird nicht hinterfragt, wie bei einer ökologischen Dystopie. Insofern hebt sich das Buch, welches in erster Linie doch eher Unterhaltslektüre ist, von anderen apokalyptischen Romanen ab. Das einzig Nervige, was Frau Mandel dann doch als Stereotyp in ihr Buch packen musste, ist die Figur des Propheten, der eine Glaubensgemeinschaft um seine Person aufbaut und Angst und Schrecken damit verbreitet. Von Mad Max bis zur Passagen-Trilogie: man kommt wohl ohne einen derartigen Spinner in solchen Romanen nicht aus. Eine weitere Besonderheiten dieses Romans sind die zeitliche Erzählebenen. Statt chronologisch die Geschichte anzugehen, wird wild zwischen präapokalyptischer und postapokalyptischer Handlung gesprungen und auf diese Weise die Blickwinkel auf Ereignisse und Menschen immer wieder geändert. Das hat mir sehr gut gefallen. Empfand ich äußerst raffiniert vom Aufbau. Den 5. Stern gibt es nur nicht, um eine gewisse Abstufung zu Genrehighlights, wie [b:Der Übergang|11386767|Der Übergang (Der Übergang, #1)|Justin Cronin|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1327948425l/11386767._SX50_.jpg|2802546] oder [b:I Am Legend|40940649|I Am Legend|Richard Matheson|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1532484265l/40940649._SX50_.jpg|19273256] zu gewährleisten. Ich fand das Buch überraschend gut und kann es weiter empfehlen. Gerade in diesen Zeiten.

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Ein Virus bricht aus mit Namen georgische Grippe und wird Dank unserer ungehemmten, weltweiten Flugverkehrs innerhalb kürzester Zeit in alle Ecken der Welt gebracht. Ein infizierter Fluggast in der Maschine von Moskau nach Toronto bringt den Virus ins Land und rund eine Woche später sind die meisten Menschen des Landes daran gestorben. Vor einem Jahr hätte ich dies noch als reine Phantasie der Autorin abgetan und den Roman auf einer hohen emotionalen Flugebene zu Ende gelesen. Coronabedingt liest sich das Ganze aber im Jahr 2020 weniger unterhaltsam, sondern auf einer tieferen Ebene die Existenzängste ansprechend. Dabei würde ich die Autorin noch gar nicht mal loben aufgrund ihrer prophetischen Fähigkeiten, denn letztlich geht es hier nicht um Hamstereinkäufe und Maskenpflicht, sondern um die Frage, was uns bleibt, wenn die Zivilisation zusammenbricht und wir auf einen technischen Stand vor der Industrialisierung zurückfallen. Und dieses Szenario baut die Autorin gut aus und legt dabei den Schwerpunkt auf die psychologischen Auswirkungen auf die Überlebenden der Katastrophe. So geht es nicht wie in vielen anderen Postapokalypsen darum, sich gegen Zombies oder anderer nuklearbedingter Degenerationen durchzusetzen. Auch wird nicht die technischen Frage gestellt, wie die verbleibenden Menschen es bewerkstelligen könnten, die Zivilisation wie man sie kannte schnellstmöglich wieder aufzubauen. Es ist einfach alles am Arsch für die folgenden 20 Jahre und nun stellt sich der Autorin die Frage, wie das ceteris paribus sich auf das Verhalten der Menschen auswirkt. Auch die Ursache der Katastrophe wird nicht hinterfragt, wie bei einer ökologischen Dystopie. Insofern hebt sich das Buch, welches in erster Linie doch eher Unterhaltslektüre ist, von anderen apokalyptischen Romanen ab. Das einzig Nervige, was Frau Mandel dann doch als Stereotyp in ihr Buch packen musste, ist die Figur des Propheten, der eine Glaubensgemeinschaft um seine Person aufbaut und Angst und Schrecken damit verbreitet. Von Mad Max bis zur Passagen-Trilogie: man kommt wohl ohne einen derartigen Spinner in solchen Romanen nicht aus. Eine weitere Besonderheiten dieses Romans sind die zeitliche Erzählebenen. Statt chronologisch die Geschichte anzugehen, wird wild zwischen präapokalyptischer und postapokalyptischer Handlung gesprungen und auf diese Weise die Blickwinkel auf Ereignisse und Menschen immer wieder geändert. Das hat mir sehr gut gefallen. Empfand ich äußerst raffiniert vom Aufbau. Den 5. Stern gibt es nur nicht, um eine gewisse Abstufung zu Genrehighlights, wie [b:Der Übergang|11386767|Der Übergang (Der Übergang, #1)|Justin Cronin|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1327948425l/11386767._SX50_.jpg|2802546] oder [b:I Am Legend|40940649|I Am Legend|Richard Matheson|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1532484265l/40940649._SX50_.jpg|19273256] zu gewährleisten. Ich fand das Buch überraschend gut und kann es weiter empfehlen. Gerade in diesen Zeiten.

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