
776 Follower
Im Garten meiner Kindheit steht ein Bienenhaus. Die fleißigen "Ladys's" begleiten mich seit jeher durchs Leben und daher wollte ich auch diesen "Bienen-Roman" gern lesen. Jacob, Jake, 27, hat einen Irokesenschnitt, sitzt im Rollstuhl für den Rest seines Lebens und braucht bald keine Psychotherapie mehr. In diesem Sommer hat er die Schule beendet. Da er im letzten Halbjahr am Rückenmark verletzt wurde, kann er jetzt seine Eltern nicht verlassen. Das Verhältnis zum Vater ist schlecht. Die Mutter in der Kirche aktiv. Schön ist es nicht zu Hause. Alice, nebenberuflich Bienenzüchterin, hat einen Unfall mit zwölf Bienenstöcken auf der Ladefläche ihres Autos bei dem Jake beteiligt ist. Harry, ein junger arbeitsloser Mann mit den Hang, falsche Entscheidungen zu treffen. Diese drei begleiten wir hauptsächlich durch diesen einen Sommer der Entscheidungen. Die Geschichte wird chronologisch erzählten, mit Erinnerungen an vergangene Geschehnisse dazwischen, die stets passend sind. Nach und nach erfährt man, wieso die einzelnen so handeln und leben. Das ganze wird begleitet von Erläuterungen zum Bienenleben und Bienenjahr. Das ist sehr informativ und ergänzt das Verständnis. Interessant sind auch die Beschreibungen zum Summen der Bienen. Der Autorin gelingt es, beides, die Geschichte um die Protagonisten und die Entwicklung der Bienenzucht in Alice Bienengarten, fesselnd zu erzählen. Die Entwicklung der Charaktere sind nachvollziehbar und spannend. Nach und nach tritt eine Veränderung zu Tage, die den Charakteren die Chance aufzeigt, zu einem sinnerfüllten Leben zu finden und ihr Schicksal anzunehmen, um glücklich werden zu können oder nicht. Der Schreibstil der Autorin ist gemächlich. Sie nimmt sich Zeit, die Dinge zu beschreiben und zu entwickeln. Und so entstehen wunderbare Landschaftsbilder, interessante Menschen, sympathisch und abstoßend, und Bienenbeschreibungen, die deren Leben und Wesen aufzeigen. Aber auch Umwelt, Politik, Machtmissbrauch, Familieverhältnisse nehmen ein angemessenen Raum ein. Im Erzählstil mochte ich nicht so sehr, wenn die Autorin im Kapitel plötzlich zurückspringt, erzählt, was vor dem gerade im letzten Kapitel erzählen Ereignis noch passierte und dann die Geschichte nahtlos weiter führte. Da musste man immer gedanklich gut sortieren. Hat aber gleichzeitig die Aufmerksamkeit gestärkt. Sehr gefallen hat mir der Bezug zwischen Arbeit und Erfüllung, Zufriedenheit. Und besonders ans Herz gewachsen sind mir alle drei Hauptprotagonisten. Was für besondere Charaktere! Insgesamt habe ich eine super Zeit im Garten mit den Bienen verbracht und möchte keine Stunde davon missen. LESEEMPFEHLUNG.
17. Apr. 2026
Im Garten meiner Kindheit steht ein Bienenhaus. Die fleißigen "Ladys's" begleiten mich seit jeher durchs Leben und daher wollte ich auch diesen "Bienen-Roman" gern lesen. Jacob, Jake, 27, hat einen Irokesenschnitt, sitzt im Rollstuhl für den Rest seines Lebens und braucht bald keine Psychotherapie mehr. In diesem Sommer hat er die Schule beendet. Da er im letzten Halbjahr am Rückenmark verletzt wurde, kann er jetzt seine Eltern nicht verlassen. Das Verhältnis zum Vater ist schlecht. Die Mutter in der Kirche aktiv. Schön ist es nicht zu Hause. Alice, nebenberuflich Bienenzüchterin, hat einen Unfall mit zwölf Bienenstöcken auf der Ladefläche ihres Autos bei dem Jake beteiligt ist. Harry, ein junger arbeitsloser Mann mit den Hang, falsche Entscheidungen zu treffen. Diese drei begleiten wir hauptsächlich durch diesen einen Sommer der Entscheidungen. Die Geschichte wird chronologisch erzählten, mit Erinnerungen an vergangene Geschehnisse dazwischen, die stets passend sind. Nach und nach erfährt man, wieso die einzelnen so handeln und leben. Das ganze wird begleitet von Erläuterungen zum Bienenleben und Bienenjahr. Das ist sehr informativ und ergänzt das Verständnis. Interessant sind auch die Beschreibungen zum Summen der Bienen. Der Autorin gelingt es, beides, die Geschichte um die Protagonisten und die Entwicklung der Bienenzucht in Alice Bienengarten, fesselnd zu erzählen. Die Entwicklung der Charaktere sind nachvollziehbar und spannend. Nach und nach tritt eine Veränderung zu Tage, die den Charakteren die Chance aufzeigt, zu einem sinnerfüllten Leben zu finden und ihr Schicksal anzunehmen, um glücklich werden zu können oder nicht. Der Schreibstil der Autorin ist gemächlich. Sie nimmt sich Zeit, die Dinge zu beschreiben und zu entwickeln. Und so entstehen wunderbare Landschaftsbilder, interessante Menschen, sympathisch und abstoßend, und Bienenbeschreibungen, die deren Leben und Wesen aufzeigen. Aber auch Umwelt, Politik, Machtmissbrauch, Familieverhältnisse nehmen ein angemessenen Raum ein. Im Erzählstil mochte ich nicht so sehr, wenn die Autorin im Kapitel plötzlich zurückspringt, erzählt, was vor dem gerade im letzten Kapitel erzählen Ereignis noch passierte und dann die Geschichte nahtlos weiter führte. Da musste man immer gedanklich gut sortieren. Hat aber gleichzeitig die Aufmerksamkeit gestärkt. Sehr gefallen hat mir der Bezug zwischen Arbeit und Erfüllung, Zufriedenheit. Und besonders ans Herz gewachsen sind mir alle drei Hauptprotagonisten. Was für besondere Charaktere! Insgesamt habe ich eine super Zeit im Garten mit den Bienen verbracht und möchte keine Stunde davon missen. LESEEMPFEHLUNG.
17. Apr. 2026






