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Romane

Nenn mich einfach Superheld

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Über das Buch

Alina Bronsky erzählt vom Aufbruch aus der Isolation, von der Hoffnung auf Verständnis, von der Sehnsucht, als der erkannt zu werden, der man wirklich ist – und damit von allem, was das Erwachsenwerden ausmacht. Rasend komisch und herzzerreißend traurig, niemals weinerlich, aber immer wieder herrlich böse. Marek traut seinen Augen nicht, als er den Gruppenraum im Familienbildungszentrum betritt: ein Stuhlkreis mit sechs versehrten Jugendlichen, geleitet von einem unrasierten Guru mit sanfter Stimme und langem Haar. Ausgerechnet eine Selbsthilfegruppe! Marek dachte, er würde eine Lerngruppe fürs externe Abitur besuchen, und will mit der »Krüppeltruppe« nichts zu tun haben – doch schon ist er mittendrin und sein Leben steht Kopf. In Alina Bronskys drittem Roman geht es erneut so rasant zu, dass man nicht weiß, ob man gerade lachen oder weinen soll. Ihr jugendlicher Held hat eine Kampfhund-Attacke auf sein Gesicht hinter sich, will mit dem Leben nichts mehr zu tun haben und das Leben nichts mehr mit ihm. Die Nummer seiner Freundin hat Marek auf immer und ewig gelöscht. Auf die Straße traut er sich nur im Dunkeln, und auch dann nur mit Sonnenbrille. Was als ultimative Demütigung beginnt – von seiner alleinerziehenden Mutter in die falsche Gruppe gelockt worden zu sein –, erweist sich bald als große Chance. Eine zickige Schönheit im Rollstuhl, eine zarte Liebe, eine gemeinsame Gruppenfreizeit und ein plötzlicher Todesfall lassen Marek seinen Weltschmerz für immer vergessen.

Editionen (2)

ISBN9783462307207
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum10.09.13
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

34 Bewertungen

4 Rezensionen

3,1

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  • 12drue
    12drue

    111 Follower

    2,0

    Der Jugendliche Marek ist nach einer Kampfhundattacke entstellt. Da er sich komplett von der Außenwelt zurückgezogen hat, schickt seine Mutter ihn zu einer Selbsthilfegruppe. Schade, da ich vor ein paar Wochen von "Barbara stirbt nicht" so begeistert war, habe ich mich auf einen weiteren Roman von Alina Bronsky gefreut. Leider war "Nenn mich einfach Superheld" nichts für mich. Wenn ich die Figuren zwar von Anfang an unglaubwürdig und nervig fand, da sie andauernd ihr Verhalten und Ansichten grundlos ändern (keine Ahnung, ob das die auf dem Buchdeckel angepriesende "rasende Komik" sein soll...), waren die ersten Seiten für mich noch ganz interessant. Aber ein großer Szenenwechsel ca. in der Mitte fühlt sich wie ein Bruch an, da dort ganz andere Themen aufgemacht werden. Für mich fühlte es sich plötzlich wie ein ganz anderer Plot an. Der große Twist am Ende war für mich dann wirklich nur noch blöd. Sehr schade, mal sehen, ob "Barbara stirbt nicht" für mich ein One-Hit-Wonder bleibt oder ob mich Bronsky noch einmal überzeugen kann.

    29. Okt. 2025

  • dinaisy
    dinaisy

    214 Follower

    3,5

    Der Superheld, der keiner sein möchte, erlebt nach einem Rottweilerangriff einen Sommer, in dem er ganz langsam ins Sozialleben zurückfindet. Das Zurückschrecken vor den Bindungen, die sein Leben für ihn bereithält, finde ich super gelungen dargestellt! Zwei, drei Wendungen der Erzählung hätte ich jedoch nicht gebraucht und fand sie etwas drüber- so als müsste noch was für den Plot getan werden. Schade… 🐾

    24. Nov. 2024

  • daughterofhel
    daughterofhel

    12 Follower

    2,5

    Langatmig, zäh und unglaubwürdig... Insbesondere das Ende war dermaßen konstruiert, dass ich nur noch mit den Augen rollen konnte. Außerdem ging mir der unsympathische Protagonist unfassbar auf die Nerven... War nicht mein Fall. Schade, weil ich "Scherbenpark" sehr gemocht habe...

    18. Mai 2025

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alina Bronsky

Alina Bronsky, geboren 1978, lebt in Berlin. Ihr Debütroman »Scherbenpark« wurde zum Bestseller und fürs Kino verfilmt. »Baba Dunjas letzte Liebe« wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert und ein großer Publikumserfolg. 2019 und 2021 erschienen ihre Bestseller »Der Zopf meiner Großmutter« und »Barbara stirbt nicht«, 2024 folgte ihr Roman »Pi mal Daumen«, der als Lieblingsbuch der Unabhängigen ausgezeichnet wurde.

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