Blick ins Buch

Biografien

Ostende

3,6(57)
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Über das Buch

Mit »Ostende« hat Volker Weidermann Literaturgeschichte geschrieben – sein brillant erzähltes Buch über Schriftsteller im Exil ist ein moderner Klassiker geworden, der immer neue Leser in seinen Bann zieht – in Deutschland und in aller Welt.

Im Sommer 1936 treffen sich im belgischen Badeort Ostende Schriftsteller, die im Deutschland des Nationalsozialismus keine Heimat mehr haben. Stefan Zweig reist mit seiner Geliebten Lotte und der Schreibmaschine an, Joseph Roth kommt trotz Schnapsverbot, um Ferien zu machen und zu schreiben. Er verliebt sich ein letztes Mal: in Irmgard Keun, die» bloß wegwollte aus dem Land der Bücherverbrenner.

Volker Weidermann schreibt mit historischer Präzision und erzählerischer Leichtigkeit über Schriftsteller an einem Wendepunkt, er verwebt Biografie und Geschichte, Leben und Kunst. Sein Buch ist ein literarisches Ereignis: Es begeistert die Kritik, findet hunderttausende Leser, wird in zwanzig Sprachen übersetzt, führt zu einem Boom der Bücher von Keun, Roth und Zweig und begründet eine neue Form des Schreibens über Literatur.

Die Bücher von Volker Weidermann erscheinen nun im KiWi-Taschenbuch – »Ostende« ist der glanzvolle Auftakt.

Editionen (6)

ISBN9783462055818
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum05.11.26
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

57 Bewertungen

6 Rezensionen

3,6

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  • 3,5

    Nicht ganz leichte Kost … aber macht Lust auf die Bücher der Autoren.

    Ich glaube dieses Buch war mein erster „Sachbuch-Roman“ (so würde ich es jetzt einfach mal beschreiben). Ich gebe zu, dass ich mich ein wenig zwingen musste, am Ball zu bleiben. Auch weil ich es für einen Lesekreis lesen wollte. Ich habe auch sicherlich nicht alles „verstanden“, vielleicht auch, weil die Gedankenwelt der vorgestellten Autoren sehr weit von meiner eigenen Lebenswirklichkeit entfernt ist. Vielleicht bin ich auch einfach nicht „intellektuell“ genug, für die Welt der Kunstschaffenden. 😉 Ich finde die Zeit des Romans aber unglaublich spannend (gleichwohl auch erschreckend) und habe es über weite Strecke gerne gehört und nun sehr viel Lust, Romane von Zweig, Keun und Roth zu lesen.

    25. Feb. 2025

  • mzr.books
    mzr.books

    6 Follower

    2,0

    Ostende 1936, Sommer der Freundschaft hat mich leider nicht abgeholt. Es war mir zu literaturwissenschaftlich, historisch und hatte fast schon Sachbuch Charakter. Bis auf einzelne weibliche Figuren, blieben die Personen für mich blass und auch die hoffnungsvolle Stimmung kam bei mir leider nicht groß auf. Jedoch ist es für alle zu empfehlen, die sich für Schriftsteller im Exil zur Zeit des Nationalsozialismus interessieren!

    14. Feb. 2025

  • semjon
    semjon

    73 Follower

    3,0

    Dieser Art der Chronik-Bücher über einen engen Zeitraum der Geschichte sind durchaus unterhaltsam und lehrreich. Volker Weidermanns Buch über die literarischen Exilanten, deren Wege sich im belgischen Seebad 1936 kreuzten, ist da keine Ausnahme für mich. Im Gegensatz zu Illies' 1913 oder Wittstocks 1933 bleibt aber Weidermann bei seiner Betrachtung nicht so sehr am Zeitraum kleben, sondern erzählt die Biografie von Stefan Zweig, Joseph Roth und Irmgard Keun als zentrales Trio doch sehr weiträumig und hohem Tempo. Insofern hat mich der Buchtitel etwas getäuscht, denn ich hatte mehr eine Verdichtung der Begegnungen in Ostende erwartet und kein generelles Sachbuch über einen Teil der deutschsprachigen Exilliteratur. Dadurch das Weidermann sich stärker von dem chronologischen Geschichtspanorama löst, taumelt der Stil zwischen Roman und Sachbuch, wodurch ich mich viel öfter fragte als bei den beiden genannten Vergleichschroniken, was nun verbürgte Wahrheit und was Weidermannsche Phantasie entspricht. Das solche Art von Büchern keine Quellennachweise haben, kann ich verzeihen, denn sie haben ja auch keinen Anspruch auf eine wissenschaftliche Qualität. Aber insgesamt habe ich am Ende des Buchs eher das Gefühl, einen literarischen Aperitif genossen zu haben, der Hunger nach mehr Informationen über den beschriebenen Personenkreis weckt. Da muss ich mich doch wohl endlich mal [b:Meine Freunde, die Poeten|30656140|Meine Freunde, die Poeten|Hermann Kesten|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1466439325l/30656140._SY75_.jpg|51201118] von Hermann Kesten lesen, der seinerzeit auch in Ostende weilte.

    23. Feb. 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Volker Weidermann

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, war Gastgeber des »Literarischen Quartetts« im ZDF. Er ist Kulturkorrespondent der Zeit und Autor zahlreicher Bücher, darunter »Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen« und »Mann vom Meer«. Außerdem ist er Herausgeber der Reihe »Bücher meines Lebens«.

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