Blick ins Buch

Krimis

Goldstein

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Über das Buch

Ein jüdischer Gangster aus Brooklyn mischt Berlin auf

Berlin 1931: Wirtschaftskrise, gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen SA und Rotfront, Machtkampf unter den Ringvereinen. Gereon Rath bekommt den Auftrag, den US-Gangster Abraham »Abe« Goldstein zu beschatten. Aus einer Gefälligkeit für das Bureau of Investigation wird ein tödlicher Wettlauf.

Rath langweilt sich auf seinem Beobachtungsposten im Hotel Excelsior und ahnt nicht, dass Goldstein sich längst frei und bewaffnet in der Stadt bewegt. Als der Unterweltboss Marlow Rath zu einer privaten Ermittlung zwingt, gerät er zwischen die Fronten des Bandenkriegs. Charly Ritter, seine Nochimmernicht-Verlobte, hat den Vorbereitungsdienst angetreten, und als sie eine junge Obdachlose, die ohne Fahrschein in der S-Bahn erwischt wurde, bei der Vernehmung entwischen lässt, berühren sich ihre Ermittlungen mit denen Gereons – und sie bekommen richtig Krach.

Editionen (6)

ISBN9783462043235
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum10.10.11
Seitenzahl576

Rezensionen & Bewertungen

219 Bewertungen

16 Rezensionen

4,3

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  • bea777
    bea777

    482 Follower

    4,0

    Berlin war eine verdammt verrückte Stadt. Und sie schien immer verrückter zu werden.

    So endet der 3. Teil der Gereon Rath-Reihe. Das Zitat bezieht sich auf das Erstarken der Nazis in Deutschland und die beginnende Jagd auf jüdisches Leben. Aus meiner Sicht hat Volker Kutscher die dumpfe Gewalt der Braunhemden und die zunehmend gewaltvolle Atmosphäre in der Stadt gut dargestellt. Sie muss uns eine eindringliche Warnung sein. Parallelen zu heute sind leider sichtbar. Leitmotiv des Krimis ist das Thema Selbstjustiz, dass bei verschiedenen Protagonist*innen eine Rolle spielt, z.B. bei dem Straßenmädchen und Kriminellen Alex, die den Tod ihres Freundes Benny rächen will, für den scheinbar ein Polizist verantwortlich ist. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass dahinter eine Organisation steht, die ihren Ursprung in Polizeikreisen hat. Alex hat durch einen Zufall unfreiwillig Kontakt mit Charlotte Ritter, der Freundin von Gereon Rath. Mit viel Empathie versucht sie dem Mädchen zu helfen und herauszufinden, warum sie so große Angst vor Polizeibeamten hat. Darüber gerät sie ein ums andere Mal mit Gereon in Streit und die Beziehung steht kurz vor dem Ende. Rath ist zeitgleich in anderer Mission unterwegs. Er hat die undankbare Aufgabe den amerikanischen Gangster Abe Goldstein zu Beschattung. Der führt den Kommissar schon bald an der Nase rum und verfolgt seine eigene Agenda. Natürlich sind beide Handlungsstränge miteinander verbunden. Ein paar Fragen blieben am Ende leider unbeantwortet. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und die wesentlichen Aspekte wurden aufgeklärt.

    Berlin war eine verdammt verrückte Stadt. Und sie schien immer verrückter zu werden.

    8. Aug. 2025

  • keksisbaby
    keksisbaby

    97 Follower

    4,0

    Sehr dicht erzählte Story, um Kommissar Rath und die Zustände in Berlin 1933. Ich fand toll, das Charlotte Ritter hier etwas mehr im Mittelpunkt stand. Ansonsten ist es nach dem dritten Buch wie nach Hause kommen. Und nachdem man gern die goldenen 20 ger verklärt, wird hier auch die hässliche Seite gegen Ende gezeigt und die langsame Machtübernahme der Nazis.

    15. Aug. 2025

  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    129 Follower

    3,5

    Teil 2 fand ich etwas interessanter, aber mir gefällt, dass es politischer wird.

    12. Feb. 2025

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Volker Kutscher

Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Mit dem Roman »Der nasse Fisch«, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher fünf weitere folgten. Die Reihe ist inzwischen in viele Sprachen übersetzt und durch Tom Tykwers Verfilmung Babylon Berlin international bekannt.

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