Blick ins Buch

Romane

Der Kaninchenstall

3,6(258)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Tess Gunty ist jüngste Preisträgerin des National Book Award seit Philipp Roth und das größte Talent der amerikanischen Literaturgeschichte seit David Foster Wallace.

»Der Kaninchenstall« verspricht eine solch intensive Lektüre, dass man kaum noch von »lesen« sprechen mag. »Durchleben«, »durchstaunen« wären bei diesem Meisterwerk weitaus angebrachter, gar »Erlebnis« kommt einem in den Sinn. »Lebensverändernd« ist sie mindestens, die Lektüre dieses Romans.

Die ätherische Blandine, die eine Obsession für Hildegard von Bingen entwickelt hat und durch das System gefallen zu sein scheint, lebt nur durch die dünnen Wände eines schäbigen Apartmentkomplexes in einem ehemaligen Industrieort in Indiana von ihren skurrilen Nachbarn getrennt: einer Frau, die online Nachrufe schreibt, einer jungen Mutter mit einem dunklen Geheimnis, und jemandem, der im Alleingang einen Feldzug gegen Nagetiere führt. Willkommen im Kaninchenstall. Ein Roman über den amerikanischen Rust Belt und seine Bewohner, die keineswegs alle über einen Kamm zu scheren sind, wie man fälschlicherweise annehmen könnte.

Eine schonungslos schöne und beißend komische Momentaufnahme des zeitgenössischen Amerikas, eine hinreißende und provokante Geschichte über Einsamkeit und Sehnsucht, Verstrickung und schließlich: Freiheit.

Editionen (2)

ISBN9783462007138
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum07.11.24
Seitenzahl416

Merkmale

1 Bewertungen

LangsamSympathischMittelAnschaulichGlaubwürdigVerstörend

Rezensionen & Bewertungen

258 Bewertungen

44 Rezensionen

3,6

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  • p.illepalle
    p.illepalle

    191 Follower

    4,0

    Gott aber hat bestimmte Menschen mit Einsicht betaut, damit der Mensch nicht gänzlich dem Gespött verfiel.

    Ich glaube, ich benötige noch ein paar Tage, um dieses Buch überhaupt einordnen zu können... Ab Seite 1 ist das Buch spürbar anders geschrieben und beschrieben. Wir verfolgen das – teilweise wilde – Leben unterschiedlichster Menschen, deren Wege sich zeitweise überschneiden. Das Buch ist spannend, bewegend, verstörend, mitreißend und intensiv – und hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck, der noch lange nachwirkt. An manchen Stellen fehlt mir noch Kontext, aber vielleicht ist es auch meine fehlende Fantasie. Bei manchen Figuren hätte ich mir einen „Abschluss“ für meinen Seelenfrieden gewünscht. An einigen Stellen war mir das Buch zu weitläufig, und nichtsdestotrotz hat es ihm nicht geschadet. Ich wünsche an dieser Stelle allen Lesenden und natürlich meiner liebsten E. frohe Ostern und dicke Eier.

    6. Apr. 2026

  • peter_f
    peter_f

    82 Follower

    4,0

    „Kaninchenstall“ von Tess Gunty ist für mich ein origineller, schräger und zugleich sehr trauriger Roman über Einsamkeit, Gewalt und das Leben in einer heruntergekommenen Wohnanlage – ungewöhnlich, scharf beobachtet und voller skurriler Bilder. .

    Im Mittelpunkt steht eine trostlose Wohnanlage in Indiana, in der sehr unterschiedliche Menschen nebeneinander leben, ohne sich wirklich zu begegnen. Tess Gunty erzählt von Einsamkeit, von kaputten Familien, von Verletzlichkeit und von dem Gefühl, in einem System festzustecken, aus dem es kaum ein Entkommen gibt. Besonders auffällig ist die junge Protagonistin Blandine, deren Leben und Wahrnehmung den Roman immer wieder in seltsame, nachdenkliche und manchmal fast surreale Richtungen ziehen. Was mich an dem Buch beeindruckt hat, ist die Sprache: Gunty schreibt lebendig, frech, abrupt und oft sehr bildhaft. Der Roman springt zwischen Figuren, Perspektiven und Tonlagen, was ihn unruhig, aber auch spannend macht. Manchmal wirkt das absichtlich chaotisch, manchmal fast überladen, doch genau daraus entsteht eine ganz eigene Dynamik. Hinter dem Witz und der stilistischen Eigenwilligkeit steckt viel Melancholie, und immer wieder blitzen Momente auf, in denen die Verzweiflung der Figuren sehr deutlich wird. Für mich ist „Kaninchenstall“ kein leichter Roman, aber ein sehr besonderer. Er erzählt nicht geradlinig, sondern eher in Fetzen, Beobachtungen und Momenten, und gerade dadurch bleibt er im Kopf. Wer Bücher mag, die ungewöhnlich gebaut sind und nicht nur eine Geschichte, sondern auch eine Atmosphäre und eine Haltung vermitteln, wird hier viel finden.

    „Kaninchenstall“ von Tess Gunty ist für mich ein origineller, schräger und zugleich sehr trauriger Roman über Einsamkeit, Gewalt und das Leben in einer heruntergekommenen Wohnanlage – ungewöhnlich, scharf beobachtet und voller skurriler Bilder.

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    6. Apr. 2026

  • flo
    flo

    45 Follower

    5,0

    Großartiger Debüt-Roman: sprachlich abwechslungsreich & präzise, tragisch-komische Geschichte, vielschichtige Charaktere

    3 Tage vor

3 von 44 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Tess Gunty

Tess Gunty ist in South Bend, Indiana, geboren und aufgewachsen. Sie hat Kreatives Schreiben an der NYU studiert. Gunty lebt in Los Angeles. »Der Kaninchenstall« ist ihr erster Roman.

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