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Das Geld

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Über das Buch

Gierige Börsenspekulanten, undurchsichtige Finanzhaie, ihre großen und kleinen Opfer: Mit 'Das Geld' hat Emile Zola bereits 1891 einen hochmodernen Finanzthriller geschrieben, der aktueller ist denn je und einem breiten Publikum komplexe Zusammenhänge verdeutlicht, die gerade in der heutigen Welt für die meisten nicht mehr zu durchschauen sind.

Editionen (13)

ISBN9783458776116
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum16.04.12
Seitenzahl587

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

2 Rezensionen

2,5

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  • semjon.pfalz
    semjon.pfalz

    38 Follower

    2,0

    Der Roman hat mich teilweise aufgeregt, abgestoßen, genervt und gelangweilt. Eine Berg- und Talfahrt in Sachen Lesevergnügen wie bei der volatilsten Aktie an der Börse. Er ist meiner Ansicht nach kein Vergleich mit Germinal. Wahrscheinlich ist es für einen Autor wie Zola einfacher, ein packendes Buch über Menschen zu schreiben, die am Rande des Existenzminimums stehen, als über die Reichen und Gierigen. Während die Personen in Germinal durchaus Ambivalenzen hatten, sind die Börsenmakler, Bankbesitzer, Geldeintreiber und Spekulanten in diesem Roman alle einseitig schlecht und insgesamt blaß. Obwohl Zola ja über die Bestie Mensch seinen Romanzyklus schrieb, ist es in diesem Roman weniger der Mensch, sondern vielmehr der Kapitalismus als solches, der in der Kritik steht. Die Spekulanten schaffen keinen Gegenwert, sondern treiben die Kurse künstlich in die Höhe. Ich bin wahrscheinlich zu befangen, um das Buch mit der nötigen Distanz zu beurteilen. Mein Beruf ist es, solche Wirtschaftsverbrechen aufzudecken und am besten im Vorfeld zu verhindern. Die Finanzmärkte sind heutzutage so stark reguliert, weil Menschen wie der Protagonist Saccard in der Realität immer wieder auftauchten und durch dolose Handlungen nicht nur den Arbeitgeber, sondern den gesamten Finanzmarkt in einer Krise stürzen konnten. Die Beispiele aus dem realen Leben, wie z.B. die Barings Bank, Herstatt-Bank, Lehman Brothers, Wirecard sind allesamt interessanter und vielschichtiger als Zolas Fiktion. Es war mir einfach zu platt von der Aussage und zu lehrmeisterhaft, wie Zola die Geschichte dieses Börsenbetrugs durch Aktienrückkäufe und Insiderhandel erzählte.

    14. Apr. 2024

  • semjon
    semjon

    73 Follower

    2,0

    Der Roman hat mich teilweise aufgeregt, abgestoßen, genervt und gelangweilt. Eine Berg- und Talfahrt in Sachen Lesevergnügen wie bei der volatilsten Aktie an der Börse. Er ist meiner Ansicht nach kein Vergleich mit Germinal. Wahrscheinlich ist es für einen Autor wie Zola einfacher, ein packendes Buch über Menschen zu schreiben, die am Rande des Existenzminimums stehen, als über die Reichen und Gierigen. Während die Personen in Germinal durchaus Ambivalenzen hatten, sind die Börsenmakler, Bankbesitzer, Geldeintreiber und Spekulanten in diesem Roman alle einseitig schlecht und insgesamt blaß. Obwohl Zola ja über die Bestie Mensch seinen Romanzyklus schrieb, ist es in diesem Roman weniger der Mensch, sondern vielmehr der Kapitalismus als solches, der in der Kritik steht. Die Spekulanten schaffen keinen Gegenwert, sondern treiben die Kurse künstlich in die Höhe. Ich bin wahrscheinlich zu befangen, um das Buch mit der nötigen Distanz zu beurteilen. Mein Beruf ist es, solche Wirtschaftsverbrechen aufzudecken und am besten im Vorfeld zu verhindern. Die Finanzmärkte sind heutzutage so stark reguliert, weil Menschen wie der Protagonist Saccard in der Realität immer wieder auftauchten und durch dolose Handlungen nicht nur den Arbeitgeber, sondern den gesamten Finanzmarkt in einer Krise stürzen konnten. Die Beispiele aus dem realen Leben, wie z.B. die Barings Bank, Herstatt-Bank, Lehman Brothers, Wirecard sind allesamt interessanter und vielschichtiger als Zolas Fiktion. Es war mir einfach zu platt von der Aussage und zu lehrmeisterhaft, wie Zola die Geschichte dieses Börsenbetrugs durch Aktienrückkäufe und Insiderhandel erzählte.

    23. Feb. 2024

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