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Ulysses

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Über das Buch

Schon 1984 schuf Mimmo Paladino vier großformatige Linolschnitte zu Ulysses von James Joyce. Zehn Jahre später hatte der 1948 in Paduli/Italien geborene Künstler erneut die Möglichkeit, sich diesem »Welt-Alltag einer Epoche« (Hermann Broch) zu widmen: Es entstanden 18 Radierungen, deren aufwendiger Blattgoldfond an frühe Miniaturen in Stundenbüchern erinnert und die sich respektvoll vor dem Werk des Schriftstellers verbeugen. Dennoch illustrieren die Radierungen nicht bloß, sie erzählen auch ihre eigene Odysseus-Geschichte. Ihnen beigegeben sind ausgewählte Passagen aus dem Ulysses.Mimmo Paladino zählt zu den wichtigsten lebenden Künstlern Italiens; seine Werke wurden in zahlreichen Museen und Kunsthallen auf der ganzen Welt und auf den Biennalen in Paris, Sydney und Venedig sowie auf der Documenta in Kassel ausgestellt. Paladino lebt in Mailand und Paduli.

Editionen (26)

ISBN9783458172154
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum15.03.04
Seitenzahl56

Rezensionen & Bewertungen

69 Bewertungen

14 Rezensionen

3,7

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  • juwel
    juwel

    46 Follower

    4,0

    Ich habe mich zu Weihnachten 2024 als Buddy Read an meinen Vater verschenkt - zusammen mit dem Audio Guide. Um uns zusammen einem der größten Werke der Literaturgeschichte zu widmen. Er schenkte mir meine Suhrkamp-Ausgabe vor 26 Jahren zum Geburtstag und besitzt selbst auch noch eine zweibändige Taschenbuchausgabe. Aber gelesen hat das Buch bisher keiner von uns beiden. So lesen wir uns Seite an/ für Seite das ganze Jahr 2025 durch das unglaubliche Ulyssesuniversum. Vor jedem Kapitel informiere ich mich mit dem Audioguide, welches literarische Konstrukt diesmal das Fundament bildet und gewinne inhaltlich den Hauch einer Idee, worum es geht, bevor ich mich 18 Mal jeweils eine Stunde später in den Tag des 16.06.1904 in Dublin hineinwage. Ohne die Audiostütze hätte ich das Buch mit Sicherheit abgebrochen. Wir tauschen unsere Gedanken per E-Mail aus; mal ist er schneller fertig, mal ich. Zwischen uns liegen gute 30 Jahre Lebens-/Leseerfahrung und viele weitere Unterschiede, die uns das Buch aus ganz verschiedenen Perspektiven wahrnehmen lassen. Wir kommen uns über den Austausch auf neue Weise nahe, die ich nicht erwartet hätte. Deshalb bin ich sehr dankbar, dieses irre Buchexperiment von Roman gelesen zu haben. Ich habe vieles nicht verstanden (meinen Vater dadurch aber besser) und mir auf vieles meinen eigenen Reim gemacht. Ulysses ist definitiv Avantgarde. Geschrieben von einem empfindsamen, mutigen Mann, der seiner Leserschaft bis heute jede Menge Rätsel aufgibt. Ob ich mich irgendwann noch ein weiteres Mal auf die Irrfahrt mit Leopold Bloom begeben werde, dann im großen Containerschiff der kommentierten Ausgabe - ich weiß es nicht. Das erste Mal war definitiv eine unglaubliche Erfahrung, aber keine Sonntagsfahrt: 💜💜💜💜.

    7. Jan. 2026

  • leopoldy215
    leopoldy215

    18 Follower

    Was ein Projekt dieses Buch zu lesen oder sich zu „erarbeiten“ 😅🤓. Ich empfehle sehr den Audio Guide „Ulysses lesen“ und das ganze auch als Hörbuch zu hören. James Joyce war wohl auch Sänger und tatsächlich kam mir der Text vorgelesen mitunter zugänglicher vor als wenn ich ihn selbst gelesen habe. Keine Frage, es ist ein Kunstwerk. Ich empfand es als beglückend, anstrengend, teilweise frustrierend aber auch immer wieder freudig mich mit den Texten (eigentlich ist ja jedes Kapitel wie ein eigenes Buch) zu beschäftigen. Allerdings hatte ich auch schon in der Schule Spaß daran, mich Texten mit Interpretationshilfe und Hintergrundwissen zu nähern 😅 Ich würde sagen: Good Luck!

    27. Aug. 2025

  • jochenstein81
    jochenstein81

    71 Follower

    4,5

    Ein Stück Weltliteratur, das es in sich hat...

    Was soll man über dieses Buch schreiben? Ich bin froh, dass ich durch bin? Dass es toll war? Dieses Buch lässt mich etwas fragend zurück. Jeder, der es gelesen hat, hat vielleicht nicht alles verstanden, zumindest ging es mir so. Ohne Hilfe des Audio Guides von Ralph Schlüter wäre das Buch zur Tortur geworden... Hat es mir gefallen? Irgendwie schon, da manche Kapitel immer noch sehr aktuelle Themen anspricht. Das letzte Kapitel ist auch der Hammer, viele Seiten ohne Punkt und Strich, aber klar verständlich. Würde ich das Buch weiter empfehlen? Schwierig! Man sollte schmerzfrei sein und keine Angst vor Sekundär-Literatur haben... Es lohnt sich!

    25. Okt. 2024

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über James Joyce

James Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, wo er in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen aufwuchs. Joyce studierte am University College von Dublin moderne Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch. 1902 ging er nach Paris, um ein Medizinstudium zu beginnen. Er wandte sich dort aber dem Schreiben zu und führte einen ausschweifenden Lebensstil. 1903 kehrte er nach Dublin zurück, konnte dort jedoch nicht Fuß fassen. Mit seiner Geliebten und späteren Ehefrau Nora Barnacle siedelte er 1904 auf den Kontinent über und lebte hauptsächlich in Triest. Er schrieb Kurzgeschichten und überarbeitete seinen ersten Roman »Stephen Hero« , der später als »A Portrait of the Artist as a Young Man (Porträt des Künstlers als junger Mann)« veröffentlicht wurde. 1914 erschien Joyces erste Kurzgeschichtensammlung »Dubliners« . Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seiner Familie nach Zürich, wo sein bekanntestes Werk »Ulysses « entstand. Der Roman wurde 1918-1920 in Auszügen in der amerikanischen Zeitschrift »The Little Review« abgedruckt; 1921 wurde er wegen obszöner Inhalte verboten. 1922 erschien »Ulysses« schließlich in (zensierter) Buchform in der Pariser Buchhandlung »Shakespeare and Company«. 1920 zog Joyce auf Einladung seines Freundes Ezra Pound nach Paris, wo er bis zu Frankreichs Besetzung im Zweiten Weltkrieg lebte. Dort entstand sein letzter Roman » Finnegan’s Wake (Finnegans Totenwache)« , der 1939 veröffentlicht wurde. James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.

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