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Romane

So zärtlich war Suleyken

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Über das Buch

"Kleine Erkundungen der masurischen Seele" hat Siegfried Lenz diese Geschichten genannt. Was er in ihnen ans Licht bringt, ist eine Gesellschaft höchst skurriler Gestalten: ein listiger Großvater namens Hamilkar Schaß, den weder Tod und Teufel noch der Rokitno-General Wawrila beim Lesen stören können, die füllige Tante Arafa, die unversehens ihren Geist aufgibt, der Schiffer Manoah, der stumm ein großes Erbe abtritt, und viele andere. Alle sind sie Lachudders: Leute, mit denen man es gut meint, obwohl man sie im Grunde für Schlingel hält. Ihre Sprache, umständlich, verschlagen und hintergründig, ist zugleich so bunt wie der Markt von Oletzko und so festgefügt wie ein Bauernhaus in Suleyken. Diese E-Book-Ausgabe von "So zärtlich war Suleyken" wird durch zusätzliches Material zu Leben und Werk Siegfried Lenz' ergänzt.

Editionen (15)

ISBN9783455810875
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum04.10.12
Seitenzahl144

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

2 Rezensionen

3,9

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  • psor
    psor

    5 Follower

    5,0

    Hach, es wurde Zeit, dieses Buch wieder einmal zu lesen. So schöne, so lustige Geschichten über die seltsamen Leute im masurischen Dorf Suleyken. Ostpreußens Macondo. Weckte seinerzeit meine Liebe für die Weirdos, für die Strangeness. Shoutout an meine Eltern, die mich mit der Empfehlung dieses Buches anno dazumal in die Arme von Siegfried Lenz führten.

    23. Feb. 2024

  • estrelas
    estrelas

    59 Follower

    3,0

    „Hamilkar Schaß, mein Großvater, blickte nicht auf; statt dessen sagte er: ‚Es wird, Adolf Abromeit, alles geregelt, wie es kommen soll. Nur noch, wenn ich bitten darf, zwei Seiten vom Kapitelchen.‘“ Ein Leser, der sich, selbst vom Gewehr bedroht, nicht von seiner Lektüre abbringen lässt. Das ist nur der Anfang zu einer Reihe oft skurriler und amüsanter Geschichten aus dem erfundenen Ort Suleyken.

    11. Feb. 2024

Autorin / Autor

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, gestorben 2014 in Hamburg, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seit seinem Debütroman Es waren Habichte in der Luft von 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Mit den masurischen Geschichten So zärtlich war Suleyken hatte er 1955 seinen ersten großen Erfolg, Sein Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen (z. B. Der Mann im Strom, 1957, oder Brot und Spiele, 1959) und mit dem Nationalsozialismus bzw. seiner Aufarbeitung. Zu Lenz’ größtem Erfolg wurde der 1968 erschienene Roman Deutschstunde. Bis heute ist die Geschichte eines Polizisten, der im Nationalsozialismus das Malverbot seines Freundes überwacht, eine bestechende Entlarvung eines pervertierten Pflichtgefühls. Das Buch wurde verfilmt, avancierte zur Pflichtlektüre an Schulen und war international ein großer Erfolg. Der Deutschstunde folgten viele weitere große Romane (Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994, Landesbühne, 2009), welche Siegfried Lenz neben Schriftstellern wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren machte. Sein zweiter Roman Der Überläufer erschien postum im Jahr 2016 und wurde ein großer Erfolg. Für seine Bücher wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Gerhart-Hauptmann-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009.

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