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Romane

Das Leuchten in mir

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Über das Buch

»Das Buch entwickelt einen solchen Sog, es ist so unglaublich intensiv, es ist unglaublich traurig, es macht unheimlich Mut. Ein wirklich tolles Buch.« Christine Westermann, WDR

Emma ist vierzig und seit achtzehn Jahren mit Olivier verheiratet. Sie haben drei wohlgeratene Kinder, es könnte nicht besser sein. Dass etwas Entscheidendes in ihrem Leben fehlt, merkt Emma erst, als in einer Brasserie ihr Blick auf den von Alexandre trifft. Sie weiß sofort Bescheid. Für ihn wird sie alles riskieren, alles aufgeben – koste es, was es wolle. Der Bestsellerautor Grégoire Delacourt erzählt in seinem neuen Roman über eine große Leidenschaft, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz und die Stärke der Familienbande, die mehr auszuhalten vermögen, als es den Anschein hat.

Editionen (2)

ISBN9783455006704
VerlagAtlantik Verlag
Erscheinungsdatum05.08.19
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

7 Rezensionen

3,5

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  • helenaliebt
    helenaliebt

    83 Follower

    2,0

    Die Vorstellung, diejenigen gehen zu lassen, die man liebt, ist so brutal wie ein Verbrechen.

    Französisches "Ava liebt noch" Was habe ich da gelesen und was ist die Moral des Ganzen? Das man sich wie die Ziege Blanquette auf den Berg hinaus trauen soll mit dem Risiko gefressen zu werden und am Ende vom Wolf gefressen wird? Existiert Emmanuelle überhaupt, wenn kein Mann anwesend ist? "Das Leuchten in mir" ist eine Ansammlung von Enttäuschungen. Da leuchtet für mich gar nichts. Nicht die Vergangenheit, noch die Gegenwart, oder die Zukunft. Insgesamt ist Emma ein enttäuschender Charakter. Ich konnte mich mit ihr überhaupt nicht identifizieren Man kann ja seinen Mann verlassen, vor allem wenn es Gründe gibt, aber sich von den eigenen Kindern zu trennen, ist das eigentliche Verbrechen. Man hört niemals auf Mutter zu sein und die Kinder brauchen einen ein Leben lang. Selbstständigkeit macht eine Mutter nicht überflüssig. An dieser Stelle war ich mindestens genauso wütend wie Emmas Kinder. Geh doch mit deinem Liebhaber, aber lass doch dein Fleisch und Blut nicht zurück! Ich habe eine schön-tragische Liebesgeschichte erwartet, die dann tatsächlich endet bevor sie überhaupt beginnt. Wie kann überhaupt jemand die große Liebe sein mit dem man kein Leben geteilt hat? 18 Jahre gegen 3 Wochen Anschmachten in der "Brasserie André". Sie hat gesehen, wie er sich den Mund abtupft, geht folglich jeden Tag dort essen. Dann wechseln sie ein paar Worte und sie beschließen zusammen vor ihren Leben und Lieben zu fliehen. Für mich sind das Fluchtpartner und keine Seelenverwandten. Entsprechend sind Emmas Erinnerungen an Alexandre rar, wie dürftig. Aber sie merkt selbst nicht, dass sie den Mann eigentlich gar nicht gekannt hat. Er ist das was in ihr leuchtet. Ihre Aussicht auf ein anderes Leben. Es bleibt ihr verwehrt. Gleichzeitig kann sie in ihr altes Leben nicht mehr zurückkehren - weil es nicht auf sie gewartet hat. Sie endet auf einem Campingplatz als "Madame Pommes" Emma hat sich lächerlich gemacht. Das ist, so glaube ich, dass was der Autor uns sagen will: "Affären lohnen sich nicht, Kleines." Für den fremdgehenden Ehemann hat er jedoch ein Happy-End parat, an der Seite der blutjungen Schönheit. Für den hat es sich definitiv gelohnt. Er darf das. Mir wird gerade klar wie antifeministisch dieser Roman ist, weil er die Frau klein hält und den Mann erhöht. Emma ist gerade gut genug um in Tod und Krankheit da zu sein, um kostenfreie Care-Arbeit zu leisten. Dafür sind doch gute (Ehe)Frauen da, oder? Sie halten Händchen. Sie kümmern sich. In guten, wie in schlechten Zeiten. (Ehe)Männer dürfen verschwinden, nach Gusto leben, wenig bis gar keine Wertschätzung zeigen. Egal. Der Autor ist ein Mann. Das merkt man. Die Sprache ist gefühlsschwülstig. Viele, viele Sätze, die das gleiche sagen wollen. M-äh, M-äh, M-äh. Viel zu bemüht. Ich habe viele dieser Sätze angestrichen, doch es bleibt der Inhalt und der ist M-äh, M-äh, M-äh.

    Die Vorstellung, diejenigen gehen zu lassen, die man liebt, ist so brutal wie ein Verbrechen.

    2. Juli 2026

  • ms.julie.1984
    ms.julie.1984

    55 Follower

    2,0

    Die erste Hälfte war herausragend schön & die zweite Hälfte ein absolutes Trauerspiel. Ich komme nicht über diese Enttäuschung hinweg ...

    13. Jan. 2024

  • literatur.phantast
    literatur.phantast

    189 Follower

    5,0

    Welch unbeschreibliche Intimität und Tiefe

    "Ich versuche, zu erklären, ich will nicht, dass man mir vergibt. Ich werde im Laufe meiner Geschichte versuchen, der Alltäglichkeit eines Lebens zu danken." Das Leuchten in mir, erschienen im Atlantik Verlag und aus dem französischen übersetzt von Claudia Steinitz, hat nicht nur ein wunderschönes, zur Geschichte passendes Cover, sondern auch einen - für mich - überwältigenden Inhalt. Man muss von dem Buch vorher nicht mehr wissen, als der Klappentext (swipe) einem erzählt. Deshalb lass mich direkt zum schwärmen kommen: Grégoire Delacourt hat hier eine Geschichte von überwältigender Intimität und Tiefe, höchst poetisch geschrieben. Von Beginn an, entfaltete sich ein Sog der jegliche Faser in mir zum schwingen brachte. Alle Gefühle, Empfindungen und Emotionen wurden geweckt und aus meinem tiefsten Inneren nach außen gebracht sodass ich kurz vor dem zerreißen stand. "Auf der Suche nach den Ursprüngen meiner Schwächen stelle ich mit Bitterkeit fest, dass unsere Leiden niemals tief genug versenkt, unsere Körper niemals groß genug sind, um all unsere Schmerzen in ihnen zu begraben." Eine Geschichte, die solch eine Menschlichkeit aufzeigt, dass es weh tut. Man sieht ihre Fehler, man versteht ihre Fehler, man mag sie auch verurteilen - doch wir sind alle Menschen. Und was ist Liebe? Ich könnte Bücher damit füllen um darauf zu antworten. Liebe ist Alles. Liebe ist Gewaltig. Mächtig. Übernatürlich. Zu groß. Liebe ist der Tod. Liebe ist das Leben. Alles ist Liebe. "Ich weiß jetzt, dass die Trauer eine Liebe ist, die keinen Ort mehr hat." Ein großartiges Buch, das gerade das Thema "Liebe" genau so darstellt, wie ich es so mag. Durch die Wucht der Gefühle.

    10. Aug. 2023

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Grégoire Delacourt

Grégoire Delacourt wurde 1960 im nordfranzösischen Valenciennes geboren und lebt mit seiner Familie in Paris. Sein Bestseller Alle meine Wünsche wurde in fünfunddreißig Ländern veröffentlicht. Im Atlantik Verlag erschienen von ihm zuletzt u.a. der Spiegel-Bestseller Die vier Jahreszeiten des Sommers (2016), Das Leuchten in mir (2018) und Die wärmste aller Farben (2021).

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