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Die Vorstellung, diejenigen gehen zu lassen, die man liebt, ist so brutal wie ein Verbrechen.
Französisches "Ava liebt noch" Was habe ich da gelesen und was ist die Moral des Ganzen? Das man sich wie die Ziege Blanquette auf den Berg hinaus trauen soll mit dem Risiko gefressen zu werden und am Ende vom Wolf gefressen wird? Existiert Emmanuelle überhaupt, wenn kein Mann anwesend ist? "Das Leuchten in mir" ist eine Ansammlung von Enttäuschungen. Da leuchtet für mich gar nichts. Nicht die Vergangenheit, noch die Gegenwart, oder die Zukunft. Insgesamt ist Emma ein enttäuschender Charakter. Ich konnte mich mit ihr überhaupt nicht identifizieren Man kann ja seinen Mann verlassen, vor allem wenn es Gründe gibt, aber sich von den eigenen Kindern zu trennen, ist das eigentliche Verbrechen. Man hört niemals auf Mutter zu sein und die Kinder brauchen einen ein Leben lang. Selbstständigkeit macht eine Mutter nicht überflüssig. An dieser Stelle war ich mindestens genauso wütend wie Emmas Kinder. Geh doch mit deinem Liebhaber, aber lass doch dein Fleisch und Blut nicht zurück! Ich habe eine schön-tragische Liebesgeschichte erwartet, die dann tatsächlich endet bevor sie überhaupt beginnt. Wie kann überhaupt jemand die große Liebe sein mit dem man kein Leben geteilt hat? 18 Jahre gegen 3 Wochen Anschmachten in der "Brasserie André". Sie hat gesehen, wie er sich den Mund abtupft, geht folglich jeden Tag dort essen. Dann wechseln sie ein paar Worte und sie beschließen zusammen vor ihren Leben und Lieben zu fliehen. Für mich sind das Fluchtpartner und keine Seelenverwandten. Entsprechend sind Emmas Erinnerungen an Alexandre rar, wie dürftig. Aber sie merkt selbst nicht, dass sie den Mann eigentlich gar nicht gekannt hat. Er ist das was in ihr leuchtet. Ihre Aussicht auf ein anderes Leben. Es bleibt ihr verwehrt. Gleichzeitig kann sie in ihr altes Leben nicht mehr zurückkehren - weil es nicht auf sie gewartet hat. Sie endet auf einem Campingplatz als "Madame Pommes" Emma hat sich lächerlich gemacht. Das ist, so glaube ich, dass was der Autor uns sagen will: "Affären lohnen sich nicht, Kleines." Für den fremdgehenden Ehemann hat er jedoch ein Happy-End parat, an der Seite der blutjungen Schönheit. Für den hat es sich definitiv gelohnt. Er darf das. Mir wird gerade klar wie antifeministisch dieser Roman ist, weil er die Frau klein hält und den Mann erhöht. Emma ist gerade gut genug um in Tod und Krankheit da zu sein, um kostenfreie Care-Arbeit zu leisten. Dafür sind doch gute (Ehe)Frauen da, oder? Sie halten Händchen. Sie kümmern sich. In guten, wie in schlechten Zeiten. (Ehe)Männer dürfen verschwinden, nach Gusto leben, wenig bis gar keine Wertschätzung zeigen. Egal. Der Autor ist ein Mann. Das merkt man. Die Sprache ist gefühlsschwülstig. Viele, viele Sätze, die das gleiche sagen wollen. M-äh, M-äh, M-äh. Viel zu bemüht. Ich habe viele dieser Sätze angestrichen, doch es bleibt der Inhalt und der ist M-äh, M-äh, M-äh.

2. Juli 2026
Die Vorstellung, diejenigen gehen zu lassen, die man liebt, ist so brutal wie ein Verbrechen.
Französisches "Ava liebt noch" Was habe ich da gelesen und was ist die Moral des Ganzen? Das man sich wie die Ziege Blanquette auf den Berg hinaus trauen soll mit dem Risiko gefressen zu werden und am Ende vom Wolf gefressen wird? Existiert Emmanuelle überhaupt, wenn kein Mann anwesend ist? "Das Leuchten in mir" ist eine Ansammlung von Enttäuschungen. Da leuchtet für mich gar nichts. Nicht die Vergangenheit, noch die Gegenwart, oder die Zukunft. Insgesamt ist Emma ein enttäuschender Charakter. Ich konnte mich mit ihr überhaupt nicht identifizieren Man kann ja seinen Mann verlassen, vor allem wenn es Gründe gibt, aber sich von den eigenen Kindern zu trennen, ist das eigentliche Verbrechen. Man hört niemals auf Mutter zu sein und die Kinder brauchen einen ein Leben lang. Selbstständigkeit macht eine Mutter nicht überflüssig. An dieser Stelle war ich mindestens genauso wütend wie Emmas Kinder. Geh doch mit deinem Liebhaber, aber lass doch dein Fleisch und Blut nicht zurück! Ich habe eine schön-tragische Liebesgeschichte erwartet, die dann tatsächlich endet bevor sie überhaupt beginnt. Wie kann überhaupt jemand die große Liebe sein mit dem man kein Leben geteilt hat? 18 Jahre gegen 3 Wochen Anschmachten in der "Brasserie André". Sie hat gesehen, wie er sich den Mund abtupft, geht folglich jeden Tag dort essen. Dann wechseln sie ein paar Worte und sie beschließen zusammen vor ihren Leben und Lieben zu fliehen. Für mich sind das Fluchtpartner und keine Seelenverwandten. Entsprechend sind Emmas Erinnerungen an Alexandre rar, wie dürftig. Aber sie merkt selbst nicht, dass sie den Mann eigentlich gar nicht gekannt hat. Er ist das was in ihr leuchtet. Ihre Aussicht auf ein anderes Leben. Es bleibt ihr verwehrt. Gleichzeitig kann sie in ihr altes Leben nicht mehr zurückkehren - weil es nicht auf sie gewartet hat. Sie endet auf einem Campingplatz als "Madame Pommes" Emma hat sich lächerlich gemacht. Das ist, so glaube ich, dass was der Autor uns sagen will: "Affären lohnen sich nicht, Kleines." Für den fremdgehenden Ehemann hat er jedoch ein Happy-End parat, an der Seite der blutjungen Schönheit. Für den hat es sich definitiv gelohnt. Er darf das. Mir wird gerade klar wie antifeministisch dieser Roman ist, weil er die Frau klein hält und den Mann erhöht. Emma ist gerade gut genug um in Tod und Krankheit da zu sein, um kostenfreie Care-Arbeit zu leisten. Dafür sind doch gute (Ehe)Frauen da, oder? Sie halten Händchen. Sie kümmern sich. In guten, wie in schlechten Zeiten. (Ehe)Männer dürfen verschwinden, nach Gusto leben, wenig bis gar keine Wertschätzung zeigen. Egal. Der Autor ist ein Mann. Das merkt man. Die Sprache ist gefühlsschwülstig. Viele, viele Sätze, die das gleiche sagen wollen. M-äh, M-äh, M-äh. Viel zu bemüht. Ich habe viele dieser Sätze angestrichen, doch es bleibt der Inhalt und der ist M-äh, M-äh, M-äh.
2. Juli 2026







