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Romane

Wellenkinder

4,2(64)
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Über das Buch

Nichts ist so groß wie die Liebe einer Mutter

Berlin 2022: Vor über 30 Jahren ist Jans Mutter unter dubiosen Umständen verschwunden. Heute steht der Familienvater vor den Trümmern seiner Ehe, als ein erschreckender Fund an einem Küstenabbruch ihn zwingt, nach Rügen zurückzukehren und sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Boltenhagen 1970: Oda träumt von der Freiheit, doch ihre Flucht durch die Wellen scheitert. Als sie in der Haftanstalt Hoheneck ist, merkt sie, dass sie ein Kind erwartet.

Ostpreußen 1945: Margit gerät auf einem der letzten Schiffe von Königsberg über die Ostsee in einen Bombenhagel. Sie sieht, wie eine Frau gemeinsam mit ihrem Baby über Bord gehen will. In letzter Sekunde entreißt sie ihr das Bündel.

Drei Kinder ihrer Zeit auf der Suche nach Freiheit und dem Halt einer Familie.

ISBN9783548068695
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum31.08.23
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

64 Bewertungen

15 Rezensionen

4,2

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  • suselovesbooks19
    suselovesbooks19

    221 Follower

    4,0

    Über die Liebe von Müttern

    Ein ganz berührendes Buch der Leipziger Schriftstellerin Claudia Rikl (hier noch unter einem Pseudonym). Wir lernen die Charaktere Jan, Oda und Margit kennen, erst einzeln, dann führen die Handlungsstränge zusammen. Jan soll zurück nach Rügen kommen, da vermeintlich seine Mutter gefunden wurde. Aber diese ist doch vor ein paar Jahren im Ausland verunglückt. Wie kann das sein? Was dann ins Rollen kommt, hat Jan nicht erwartet. Wir reisen in die Vergangenheit, DDR und BRD, und lernen viel Unrecht kennen, aber auch starke Frauen. Vor allem aber ganz viel Mutterliebe und das starke Band zwischen Mutter und Kind. Ich finde im Besonderen die Charaktere der Mütter sind sehr authentisch beschrieben und die Handlungen aus Muttersicht sehr nachvollziehbar. Für mich hat die Schriftstellerin es sehr gut geschafft, ganz viel Emotion rüberzubringen.

    Über die Liebe von Müttern

    28. März 2026

  • er_lesen_es
    er_lesen_es

    253 Follower

    4,0

    ⭐️⭐️⭐️⭐️ Ich empfehle diesen Roman allen, die sich mit DDR-Geschichte auseinandersetzen möchten, denen, die diesen Staat vielleicht selbst noch miterlebt haben - aber auch insbesondere denen, die das alles nur aus Geschichtsbüchern oder Dokumentationen kennen. Es lohnt sich, denn über die hier dargestellten Charaktere und die Handlung des Buches lernt man alles noch viel intensiver kennen, als wenn man sich nur mit Sachmaterial beschäftigen würde.

    Komplexe Geschichte über Recht und Unrecht in der DDR  Die Zeit der deutschen Teilung hat viele dramatische Schicksale hervorgebracht - viele wurden nie aufgeklärt, viele nicht hinterfragt. Liv Marie Bahrow tut in ihrem Roman genau das - sie packt die Themen an, die sich - hinter vorgehaltenen Händen geflüstert - in 40 Jahren DDR-Geschichte verbergen. Sie gibt denen eine Stimme, die denunziert, verurteilt, betrogen und eingesperrt wurden. Und denen, die ahnungslos ein Leben lebten, das bei weitem nicht so klar und einfach war wie es den Anschein hatte. „Wellenkinder“ erzählt von Margit, Oda und Jan - zwei Müttern, die durch ein Kind miteinander verbunden wurden. Doch diese Verbindungen werden erst viele Jahre nach der Wende offenbar, als Jan zu seinem kranken Vater in seine Heimat zurückkehrt. Vor vielen Jahren verschwand seine Mutter Margit - doch was wirklich passiert ist, wird erst offenbar, als die Polizei nach 30 Jahren die Ermittlungen wieder aufnimmt. Jans Leben wird dadurch in seinen Grundfesten erschüttert und langsam kommt eine Geschichte ans Licht, die unglaublich erscheint, aber genau so durchaus hätte passiert sein können. Denn in der Zeit der DDR saßen nicht nur Kriminelle im Gefängnis, sondern oft auch Personen, die Kritik am System geäußert hatten oder durch nicht systemtreue Aktivitäten aufgefallen waren. Solch eine junge Frau war Oda. Und sie war schwanger. Liv Marie Bahrow erzählt detailreich und gut recherchiert, sie konnte mich mitnehmen in die Geschichte und mich sensibilisieren für das Unrecht, das Menschen in diesem Staat widerfahren ist. Auf mehreren Zeitebenen setzt sie die Puzzlestücke zusammen, die am Ende ein verstörendes, aber doch stimmiges Bild ergeben. Dabei konnte ich die Handlungsstränge, die in der Vergangenheit spielen, noch besser nachvollziehen als die in der Gegenwart. Die Charaktere in der Gegenwart, besonders Jans Noch-Ehefrau Gesa, konnten mich nicht für sich einnehmen. Nur Jans Schulfreund Silvio bildete da eine Ausnahme. Auch wenn das Buch insgesamt eine eher traurige und düstere Stimmung transportiert, vermittelt es doch einen sehr guten Eindruck davon, welches Unrecht Menschen widerfahren kann und davon, wie weit die Liebe von Müttern zu ihren Kindern gehen kann - seien sie nun durch Blutsverwandtschaft verbunden oder nicht.

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich empfehle diesen Roman allen, die sich mit DDR-Geschichte auseinandersetzen möchten, denen, die diesen Staat vielleicht selbst noch miterlebt haben - aber auch insbesondere denen, die das alles nur aus Geschichtsbüchern oder Dokumentationen kennen. Es lohnt sich, denn über die hier dargestellten Charaktere und die Handlung des Buches lernt man alles noch viel intensiver kennen, als wenn man sich nur mit Sachmaterial beschäftigen würde.

    21. Jan. 2024

  • lesefuchs85
    lesefuchs85

    52 Follower

    4,0

    eine aufwühlende Geschichte

    Der Roman erzählt von drei Kinder die auf der Suche nach Freiheit und dem Halt einer Familie sind. Das Cover fand ich schön und ansprechend. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den Schreibstil - war nicht so flüssig zu lesen . Aber hab mich schnell daran gewöhnt und es ging dann leicht und flüssig weiter. Am Anfang lernt man die Hauptprotagonisten kennen und man hat viele Fragen im Kopf. Gut fand ich die wechselnde Perspektiven und man war gespannt wie es mit den einzelnen Protagonisten weiter geht. Ich fand die gut ausgearbeitet und man hat mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten. Die einzelne Handlungsstränge werden nach und nach miteinander verwoben. Und allmählich lichtet sich die Geschichte und man versteht mehr. Ich fand besonders am Ende kommen noch paar überraschende Wendungen und alle Fragen wurden am Ende beantwortet. Man kriegt mit wie schwer es in DDR zu leben war - die gegen der Regime waren. Und was es für Folgen haben kann. Und wichtig dabei wird - Nichts ist so groß wie die Liebe einer Mutter. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt und ich gern weiterempfehle. Auch die Autorin Liv Marie Bahrow werde ich im Auge behalten.

    10. Okt. 2023

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Liv Marie Bahrow

Liv Marie Bahrow ist geboren und aufgewachsen in einer Kleinstadt in der ehemaligen DDR. Ihr kritisches Umfeld und die Ereignisse der Wendezeit haben sie tief geprägt. Sie ist Literaturwissenschaftlerin und Schreibdozentin und lebt mit ihrer Familie in Leipzig.

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