Shadow steht vor der Entlassung aus dem Gefängnis. Draußen wartet seine geliebte Frau Laura auf ihn, sein Freund Robbie hat ihm einen Job verschafft. Die Zukunft scheint vielversprechend - bis Shadow erfährt, dass Laura und Robbie gemeinsam bei einem Autounfall umgekommen sind. Plötzlich steht er vor dem Nichts. Und als ihn der geheimnisvolle Mr. Wednesday als Fahrer und Assistent anheuern will, kann er nicht ablehnen. Bald entdeckt Shadow, dass er sich in die Dienste eines Gottes begeben hat, des Allvaters Odin, der wie so viele europäische, asiatische und afrikanische Götter und Mythen mit den Einwanderern nach Amerika kam. Odin alias Mr. Wednesday braucht Shadows Hilfe, denn die alten Götter drohen ihre Macht zu verlieren gegen die Götter der Moderne, gegen Geld, Konsum und Fernsehen. Eine letzte große Entscheidungsschlacht steht bevor.
"Wir erwarten nichts sehnlicher als sein neues Buch."
Stephen King
"Großartig."
Diana Gabaldon
"Gaiman ist ein Meister."
Peter Straub
Das ist eines der Bücher, bei denen ich keine Ahnung habe, wie ich sie bewerten soll. Auf der einen Seite ist es genial, auf der anderen Seite hat es echt viele Längen und Passagen, die man nicht direkt versteht. Am Ende löst sich allerdings doch alles auf … also definitiv ungewöhnliches Buch. Ich bin jetzt gespannt, wie die Serie es umgesetzt hat.
26. Dez. 2025
4,0
Das ist eines der Bücher, bei denen ich keine Ahnung habe, wie ich sie bewerten soll. Auf der einen Seite ist es genial, auf der anderen Seite hat es echt viele Längen und Passagen, die man nicht direkt versteht. Am Ende löst sich allerdings doch alles auf … also definitiv ungewöhnliches Buch. Ich bin jetzt gespannt, wie die Serie es umgesetzt hat.
Mal wieder zeigt sich, dass die Bücher in Sachen Fantasy dem Film einiges voraus haben. Mochte ich die Serie, so muss ich nun sagen, ich liebe das Buch mehr. Es ist tiefer, besser, genauer. Es ist interessanter, weniger kitsch und Blut, dafür mehr Gedanke um Gedanken. Neil Gaiman entblättert mal wieder eine ganze Welt voller Zauberei, in welche man sich versenken und verlieben kann. Er ist, der größte Autor unserer Zeit
4. März 2024
5,0
Wunderbar und Spannend
Mal wieder zeigt sich, dass die Bücher in Sachen Fantasy dem Film einiges voraus haben. Mochte ich die Serie, so muss ich nun sagen, ich liebe das Buch mehr. Es ist tiefer, besser, genauer. Es ist interessanter, weniger kitsch und Blut, dafür mehr Gedanke um Gedanken. Neil Gaiman entblättert mal wieder eine ganze Welt voller Zauberei, in welche man sich versenken und verlieben kann. Er ist, der größte Autor unserer Zeit
"Have you thought about what it means to be a god? It means you give up your mortal existence to become a meme: something that lives forever in people's minds, like the tune of a nursery rhyme. It means that everyone gets to recreate you in their own minds. You barely have your own identity any more. Instead, you're a thousand aspects of what people need you to be. And everyone wants something different from you. Nothing is fixed, nothing is stable."
Hi Neil,
Das war ein ziemlich wilder Ritt. Bis zum Schluss habe ich eigentlich nicht so richtig verstanden, was ich da eigentlich lese.
Ich glaube, mir war es über weite Strecken einfach zu abgefahren und zu abstrakt und deswegen konnte ich keine Verbindung zum Buch aufbauen. Dabei ging es eigentlich ziemlich stark los. Die ersten 50-100 Seiten haben mir das Gefühl gegeben, ich sek in einem popkulturellen Werk der späten 1990er/frühen Nullerjahre gelandet (Big Lebowksi, Fight Club (?), etc. Man merkt definitiv, dass das Buch ein Kind seiner Zeit ist.
Die aufgebaute Stimmung und das World building haben mir im Allgemeinen auch eher gut gefallen, vor allem am Anfang. Es hatte durchgehend etwas sehr melanchoisches, besonders zu Beginn auch sehr fatalistisches. Eine dunkle, triste Atmosphäre mit den Vorzeichen auf bevorstehendes Unheil.
Diese zieht sich weiter durch mit alten Göttern, die in abgeranzten Vorstädten der modernen Welt oder billigen Motels leben müssen.
Die Art und Weise, wie verschiedene Szenen beschrieben werden, hat etwas kurioses (für viele vmtl befremdlich) - wie z. B. durch absurde Farbvergleiche ("rot wie eine Leber"). Auch der geschickte Einsatz von Beschreibungen trägt zu einerm recht einzigartigen Roman bei.
Wirklich großartig sind ebenfalls die vielen, sehr schön platzierten (pop-)kulturellen Referenzen (z.B. Auf Edgar Allan Poe).
Auch das Grundkonzept der Götter, die für ihr eigenes Überleben, auf Wertschätzungen/Opfergaben angewiesen sind, fand ich sehr logisch.
Wieso dann gebe ich nur 3.5 Sterne? Ich glaube, das Hauptproblem sind einfach die Charaktere. Mit keinem konnte ich wirklich bonden, insgesamt ist deren Ausarbeitung unbefriedigend. Wednesday, aber auch Shadow fallen für mich einfach komplett flach.
Ebenfalls könnte mich die Story letztlich nicht komplett überzeugen, es war mir einfach zu konfus.
Beides leider große Minuspunkte, daher am Ende 3.5 Sterne.
18. Juni 2024
3,5
"Have you thought about what it means to be a god? It means you give up your mortal existence to become a meme: something that lives forever in people's minds, like the tune of a nursery rhyme. It means that everyone gets to recreate you in their own minds. You barely have your own identity any more. Instead, you're a thousand aspects of what people need you to be. And everyone wants something different from you. Nothing is fixed, nothing is stable."
Hi Neil,
Das war ein ziemlich wilder Ritt. Bis zum Schluss habe ich eigentlich nicht so richtig verstanden, was ich da eigentlich lese.
Ich glaube, mir war es über weite Strecken einfach zu abgefahren und zu abstrakt und deswegen konnte ich keine Verbindung zum Buch aufbauen. Dabei ging es eigentlich ziemlich stark los. Die ersten 50-100 Seiten haben mir das Gefühl gegeben, ich sek in einem popkulturellen Werk der späten 1990er/frühen Nullerjahre gelandet (Big Lebowksi, Fight Club (?), etc. Man merkt definitiv, dass das Buch ein Kind seiner Zeit ist.
Die aufgebaute Stimmung und das World building haben mir im Allgemeinen auch eher gut gefallen, vor allem am Anfang. Es hatte durchgehend etwas sehr melanchoisches, besonders zu Beginn auch sehr fatalistisches. Eine dunkle, triste Atmosphäre mit den Vorzeichen auf bevorstehendes Unheil.
Diese zieht sich weiter durch mit alten Göttern, die in abgeranzten Vorstädten der modernen Welt oder billigen Motels leben müssen.
Die Art und Weise, wie verschiedene Szenen beschrieben werden, hat etwas kurioses (für viele vmtl befremdlich) - wie z. B. durch absurde Farbvergleiche ("rot wie eine Leber"). Auch der geschickte Einsatz von Beschreibungen trägt zu einerm recht einzigartigen Roman bei.
Wirklich großartig sind ebenfalls die vielen, sehr schön platzierten (pop-)kulturellen Referenzen (z.B. Auf Edgar Allan Poe).
Auch das Grundkonzept der Götter, die für ihr eigenes Überleben, auf Wertschätzungen/Opfergaben angewiesen sind, fand ich sehr logisch.
Wieso dann gebe ich nur 3.5 Sterne? Ich glaube, das Hauptproblem sind einfach die Charaktere. Mit keinem konnte ich wirklich bonden, insgesamt ist deren Ausarbeitung unbefriedigend. Wednesday, aber auch Shadow fallen für mich einfach komplett flach.
Ebenfalls könnte mich die Story letztlich nicht komplett überzeugen, es war mir einfach zu konfus.
Beides leider große Minuspunkte, daher am Ende 3.5 Sterne.