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Romane

Den Hund überleben

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Über das Buch

Wie es weitergeht, wenn es nicht mehr weiterzugehen scheint – ein bewegendes Debüt von Stefan Hornbach. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto Stiftung.

Sebastian sollte überall sein, aber nicht in seinem alten Kinderzimmer, nicht in diesem Neubaugebiet irgendwo in Deutschland. Er sollte in seiner WG sein, er sollte an der Uni sein, er sollte mit seiner besten Freundin Su zusammen andere Jungs kennenlernen und einfach leben. Aber alles kommt anders: Drei Tumore sind in seinem Körper, zwei davon faustgroß. Die Chemotherapie muss so schnell wie möglich beginnen und Sebastian zieht wieder zu seinen Eltern.

Eine starke Geschichte über Freundschaft und Familie, über Jungsein und Krankheit. Stefan Hornbach legt ein mitreißendes Debüt vor, das so selbstverständlich und bewegend von Existenziellem erzählt, wie es nur selten zu lesen ist.

Editionen (5)

ISBN9783453427259
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum13.12.23
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

9 Rezensionen

3,8

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  • 5,0

    Highlight ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Das Buch hat mich sofort gefangengenommen und lässt mich auch jetzt, nach Beerdigung, erstmal nicht los. Sebastian hat Krebs, ein Non Hodgkin Lymphom, insgesamt 3 Tumore. Was folgt ist die übliche Odyssee zwischen Ärzten, Diagnosen und Therapiemöglichkeiten. "Dr. Mittag kaut auf ihrer Unterlippe, dreht sich zu uns um und atmet kurz schnaubend aus. Junger Mann, mir tuts ja auch leid. Aber sie können davon ausgehen, dass wir das nächste halbe Jahr miteinander verheiratet sein werden. " Also zieht Sebastian wieder zu seinen Eltern und ergibt sich den Infusionen der Chemotherapie und den daraus resultierenden Wirkungen. "Diesmal war ich voll bis oben hin, bei jedem Schritt befürchtete ich, mich zu verschütten." Was folgt ist eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen. Der Mutter nicht zuviel Sorgen machen, dem Hund Pfötchen geben beibringen und den Freundinnen humorvolle Nachrichten zu schreiben. Aber: "Die Wahrheit findet in meinem Körper statt, ihm wollte ich zuhören-oder wenigstens Dr. Mittag, die meinen Körper zu vertreten hatte, offiziell, seine Sprache für mich in Worte übersetzte." Ein Pageturner, der mich sehr beeindruckt und berührt hat, ohne zu sentimental zu sein. Bei anderen hatte ich gelesen, dass sie die fehlende wörtliche Rede gestört hat. Dies hat meinen Lesefluss überhaupt nicht tangiert.

    4. Feb. 2024

  • seifenblasenblues
    seifenblasenblues

    332 Follower

    4,0

    Eine persönliche Geschichte zu bewerten ist natürlich absolut daneben, hier bewerte ich lediglich den Schreibstil. Und an den mußte ich mich zugegebenermaßen erst gewöhnen. Der Anfang war total verwirrend, hab nicht kapiert was er zur Sache tut. Dann las es sich so hektisch, wirr runtergerasselt. Nachdem ich mich aber an die Schreibe gewöhnt hatte, konnte ich allem folgen und habe auch das ein oder andere mal, Tränen wegwischen müssen. Eine Geschichte, die uns mitnimmt, wenn ein noch sehr junger Mensch, eine so niederschmetternde Diagnose erhält. Und uns die Therapie mitfühlen läßt, ebenso wie sich Familie und Freundschaften verändern.

    10. Sept. 2023

  • literatur.phantast
    literatur.phantast

    189 Follower

    4,5

    Ganz tolle Geschichte

    Ein 24 jähriger Mann verbringt ein paar tolle Tage in Paris bei einer Freundin, hat eine heiße Nacht und fährt wieder nach Hause. Das Leben kann so schön sein. Bis Basti beim Arzt sitzt und der Verdacht von Krebs im Raum steht. Als sich dieser dann bestätigt, nimmt sein Weg eine Abbiegung mit der er nicht gerechnet hatte. Diese Geschichte fand ich einfach nur ganz, ganz toll! An einem Sonntag Mittag angefangen, am Abend beendet. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Ganz besonders sei zu erwähnen wie wunderbar der Autor hier die Emotionen, Gedanken und Gefühle von Basti transportieren konnte. Die Ohnmacht, die Wut, die Hoffnung, die Lethargie, die Freude, die Geduld, die Ungeduld - es war alles und noch mehr darin. Absolut glaubwürdig, auch mit einer Prise Humor (kann ich bitte die Telefonnummer von Frau Dr. Mittag haben? Danke!), aber auch mit zarten, zerbrechlichen Momenten. Zu sehen wie schwer es auch Basti fiel die Hilfe und Unterstützung von seinen Freundinnen anzunehmen. Ganz toll die zwei. Es ist eine tolle Geschichte, die wunderbar erzählt wird und mir enorm gefallen hat, da sie so viele Emotionen und Gefühle weckt und dabei stets authentisch ist.

    25. Aug. 2023

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Stefan Hornbach

Stefan Hornbach, geboren 1986 in Speyer, studierte Theaterwissenschaft, Psychologie und Neuere deutsche Literatur in München, Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mit seinem Theaterstück »Über meine Leiche« gewann er den Osnabrücker Dramatikerpreis, es folgten Einladungen zum Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarkts und zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin, außerdem eine Hörspielproduktion. »Den Hund überleben« ist sein Debütroman, für den er mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung ausgezeichnet wurde. Stefan Hornbach lebt in Berlin und Graz.

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