Blick ins Buch

Romane

So ist das nie passiert

4,3(593)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

»Und wenn es eine andere Geschichte gibt, verschüttet unter der, die ich zu kennen glaube?«

Als Willa ein Teenager war, verschwand ihre kleine Schwester Laika spurlos. Auch über zwanzig Jahre später hat Willa die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Laika noch lebt. Hartnäckig sucht sie weiter nach ihr. Sie sehnt sich nach der Familienidylle, die mit Laika verloren zu sein scheint. Darüber vernachlässigt sie die Beziehungen zu den Menschen, die tatsächlich noch Teil ihres Lebens sind. Dann trifft sie auf einer Dinnerparty eine Frau, in der sie endlich ihre verlorene Schwester zu erkennen glaubt. Was als zwangloses Essen beginnt, wird zu einem denkwürdigen Abend, der alles verändert, was Willa von ihrem Leben zu wissen meinte.

Editionen (3)

ISBN9783453274518
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum12.06.24
Seitenzahl400

Merkmale

5 Bewertungen

AnschaulichVielschichtigVariabelVerstörendSpannendEntwickelnd

Rezensionen & Bewertungen

593 Bewertungen

111 Rezensionen

4,3

Tippen zum Filtern

  • jessie.liest
    jessie.liest

    175 Follower

    4,5

    Erinnerungen sind nie so eindeutig, wie man denkt.

    Dieses Buch begann für mich… sagen wir mal holprig. Es startet mit einem Abendessen bei Freunden. Viele Menschen, viele Namen, viele Gespräche. Und ich saß da beim Lesen und dachte nur: Wer sind diese ganzen Leute? Muss ich mir die jetzt alle merken? Nach den ersten zwanzig Seiten war ich ehrlich gesagt kurz davor, das Buch wieder wegzulegen. Gut, dass ich es nicht getan habe. Denn sobald sich die Geschichte sortiert, zieht sie einen richtig hinein. Das Buch spielt auf mehreren Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven. Im Mittelpunkt steht Willa, deren Schwester Laika als Teenager spurlos verschwunden ist. Jahre später lässt sie die Frage nach dem Warum und Wohin noch immer nicht los. Immer wieder kehrt die Geschichte zu diesem einen Abendessen zurück – und genau das fand ich besonders spannend. Derselbe Abend, dieselben Menschen, aber erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln. Und plötzlich merkt man: Jeder hat diesen Abend völlig anders erlebt. Es geht um Familien. Um Kindheit. Um das, was uns prägt – im Guten wie im Schwierigen. Und um die Frage, wie verlässlich Erinnerungen eigentlich sind. Das Buch war ganz anders, als ich erwartet hatte. Ruhiger vielleicht, aber auch vielschichtig und klug konstruiert. Eine Geschichte, die sich langsam entfaltet und dabei immer wieder neue Perspektiven öffnet. Ein wirklich tolles Buch, das nachhallt und zum Nachdenken anregt. Und eine Autorin, die ich mir definitiv merken werde.

    Erinnerungen sind nie so eindeutig, wie man denkt.

    9. März 2026

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Follower

    4,0

    Spannender als erwartet. Die erste Hälfte war echt gut, in der zweiten wirkte manches etwas konstruiert, aber das hat mich nicht wirklich gestört. Ein Debüt, das die Neugier auf ein weiteres Werk der Autorin weckt. Willas Schwester ist als Jugendliche spurlos verschwunden. Zwanzig Jahre lang trägt Willa den Schmerz des Verlustes, die Erinnerungen an ihren dominanten Vater und das schlechte Gewissen, ob sie mehr für ihre Schwester hätte tun können. Sie ist überzeugt, dass ihre Schwester noch lebt, und trifft auf der Dinnerparty ihrer Freundin Robyn eine Frau, die ihr wie ihre Schwester vorkommt. Das Dinner gestaltet sich anders als gedacht. Am Anfang musste ich erst mal mit den vielen Namen klarkommen. Aber irgendwann war ich auch drin. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel und Zeitsprünge ist es sehr spannend, aber anfangs auch verwirrend. Robyns Familie ist beinah zu perfekt, was sie zu einem guten Kontrast zu Willas Familie macht. Man könnte fast sagen, Dunkelheit trifft auf Helligkeit. Das Setting hat mir sehr gefallen: viele Gäste, viele Perspektiven, viele Wahrheiten, die hier aufeinanderprallen, gepaart mit den Rückblenden. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin es geschafft hat, meine eigenen Erinnerungen beim Lesen anzuzweifeln. Manchmal habe ich zurückgeblättert, um festzustellen, dass ein und dieselbe Geschichte aus zwei Perspektiven unterschiedlich beschrieben wurde, und Sarah Easter Collins dadurch meine eigenen Erinnerungen durcheinandergebracht hat. Manche Stellen wirkten auf mich allerdings wenig glaubwürdig, weshalb es für mich kein Highlight wurde. Weil es ein Debüt ist und die Erzählung sehr spannend, haben diese Schwächen meine Begeisterung fürs Buch nicht geschmälert. Für mich eine gute Unterhaltung, mit kleinen Schwächen, aber psychologischen Tiefen. S.19 „“Ich glaube, so funktionieren Träume“, sagte Dad.“Dein Verstand nimmt alle Einzelteile des Tages auf und setzt sie wieder zusammen, um zu sehen, wie sie am besten passen. Deshalb sind Träume letztlich so seltsam, nämlich, wenn man zwei nicht passende Teile aneinanderfügt.“ S.38 „Ich habe über falsche Erinnerungen geforscht. Es ist tatsächlich erstaunlich, wie leicht das menschliche Gehirn getäuscht und dazu gebracht werden kann, sich an etwas zu erinnern, das nie passiert ist.“ S.121 „Meistens aßen wir schweigend. Unser Vater sagte immer, falls er je von dem Bedürfnis gepackt werden sollte, Frauen beim Quasseln zuzuhören, würde er dem Schreibraum im Büro einen Besuch abstatten.“

    10. Sept. 2025

  • minijane
    minijane

    166 Follower

    4,0

    Wenn die eigene Schwester verschwindet Von einem Tag auf den anderen verschwindet Laika aus ihrem Elternhaus. Man geht von einer Entführung aus, doch auch 20 Jahre später bleibt Willa’s Schwester verschwunden. Willa hat in all den Jahren nie die Hoffnung aufgegeben, ihre Schwester könnte noch leben. Bei einem Abendessen im Freundeskreis hat sie plötzlich das untrügliche Gefühl, bei der neuen Freundin einer der Gäste könnte es sich um Laika handeln. Ob sie das richtig erkannt hat, oder ob ihre Gefühle mit ihr durchgegangen sind, wird natürlich nicht verraten. Der Roman, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und in dem wir nach und nach immer mehr über Willa‘s Familie und ihren Freundeskreis erfahren, entwickelt mit dem Fortschreiten der Geschichte einen immer größeren Sog und wird immer spannender. Ich empfand starke Empathien für einzelne Charaktere und ebenso starke Antipathien gegen andere. Es fiel mir zwar am Anfang etwas schwer in das Buch hineinzufinden aufgrund vieler Personen und immer wieder wechselnder Perspektiven, aber es hat sich wirklich gelohnt dranzubleiben. Die Autorin hat einen wirklich klug konstruierten Spannungsroman geschrieben, den ich gerne gelesen habe

    13. März 2026

3 von 111 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 7218%
jenniliebtlesen
jenniliebtlesen22. Mai 2026

Hmmm bin nicht sicher was ich bisher davon halten soll

Seite 14436%

1 Kommentar verdeckt

Seite 20551%

1 Kommentar verdeckt

Seite 24862%

1 Kommentar verdeckt

Seite 26566%

1 Kommentar verdeckt

6 weitere SocialReads-Kommentare in der App, sortiert nach deinem aktuellen Fortschritt.

Autorin / Autor

Über Sarah Easter Collins

Sarah Easter Collins ist in Kent, England, aufgewachsen und hat in Exeter studiert, bevor sie nach Botswana und später nach Thailand und Malawi zog, um dort Kunstunterricht zu geben. Ihre große Leidenschaft neben dem Schreiben ist die Malerei. Für ihre Bilder lässt sie sich von Erinnerungen an Orte inspirieren, die ihr viel bedeuten, sowie von der Landschaft um sich herum: das wunderschöne Exmoor, eine faszinierende Heidelandschaft voller Moore und Wälder, wo sie mit ihrem Sohn Luke, ihrem Mann und ihren Hunden lebt. Hier liebt sie es, durch die unberührte Natur zu laufen und in den wilden Flüssen und Seen schwimmen zu gehen.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick