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Biografien

Liebe! Ein Aufruf

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Über das Buch

Ein persönlicher Aufruf des Bestsellerautors Daniel Schreiber zum aktiven Widerstand gegen eine Kultur des Hasses. Ohnmacht ist zum politischen Grundgefühl unserer Zeit geworden. Eine Rhetorik des Hasses und der Menschenverachtung hat den politischen Diskurs gekapert. Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben an politisches Handeln verabschieden und ins Private zurückziehen. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie kann es gelingen, zu einer politischen Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag? In seinem neuen Buch zeigt Daniel Schreiber einen radikalen Weg auf: Die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele zeigt er, dass diese Vorstellung die größten politischen Revolutionen angestoßen hat. Ein Buch über Widerstand und Trost – und das Wiederfinden einer eigenen politischen Stimme.

Editionen (1)

ISBN9783446285934
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum18.11.25
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

13 Rezensionen

4,1

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  • wedalou
    wedalou

    82 Follower

    4,0

    Ein hoffnungsvoller Essay gegen die zunehmende Desillusionierung

    Wer kennt es nicht aktuell? Die bestürzende Nachtichtenlage sorgt für Angst, Ohnmacht und Lähmung. Aber wie soll man umgehen mit dieser Flut negativer Nachrichten ? Wie reagieren auf den Vertrauensverlust in die politischen Strukturen? Das sind Fragen, die den aktuellen Nerv treffen , die sich Daniel Schreiber in diesem Essay widmet. Gewohnt belesen, beleuchtet er Thesen von Hannah Arendt, Erich Fromm oder Martin Luther King. Das ist interessant und lehrreich . Ist Liebe politisch ? Wie bedeutend ist die Liebe zur Welt und zu all den Mitmenschen für den weiteren Verlauf ? Ein Plädoyer um den Kern der Weltverbundenheit zu bewahren, trotz aller widrigen Umstände .

    29. Mai 2026

  • lustaufbuch
    lustaufbuch

    224 Follower

    5,0

    »Manchmal hatte ich den Eindruck, dass ich die Welt nicht lieben konnte, weil dieser selbst jede Form von Liebe abhandengekommen war.«

    Der autobiografische Erzähler dieses Buchs hält im Frühsommer zum wiederholten Male einen Schreibworkshop ab, welcher den Rahmen vorgibt. Davor, währenddessen und danach begibt er sich öfters auf Spaziergänge in die Natur – bei denen Schreibers bekannte Leidenschaft für und Wissen über die Natur auf die Leser*innen selbst überzugreifen scheint – sowie auf analytische Gedankenreisen in unsere Gesellschaft, die akut an einer Krise des demokratischen Miteinanders leidet und stützt diese mit philosophischen Überlegungen, bspw. von Hanna Arendt, Erich Fromm, Albert Schweitzer oder Martin Luther King Jr. Im Zentrum steht dabei die Suche nach einem Gemeinsinn, Solidarität, Mitgefühl und sozialer Gerechtigkeit, die uns, in Zeiten von so vielen Krisen – der Klimakatastrophe, der Allgegenwärtigkeit rechtsextremen Gedankenguts, immer stärker bedrohten Demokratien oder einer kapitalistischen Welt –, deren Bewältigung unabdingbar, jedoch kaum möglich erscheint, wieder mehr vereinen, statt noch mehr voneinander entfernen soll. Liebe – das ist ein großes Wort, aber auch das Bindeglied, welches uns – in Zeiten des Hasses – miteinander einen sollte. Auch wenn es schwer fällt. Anstelle mächtigen und korrupten Politiker*innen oder CEOs noch mehr Macht und Entscheidungen, die uns alle betreffen, zuzulassen, müssen wir als Gesellschaft entschlossen handeln und uns auf das zurückbesinnen, was uns seit jeher eint – unsere Menschlichkeit. Daniel Schreiber plädiert zu einer Politik der Versöhnung, der Vergebung und der Verbundenheit. Das alles endet und schließt mit einem mehrere Seiten umfassenden Appell. »Auch wenn wir uns gelähmt fühlen, ohnmächtig und hoffnungslos: Wir sind es nicht. Wir haben so viel, wofür es sich zu kämpfen lohnt. So viel mehr, als wir glauben.«

    »Manchmal hatte ich den Eindruck, dass ich die Welt nicht lieben konnte, weil dieser selbst jede Form von Liebe abhandengekommen war.«

    6. Dez. 2025

  • elena_liest
    elena_liest

    248 Follower

    4,0

    Daniel Schreiber bietet immer wieder Schreibworkshops in einem Hotel mitten im Wald auf dem Land an. In den Pausen streift er durch die Wälder und genießt die Natur bei Wander- und Joggingrunden. Obwohl er dabei versucht, sich ganz auf seine Umwelt zu fokussieren, schweifen seine Gedanken stetig ab zur aktuellen Lage unserer Welt: politischem Rechtsruck, steigender sozialer Ungleichheit, gesellschaftlicher Spaltung und Klimakrise. Es fällt oft schwer, sich angesichts des desaströsen Zustands unserer Welt nicht ins Private zurückzuziehen und somit den Rechtspopulisten und Superreichen die Bühne zu überlassen. Daniel Schreiber plädiert in seinem neuen Essay "Liebe! Ein Aufruf" jedoch dafür, Hass und Spaltung Liebe und Gemeinschaft entgegen zu setzen. Er verbindet dabei die Rahmenhandlung - sein Schreibseminar im Wald samt Spaziergängen in der Natur - mit Werken und Worten großer Denker*innen und Philosoph*innen unserer Zeit wie Hannah Arendt, Erich Fromm und Martin Luther King. Er lässt so seine Gedanken schweifen, wirft einen ungeschönten Blick auf alles, was aktuell schief läuft, setzt diesem aber zugleich ein Aufruf zum Handeln, zum Nicht-Wegsehen, sich miteinander solidarisieren entgegen. "Liebe! Ein Aufruf" bietet zwar keine umfassenden Lösungsansätze für Rechtspopulismus, Klimakrise und Co., macht aber viel Mut beim Lesen, was mir gefallen hat. Ein perfektes Buch zum Jahresabschluss und -anfang!

    31. Dez. 2025

3 von 13 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

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doruanne
doruanne16. März 2026

erst 20 seiten gelesen und schon jetzt weiß ich: das wird ein gutes, erschreckendes und wachrüttelndes essay von daniel schreiber. allein dieser twist zwischen waldspaziergang und dem sich verbundenfühlen mit der natur hin zu der politischen lage und der fragestellung, warum es so schwer ist die welt gerade zu lieben, ist so clever und schlau geschrieben!

Autorin / Autor

Über Daniel Schreiber

Daniel Schreiber, geboren 1977, ist Schriftsteller. Mit seinen Texten hat er eine neue Form des literarischen Essays geprägt. Seine Bücher – "Nüchtern" (2014), "Zuhause" (2017), "Allein" (2021) und "Die Zeit der Verluste" (2023) – wurden vom Feuilleton begeistert aufgenommen und standen teils monatelang auf der SPIEGEL-Bestseller und Sachbuch-Bestenliste. Er lebt in Berlin.

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